ThemaNetztickerRSS

Alle Kolumnen

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
22.01.2010
 

Netzwelt-Ticker

Firefox 3.6 soll schneller, sicherer, bunter sein

Von Felix Knoke

Firefox-Marktanteil: Dürfte nach den Problemen des Internet Explorer weiter wachsenZur Großansicht
Fittkau & Maaß

Firefox-Marktanteil: Dürfte nach den Problemen des Internet Explorer weiter wachsen

Pünktlich zum öffentlichen Verriss des Internet Explorers veröffentlicht Mozilla den schon wieder noch besseren Firefox 3.6. Außerdem: US-Army und Weißes Haus bekommen iPhone-Apps, Musikbranche plant Zivilklage gegen Bittorrent-Administrator, Tagebuch eines Weltverbesserers. Das und mehr im Überblick.

Wie die Faust aufs Auge passt die Veröffentlichung einer neuen Firefox-Version so kurz nach dem Bekanntwerden der klaffenden Sicherheitslücken im Microsoft-Browser Internet Explorer.

Mozilla Firefox, eine kostenlose Open-Source-Alternative zum Internet Explorer, gibt es jetzt also in Version 3.6 zum Download. Der neue Firefox ist nach Herstellerangaben schneller, stabiler und flexibler als die Vorgängerversionen. Ganz neu ist die "Personas"-Funktion, mit der sich das Aussehen des Browsers rasch ändern lässt: Eine Funktion für Computer, die von mehreren Personen benutzt werden.

Ein nettes Sicherheitsfeature ist die automatische Überwachung von Browser-Plug-ins wie Flash, Shockwave oder Quicktime - häufig Einfallstore für Malware. Ist so ein Plug-in veraltet, fordert der neue Firefox zur Aktualisierung auf, das beste Mittel, um relativ sicher vor Viren und anderen Internetschädlingen zu sein.

Wer sich Firefox' Speicherhunger jedoch nicht leisten kann, etwa, weil das Netbook zu schwachbrüstig, der Surf-PC zu alt ist, sollte jedoch einen Blick auf die gerade neu veröffentlichte Vorabversion des Opera-Browsers werfen: Version 10.50 ist rasend schnell, sehr sicher und hat selbst bei extrem vielen geöffneten Websites nur moderate Speicher-Ansprüche. Dank des cleveren Session-Managers muss man auch vor den gelegentlichen Abstürzen der Vorab-Version nicht fürchten - nach einem Crash geht es einfach weiter wie zuvor. Opera 10.50 wird zudem ständig weiterentwickelt; ein Update läuft ebenso leicht wie beim Firefox.

Apple: Die US-Army kriegt eigene iPhone-App

Dem iPhone-Fieber im Weißen Haus schließt sich die amerikanische Armee an: Army.mil, die offizielle Homepage der United States Army hat jetzt ihre eigene iPhone-App, schreibt Mashable.com. Das kostenlose Angebot versucht wohldesignt, Informationslust am Kriegsgerät und Kriegsgeschäft zu wecken: Bilder, Videos, eine Waffendatenbank, dazu Armee-Einsichten in Militärblogs und Army-Podcasts. Mashable sieht die Army-App als gelungenes Beispiel für ein Mobilprogramm, das eine Website sinnvoll ergänzt.

Es kann aber deutsche Surfer auch dazu inspirieren, einmal im "Multimedia"-Angebot der deutschen Bundeswehr zu wühlen. In einer Art Adventskalender berichten dort Offiziersanwärter - oder deren Ghostwriter - von ihrem Weg zum Marineoffizier: "Die Begegnung mit dem schwedischen Segelschulschiff 'Gladan' und diversen Delfinen verbreitet positive Stimmung." Der Einsatz-Kameratrupp ist bei spannenden Gefechtsübungen mit dabei: " So wie's aussieht, Feind aus jeder Richtung!" Und die Videos im Bereich "Jugend und Karriere" - Illustration: Junge Menschen in der Bibliothek - wurden das letzte Mal im Mai 2008 erneuert.

