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10.02.2010
 

Netzwelt-Ticker

Hacker legen australische Regierungsseiten lahm

Von Richard Meusers

Aktivistengruppe Anonymous: Legt im Kampf gegen Internetfilter Regierungsseiten lahmZur Großansicht

Aktivistengruppe Anonymous: Legt im Kampf gegen Internetfilter Regierungsseiten lahm

Weil die australische Regierung Pornofilter installieren will, legten Hacker deren Webseiten lahm, die britische Regierung will Jugendliche mit der Aussicht auf Alkohol zum Eintrag in eine Bevölkerungsdatenbank bewegen. Das und mehr im Nachrichtenüberblick.

Wie der "Sydney Morning Herald" meldet, hat die Hackergruppe Anonymous, die sich ansonsten der Bekämpfung der Scientology-Sekte widmet, unter dem Motto "Operation Titstorm" einen breiten Angriff auf die Webseiten der australischen Regierung gefahren. Resultat: Die Seiten waren am Mittwochmorgen nicht erreichbar.

Anlass für die Attacke ist die geplante Einführung von Filtergesetzen. Mit einer Art großer Firewall sollen bestimmte pornografische Inhalte aus dem australischen Internet ausgesperrt werden. Die Hacker kündigten an, Regierungs- und Behördenbüros mit Porno-E-Mails, Faxen und Scherzanrufen zu fluten.

Bürgerrechtsgruppen, die sich ebenfalls gegen die staatlichen Zensurpläne wenden, sind von den Ereignissen allerdings alles andere als entzückt. Sie gehen davon aus, dass Attacken ihrer Sache nicht förderlich sind.

Britische Behörden werben für den Sauf-Ausweis

Nach über einem halben Jahrhundert des ausweislosen Lebens führt Großbritannien den Personalausweis ein. Dokumente haben Briten sonst nur bei Auslandsreisen gebraucht, nun gibt's Identity Cards auch im Inland. Um nicht sofort öffentliche Proteste zu provozieren, sind die neuen, biometrischen Dokumente bislang nicht verpflichtend. Weil jedoch der schleppenden Nachfrage etwas nachgeholfen werden soll, haben die Verantwortlichen eine neue Zielgruppe ins Visier genommen, junge Briten ab 16.

Nur müssen den Youngstern die Verwendung des Ausweises und der Eintrag in die Bevölkerungsdatenbank, das National Identity Register (NIR), auch schmackhaft gemacht werden. Also lockt die Regierung mit vielen tollen Möglichkeiten, die dem Ausweisbesitzer offenstünden. Da wäre zum Beispiel die Chance, "Alkohol, Computerspiele und DVDs zu kaufen, ins Kino oder einen Club zu gehen", wie "The Register" zitiert.

Was die Regierungsreklame höflich verschweigt und worauf die Anti-Ausweis-Kampagneros von "No2ID" verweisen: Das Dokument kostet umgerechnet gut 34 Euro. Außerdem ist der Inhaber verpflichtet, seinen NIR-Datenbankeintrag stets auf dem Laufenden zu halten. No2ID-Chef Phil Booth erklärt dazu: "Hier wird ein System angeboten, das für den Rest des Lebens und über den Tod hinaus persönliche Daten zum Dienstgebrauch überwacht."

Microsofts Superflickentag

Gestern war wieder Microsoft-Patchday. Die Redmonder brachten so viele Software-Aktualisierungen unters Volk wie schon lange nicht mehr. Nicht weniger als 13 Bulletins mit insgesamt 26 Updates, wurden veröffentlicht. Die meisten beziehen sich auf Sicherheitslücken in Windows-Betriebssystemen, die aktuelle Version Windows 7 eingeschlossen. Ansonsten gibt es Aktualisierungen für das Malprogramm Paint und die Präsentationssoftware Powerpoint. Aufgrund der großen Anzahl der Schwachstellen, darunter von Microsoft fünf als kritisch eingestufte, ist es jedem Windows-Nutzer angeraten, die Sicherheits-Updates möglichst umgehend aufzuspielen.

