Von Johannes Sträter
"Running Scared", USA 2006. Regie: Wayne Kramer. Darsteller: Paul Walker, Cameron Bright. Format: 2,35:1 (16:9). Länge: 117 Min. FSK: 16 Jahre
und
"Raumschiff Enterprise: Die Spitze des Eisbergs", USA 1966. Regie: James Goldstone. Darsteller: William Shatner, Leonard Nimoy. Format: 1,33:1 (4:3). Länge: 48 Min. FSK: 12. Preis: 3,90 Euro.
Hartgesottene Zuschauer erwartet ein düsterer Thriller aus dem Mafiamilieu der USA. Darin hat der kleine Gangster Joey Gazelle (Paul Walker) die Aufgabe, Mordwaffen für die "Familie" verschwinden zu lassen. Er hortet die Waffen im Keller seines Hauses, bis eines Tages der kleine Nachbarsjunge Oleg (Cameron Bright) damit auf den Neffen des konkurrierenden Mafiachefs schießt. Plötzlich hat Joey nur noch eine Chance, um zu überleben: Er muss vor allen anderen die Knarre wieder an sich bringen. Eisenhart und rasant führt Wayne Kramer ("The Cooler") uns an der Seite seines Helden immer tiefer in eine unerbittliche Welt tödlicher Gewalt. Dabei würzt er seine ungewöhnlichen Bilder nicht nur mit kreativen Schnittideen, sondern schafft es auch, die Spannung bis zum überraschenden Ende zu halten. Interessantes Alternativprogramm für nervenstarke Krimifans.
Zum entspannenden Nachtisch wird mit der ersten ausgestrahlten Episode der Kultserie "Raumschiff Enterprise" aus dem Jahr 1966 noch ein hübsches Schmankerl serviert. Der junge Käpt'n Kirk (William Shanter) muss sich nach schwerer Fahrt im unbekannten Energiefeld mit seinem plötzlich merkwürdig veränderten Navigator abkämpfen: der entwickelt nämlich nicht nur übermenschliche Fähigkeiten, sondern hält sich auch für einen Gott. Ein mustergültiger Einstieg ins "Trekkie"-Universum, der nach fast 45 Jahren immer noch seinen ganz eigenen Charme entfaltet.
Bis 2. März im Handel
"Sahara", D/E/USA 2005. Regie: Breck Eisner. Darsteller: Matthew McConaughey, Penélope Cruz. Format: 2,35:1 (16:9). Länge: 119 Min. FSK: 16 Jahre. Heftpreis: 3,70 Euro.
Seit Jahren jagt der Profi-Schatzsucher Dirk Pitt (Matthew McConaughey) erfolglos einem Panzerschiff voller Gold aus dem US-Bürgerkrieg hinterher. Als er den absurden Hinweis erhält, das Schiff in der Wüste Westafrikas zu suchen, macht er sich auf den Weg. Er findet die toughe Ärztin Eva Rojas (Penélope Cruz) und entdeckt mit ihr eine Sauerei von globalem Ausmaß.
Jungregisseur Breck Eisner lässt es für 160 Millionen Dollar ordentlich krachen und beschert uns kurzweilige Action, smarte Helden und schicke Bilder. Gedreht wurde in Südmarokko, das sich seit den fünfziger Jahren als Kulisse für Wüstenabenteuer aller Art etabliert hat und zuletzt Mammut-Produktionen wie "Alexander" (2004) oder "Königreich der Himmel" (2005) als Kulisse diente. Trotzdem blieb das Kinopublikum fern, was vielleicht an der Story liegt, die zuweilen arg aus dem Ruder läuft. Für einen entspannten Filmabend reicht es aber allemal.
Bis 14. Februar im Handel
"Vexille", J 2007. Regie: Fumihiko Sori. Format: 1,78:1 (16:9). Länge: 105 Min. FSK: 12 Jahre. Heftpreis: 7,90 Euro.
In einer gar nicht mal so fernen Zukunft des Jahres 2067 verweigert Japan seine Zustimmung zu einem weltweiten Stopp bei der Weiterentwicklung künstlichen Lebens. Zehn Jahre später hat das Land sich hinter einem Schutzschild versteckt, und keiner weiß genau, was dort vor sich geht. Als eine Spezialeinheit der US-Navy hinter den Vorhang lünkern will, bleibt nur ihr Kommandant Vexille übrig und entdeckt ein schockierendes Geheimnis, das die ganze Menschheit bedroht.