Musik-Branchenverband plant Zivilklage gegen Tauschbörsen-Administrator

"Schrecklich enttäuscht" vom misslungenen Kriminalverfahren gegen den Admin der Musik-Tauschbörse OiNK plant der Weltverband der Phonoindustrie IFPI eine Zivilklage gegen Alan Ellis, 26. Den hatte ein Gericht vergangene Woche überraschend in einem Verfahren wegen Verschwörung zum Betrug freigesprochen. Für IFPI-Chef John Kennedy ein Zeichen dafür, dass "das Gesetz den Kontakt mit dem modernen Leben verloren hat". Ginge es nach dem IFPI-Chef, wäre das OiNK-Verfahren eine britische Neuauflage der spektakulären Verurteilung der Pirate-Bay-Verantwortlichen in Schweden geworden. Die betrieben auch eine Bittorrent-Suchmaschine und wurden zu jeweils einem Jahr Haft und insgesamt 30 Millionen Kronen (2,95 Mio. Euro) verurteilt. Kennedy quält vor allem, dass Ellis die Spenden, die er von OiNK-Nutzern erhalten hatte, nicht abgeben muss: "Ich kann nicht schlafen, solange dieser Mann 200.000 Pfund auf seinem Konto sitzen hat."

Tagebuch eines Weltverbesserers

Bill Gates fühlt sich wie in der Schule: "Ich verbringe viel Zeit damit, mich über Dinge zu informieren, die mich wirklich interessieren," schreibt der ehemalige Microsoft-Boss in einer Willkommensnachricht auf seiner neuen Website Gatesnotes.com. Dort will er all das Wissen, das er auf seinen Treffen mit Experten aus aller Welt, auf allen Gebieten erfährt, aufschreiben, aufarbeiten und weiterverbreiten. Das sind vor allem Ideen, wie man die Welt ein bisschen besser machen kann - es geht also herrlich wenig um Computer-, Software- oder Markenquatsch.

Vor allem gibt Gates Antworten: "Sollen Unternehmen den Armen helfen?", "Gibt es Fortschritte bei der Entwicklung eines Aids-Impfstoffs?" Oder "Wo kann ich unvoreingenommene Nachrichten lesen?" Mit Gatesnotes.com setzt der ehemals reichste Mensch der Welt fort, was er kürzlich mit der - für gewisse Kreise aufsehenerregenden - Einrichtung eines Twitter-Kontos begann: Werbung für gute Ideen zu machen.

Weitere Meldungen:

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

Forum

insgesamt 20 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
30.01.2010 von Professor Balthasar: Warum Ff 3.x unprofessionell ist

Firefox ist seit Version 3.0 nicht mehr für den professionellen Einsatz tauglich, mit Version 3.6 hat sich das nicht geändert. Problem: Das Bookmark-Fenster läßt sich nicht - wie bis zu Version 2.0.0.20 - vergrößern. Man sieht [...] mehr...

26.01.2010 von fear_less: Ich bin auch sehr fuer Erhaltung der Privatsphaere. Aber...

Werbung ist nun mal eine wichtige Einnahmequelle fuer (z.B.) SPON. Und wenn wir ab und zu mal (einfach so) die Werbung der SPON-Kunden anklicken, dann helfen wir mit, die SPON Seiten, die wir ja intensiv nutzen, aufrecht zu [...] mehr...

26.01.2010 von fear_less: Maezene und so...

Ein Spender erkauft sich Macht und Ansehen in der Gesellschaft. Und erhaelt dazu noch die Steuerabschreibung. Fuer jemand wie Bill Gates, der mehr Geld hat, als er je in seinem Leben ausgeben koennte, ist das eine mehr als [...] mehr...

26.01.2010 von fear_less: Warum warten...

Opera ist in nullkommanix installiert, sogar bei geoeffneten FF Browserfenstern. Und man kann zwischen den Browsern hin und her wechseln. Also koennen Sie Opera ruhig gleich ausprobieren. ;) mehr...

26.01.2010 von fear_less: Danke fuer den Tipp!

Ich habe mir neben dem FF 3.6 sofort den Opera 10.10 runtergeladen. Arbeitet seit 12 Stunden gut. Ich finde es gut, dass ich in Opera meine Tastatur auf Deutsch einstellen kann, was bei FF nicht geht. Habe meine heutigen SPON [...] mehr...

Und Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit! zum Forum...

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Netzwelt
alles aus der Rubrik Web
alles zum Thema Netzticker

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



Zum Autor

Felix Knoke schreibt von Berlin aus über elektronische Lebensaspekte und versucht sich vergeblich als Hitproduzent in seinem Wohnzimmerstudio.






TOP



TOP