Motorola und Blackberry beherrschen US-Handy-Markt

Das iPhone morgens, mittags, abends, fast könnte man glauben, auf dem Smartphone-Markt gäbe es nichts anderes. Dem ist aber keineswegs so, im Gegenteil. Auf dem US-Markt für die Vielkönner-Handys heißt der Platzhirsch Blackberry. Laut den Marktforschern von Comscore hält Blackberry-Hersteller RIM mit seinem Gerät 41,6 Prozent Marktanteil. Dagegen landet die Konkurrenz von Apple mit 25,3 Prozent weit abgeschlagen auf Platz zwei. Wie RIM musste auch das drittplatzierte Windows Mobile von Microsoft (18 Prozent) im Verlauf des letzten Quartals 2009 einen Prozentpunkt abgeben.

Was den kompletten Markt von Handys angeht, landet RIM mit 7 Prozent allerdings unter ferner liefen. Hier dominieren klar Motorola, LG und Samsung mit jeweils knapp über 20 Prozent Marktanteil.

Apple veröffentlicht Fotoverwalter Aperture 3

Von Apples Bildbearbeitungs-Software Aperture ist dieser Tage die dritte Version herausgekommen. Mehr als 200 neue Funktionen sind enthalten. Eine Gesichtserkennung erlaubt, Fotos nach den darauf abgebildeten Personen zu sortieren, mit einer GPS-Funktion können Geo-Tags gesetzt werden. Eine Reihe von Retusche-Werkzeugen ist ebenso dazugekommen wie eine Bildverwaltung, mit der sich die eigenen Fotobestände durchsuchen und anzeigen lassen. Wer nur upgraden möchte, zahlt 99 Euro, ein Neukauf der Vollversion kostet 199 Euro.

Rechtzeitig zu den Winterspielen gibt's Snow View von Google

Noch bevor nächste Woche in Vancouver die Olympischen Winterspiele beginnen, hat Google eine Reihe von Features freigeschaltet. Unter google.com/games10 gibt es aktuelle Infos zu den Spielen, Streetview-Bilder und auch einen Medaillenspiegel. Um Bilder des über Vancouver thronenden Whistler Mountain für Street View zu erhalten, schickte Google eigens ein aufgerüstetes Schneemobil bis auf den Gipfel. Das fotografierte nicht nur die Bergspitze, sondern auch zahlreiche Pisten.

Mit diesem "Snow View" sollen sogar virtuelle Abfahrten möglich sein - für Flachland-Tiroler. Zusätzlich gibt's noch eine Picasa-Galerie mit ständig aktualisierten Aufnahmen von den Wettkämpfen. Auf den "Favourite Places" in Google Maps zeigen Kenner der Stadt und Teilnehmer früherer Spiele ihre Lieblingsorte in Vancouver.

Ach ja, das finnische Street View ist gleichzeitig online gegangen:


Näytä suurempi kartta

Happige Strafe für australischen Filesharer

Der Australier James Burt hat nichts zu lachen. In einen Prozess wegen des illegalen Uploads von Super-Mario-Spielen für die Nintendo-Konsole Wii auf diverse Tauschbörsen kassierte der 24-Jährige jetzt eine saftige Strafe: Umgerechnet gut 950.000 Euro soll er an Nintendo zahlen.

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10.02.2010 von OttoKa: Neues vom Bashing Jeck

"Nicht weniger als 13 Bulletins mit insgesamt 26 Updates, wurden veröffentlicht...", ...man könnte auch sagen "Die Karawane zieht weiter... Dä Sultan hät Doosch." mehr...

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Richard Meusers sitzt im Garten und sieht seinen Blumen beim Wachsen zu. Ansonsten hat er ein Auge auf Digitales und Mediales.






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