Eben noch himmelhoch jauchzend, ist Microsoft heute schon wieder tief betrübt. Am Mittwoch noch hatte der Software-Hersteller stolz verkündet, der Internet Explorer 8 (IE8) sei "erstmals weltweit meist genutzter Browser". Herausgefunden hatten das die Netzstatistiker von Net Applications, als sie die Browser-Marktanteile vom Januar untersuchten. Damit habe der IE8 endlich den betagten Internet Explorer 6 (IE 6) abgelöst, der, das gibt Microsoft unumwunden zu, modernen Anforderungen an die Sicherheit nicht mehr genügt.
Am heutigen Donnerstag legte der Konzern eine alarmierende Sicherheitsempfehlung nach. "Mit der Microsoft-Sicherheitsempfehlung 980088 reagiert Microsoft auf die vorzeitige Veröffentlichung einer Sicherheitslücke auf der Black Hat Konferenz in Washington D.C. am 3. Februar 2010", schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Betroffen seien Systeme, die unter Windows XP laufen oder bei denen der Internet Explorer Protected Mode abgeschaltet wurde. Wer den "Internet Explorer 7 oder 8 in der Standard-Konfiguration unter Windows Vista" oder Windows 7 benutzt, sei dagegen nicht betroffen.
Die genannte Lücke im Internet Explorer ermöglicht es Angreifern, sich unbemerkt einen Zugang zum Computer ihrer Opfer einzurichten, teilte das US-Unternehmen mit. Man empfiehlt daher "weiterhin zu erhöhter Aufmerksamkeit bei Links zu eventuell nicht vertrauenswürdigen Web-Seiten". Weiterhin wohl auch deshalb, weil Microsofts Internet Explorer im Umfeld der angeblich von China initiierten Hackerangriffe gegen Google und andere US-Unternehmen als potentielles Einfallstor für solche Attacken kritisiert wurde.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnte damals ausdrücklich vor der Benutzung des Microsoft-Browsers, zumindest solange, bis Microsoft einen entsprechenden Software-Patch bereitstellt. Den lieferte der Windows-Konzern eine Woche später auch pflichtschuldig ab, gab damit Entwarnung.
Solange ein solcher Patch für die nun gefundene Sicherheitslücke nicht verfügbar ist, gibt Microsoft seinen Kunden Empfehlungen wie: Installieren Sie den Internet Explorer 8, "um die erweiterten Schutzmöglichkeiten zu nutzen, wie sie die neuere Version bietet". Man könne auch Microsofts Fix-it-Tool benutzen, um die Sicherheit des IE6 zu erhöhen.
Oder man installiert einfach einen Alternativ-Browser. Absolute Sicherheit können zwar auch die nicht bieten, sind aber weniger plakative Angriffziele als der Internet Explorer mit seiner nun in Hackerkreisen bestens bekannten neuen Lücke.
Hier die Download-Adressen der populärsten Alternativ-Browser:
mak
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...aber nicht davor bewahren darf sein System so auszuliefern das es dem Anwender den bestmöglichen Schutz bietet. Es ist das eine das sich der Anwender über die Gefahren die es im Netz gibt informiert und entsprechend handelt [...] mehr...
Genau, und hier ist der Link zum Download von Brain.exe: http://brain.yubb.de/ Ansonsten: Die gröszte Gefahr für den Internetsurfer und seinem System beim Surfen ist der Surfer selbst, egal welches Betriebssystem! [...] mehr...
Als ich hoerte, dass IE8 da ist, dachte ich eigentlich, das sei bereits geschehen, so, wie das gehyped wurde. Aber der Bulletin, der im Artikel verlinkt wurde, las sich so wie die von vor 10 Jahren. Ich musste extra nochmal das [...] mehr...
Diskussionen ala "Mein OS ist laenger, als deins" sind unproduktiv und unprofessionell. Nur Anfaenger, Privatuser und etliche Anhaenger der Steve-Jobs-Sekte lassen sich auf sowas ein. Sie haben auf Ihrem Mac vielleicht [...] mehr...
Aha, und wenn ein dödeliger Autofahrer gegen einen Baum fällt, ist die Botanik schuld - oder das Auto, weil es das nicht verhindert hat. So ist das nun einmal mit flexiblen Universallösungen - der Anwender trägt eine [...] mehr...
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