Zum Sound von Bands wie Basement Jaxx, Dead Can Dance oder The Prodigy begleiten wir stylische Helden durch ein animiertes Zukunftsspektakel. Bewegte Kunstfiguren agieren vor realitätsnahen Hintergründen und schaffen so die Optik und die Atmosphäre einer Computerspielwelt. Anders als industrielle Manga-Animationen im Kinderkanal versucht "Vexille", mit phantasievoll inszenierten Bildern, Figuren und Actionsequenzen die Spielräume der Technik jedoch auszureizen. Am Ergebnis werden nicht nur die Leser der "PC Action", sondern auch Comic- und Science-Fiction-Freunde ihren Spaß haben.
Erscheint am 10. Februar im Handel
PC Go und PC Magazin
Die beiden Computerzeitschriften aus dem WEKA-Verlag tauschen im Februar einfach ihre DVD-Beilagen vom Vormonat miteinander aus. Unsere ausführlichen Filmbesprechungen dazu finden Sie im Überblick vom 12. Januar.
Beide Magazine sind bis 4. März im Handel.
"Die purpurnen Flüsse 2", F/GB/I 2004. Regie: Olivier Dahan. Darsteller: Jean Reno, Benoît Magimel. Format: 2,35:1 (16:9). Länge: 95 Min. FSK: 16 Jahre. Heftpreis: 3,30 Euro.
Mit einer Reihe von insgesamt 13 Filmen sorgt die Fernsehzeitschrift von nun an alle vier Wochen wieder für Nachschub an günstigen DVD-Beilegern. Den Auftakt macht ein weiterer, blutiger Fall des Pariser Kommissars Pierre Niémans (Jean Reno), der vier Jahre zuvor in den Kinosälen für perfekten Schauder und entsprechendes Kassenklingeln sorgte. Diesmal ermittelt er nach dem bizarren Fund einer Leiche im Kloster und stößt dabei auf eine Mordserie, mit der gesichtslose Kampfmönche sich auf das nahende Weltende vorbereiten.
Während Regiestar Luc Besson ("Das fünfte Element") als vergleichsweise einfallsloser Drehbuchautor hier die feine Atmosphäre des Vorgängers durch actionreiches Gemetzel ersetzte, zauberte der gelernte Videoclip-Regisseur Olivier Dahan ("La Vie en Rose") daraus ein optisch geglücktes, spannungsgeladenes Trash-Abenteuer. Über die Story sollte man sich deshalb einfach keine Gedanken machen.
Bis 18. Februar im Handel
"Black Hawk Down", USA 2001. Regie: Ridley Scott. Darsteller: Josh Hartnett, Ewan McGregor. Format: 2,35:1 (16:9). Länge: 138 Min. FSK: 16 Jahre. Heftpreis: 3,50 Euro.
Ähnlich actionreich, aber vor gänzlich anderem Hintergrund, hat Ridley Scott ("Gladiator") das Desaster bei einem blutigen Einsatz im bürgerkriegszerrütteten Somalia verfilmt. Im Oktober 1993 wollte eine Kommandoeinheit in der Hauptstadt Mogadischu den Milizenführer Mohamed Aidid mitsamt seiner Berater gefangennehmen, stieß dabei jedoch auf unerwartet heftigen Widerstand. Als erst einer, dann ein zweiter "Black Hawk"-Kampfhubschrauber abgeschossen wurde, begann ein verzweifelter Kampf der Truppen, um aus der Stadt zu entkommen.
Die Bilder von getöteten US-Soldaten, die durch die Straßen Mogadischus geschleift wurden, gingen damals um die ganze Welt. Produzent Jerry Bruckheimer ("Pearl Harbour") schafft ein actionreiches Drama über das risikoreiche Geschäft des Krieges, in dem Ridley Scott alle Register seiner Regiekunst zieht, um es auf der Leinwand krachen zu lassen. Für Schnitt und Ton gab es zwei Oscars, fürs Publikum zwei knallige Stunden spannender Unterhaltung in bester Popcornkino-Qualität. Die Hintergründe und Folgen der Aktion bleiben dabei jedoch weitgehend im Dunkeln.
Bis 18. Februar im Handel
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