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Internet Bundeskanzler Schröder ist auch bald drin

Der Regierungschef will demnächst einen Crash-Kurs machen, um persönlich noch schneller an Neuigkeiten aus aller Welt zu gelangen.

Bald auch online: Bundeskanzler Gerhard Schröder
REUTERS

Bald auch online: Bundeskanzler Gerhard Schröder

Berlin - Wie und wo die der Regierungschef das Surfen lernen wird, wollte das Bundeskanzleramt allerdings nicht verraten. Als sicher gilt in Regierungskreisen, dass seine Minister nachziehen werden.

Aufgeschreckt wurden Kabinettsmitglieder durch eine Pressemeldung, wonach sie Mitte März einen Computer-Crash-Kurs machen sollen. Ein gemeinsames Training der Kabinettsrunde wird es jedoch nicht geben. Anderslautende Meldungen seien nicht zutreffend. Vielmehr müssten sich jede Frau und jeder Mann im Kabinett selbst mit dem Thema befassen.

Computer im Regierungseinsatz hatte schon Helmut Kohl während seiner langen Amtszeit als Bundeskanzler eingeführt. Die rot-grüne Bundesregierung hat nach Angaben von Beobachtern die Nutzung der neuen Technologie intensiviert. "Ein PC gehört inzwischen zur modernen Ausstattung eines Bürobetriebes", sagte eine Mitarbeiterin des Ministeriums.

Innenminister Schily kann's schon

Als erstes Kabinettsmitglied wurde am Donnerstag Bundesinnenminister Otto Schily als Computer-Freak geoutet. "Der Minister hat in seinem Arbeitszimmer einen PC", hieß es aus der Umgebung des SPD-Politikers. Auf die Finger schauen lässt sich Schily dabei nicht. Wann und was er am Computer arbeitet, gilt als geheim. Schily, der mit fast 68 Jahren zu den ältesten Kabinettsmitgliedern gehört, gilt nun in Kollegenkreisen als ein Vorbild, sich die neue Technik zu erschließen.

Bundeskanzler Schröder kann bereits jetzt in seiner Chefetage auf Computer und das Internet zurückgreifen. Er bedient sich allerdings dabei - wie früher Amtsvorgänger Kohl - noch seiner engsten Mitarbeiter. Vermutlich wird jedoch bald ein Personal Computer neuester Bauart im Büro des Kanzlers stehen. Im Bundespräsidialamt sowie in Ministerien, Bundesbehörden und Parlamentsbüros ist es grundsätzlich verboten, auf Staatskosten im Internet privat zu surfen. Wer das tut und sich erwischen lässt, muss mit ernsten Konsequenzen rechnen.

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