Von Richard Meusers
Als wäre Facebook für seinen laxen Umgang mit Nutzerdaten nicht schon genug abgewatscht worden, zuletzt von der Stiftung Warentest. Das ficht die Verantwortlichen des Social Network offensichtlich nicht an, im Gegenteil. Nun teilte Facebook in seiner Datenschutzrichtlinie mit, künftig "allgemeine Daten" über Nutzer an Dritte weiterzugeben. Dabei handele es sich um " überprüfte Web-Seiten und Anwendungen", die mit dem Netzwerk in Verbindung stünden. Man sei dazu "gezwungen", um Facebook-Mitgliedern "auch außerhalb von Facebook nützliche Erfahrungen im sozialen Bereich" zu ermöglichen. Dabei wird weder klar, auf welche Weise diese Überprüfung erfolgt, noch wird erläutert, um welche Web-Seiten es sich überhaupt handelt.
Facebook verweist dazu zwar auf seine Info-Seite ("About Platform"), auf der aber keine konkreten Informationen zu finden sind. Die Datenweitergabe soll automatisch schon beim Besuch solcher Seiten erfolgen. Die Zustimmung der Facebook-Mitglieder wird nicht eingeholt, es gibt lediglich eine Opt-Out-Möglichkeit. Erst wer der Weitergabe widerspricht, verhindert, dass Angaben von seinem eigenen Namen über die seiner Freunde, sein Geschlecht, Profilbilder bis hin zum Standort seines Computers oder gar sein Alter an ihm völlig Unbekannte weitergegeben werden.
Google-Street-View-Car in Oldenburg sabotiert
Nein, Google Street View hat in Deutschland nicht nur Freunde. Vor allem Datenschützer, aber auch Privatleute wenden sich gegen die unterschiedslose fotografische Erfassung von öffentlichem und privatem Grund. Letzte Woche demonstrierte ein nach wie vor unbekannter Zeitgenosse seinen Verdruss besonders unmissverständlich. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag beschädigte er in Oldenburg einen abgestellten Street-View-Kamerawagen, wie "Weser-Ems-Business" berichtet.
Dabei ging der Täter so effizient wie umsichtig vor. Zunächst durchtrennte er die Kabel zwischen der auf dem Dach installierten Kamera-Anlage und dem Fahrzeugraum, dann ließ er noch die Luft aus einem Reifen. Allerdings wollte er verhindern, dass der Fahrer des beschädigten Fahrzeugs in Gefahr geriet und klemmte noch einen warnenden Zettel unter den Scheibenwischer. Auf dem machte er auf den platten Reifen aufmerksam.
Eric Schmidt und Steve Jobs: Doch gute Freunde?
Was gibt es Entspannenderes, als sich für ein Viertelstündchen in einem Straßencafé mit einem guten Freund auf einen Kaffee zu treffen? Entspannung hatten vielleicht auch Apple-Chef Steve Jobs und Google-Chef Eric Schmidt vor wenigen Tagen im Sinn, als sie sich auf ein Schlückchen des aufmunternden Getränks zusammensetzten. Eine ungewohnte Szene, sind doch die Töne zwischen den Firmen der beiden Bosse in letzter Zeit von einer gewissen Schärfe.
Nun aber wurden Jobs und Schmidt gesichtet, wie sie sich demonstrativ in aller Öffentlichkeit trafen. Ein zufällig des Weges kommender Passant fotografierte das Treffen, das "Gizmodo"-Team stellte die Bilder online. Zudem holte es noch eine Expertin für Körpersprache dazu. Die besah sich die Haltung der zwei Kaffeetrinker und folgerte messerscharf, sie würden sich "gegenseitig nur zu 33 Prozent vertrauen". Beachte man zusätzlich den gekrümmten Rücken Schmidts, so werde klar, dass er Angst vor Jobs habe.
MSI belehrt seine Kunden, endlich das Handbuch zu lesen
"Read the fucking manual", lies das verdammte Handbuch, diese schroffe Aufforderung ist als Akronym "RTFM" unter Computernutzern weithin bekannt. Vor einer Beschwerde über vermeintlich nicht funktionierende Helferlein sollte dessen Besitzer sich demnach erst einmal kundig machen. Trotzdem schlagen sich Tausende Administratoren und IT-Supporter jeden Tag mit mehr oder minder dämlichen Kundenanfragen herum.
In der Regel aber beherrschen sie sich und versuchen geduldig, auch unwissenden Anwendern zu helfen. Den Mitarbeitern der Kundenbetreuung beim Hardware-Hersteller MSI ist dagegen offensichtlich der Geduldsfaden gerissen. Letzte Woche teilten sie den knapp 100.000 im hauseigenen Support-Forum registrierten Kunden in einer E-Mail mit, sie hätten "die Nase voll" davon, ständig das zu erklären, was auch im Handbuch stehe.
"Wie schwer ist es wohl, ein Handbuch zu lesen?", zitiert "The Register" aus der Mitteilung. Allem Anschein nach war die Aktion witzig gemeint, denn in der Nachricht an die Kunden heißt es weiter, man habe in allen MSI-Geräten einen RTFM-Chip installiert. Der könne erkennen, ob der Anwender sein Handbuch gelesen habe oder nicht. Im letzteren Fall gebe es halt keinen Support mehr. Nicht alle Kunden fanden diesen verfrühten Aprilscherz komisch und auch den MSI-Verantwortlichen verging bald das Lachen. In einem eigenen Foreneintrag entschuldigte sich der Administrator dafür, sollten "Leute den Scherz ernst genommen" haben.
Warteschleifen sollen kostenlos werden
Hotline-Warteschleifen nerven nicht nur, sie kosten auch bares Geld - und das oft nicht zu knapp. Damit soll nun Schluss sein. Wie die "Saarbrücker Zeitung" meldet, will die Bundesregierung gegen die Abzocke durch teure Warteschleifen vorgehen. Das Verbraucherschutzministerium teilte dazu mit: "Es soll künftig so sein, dass Warteschleifen nicht mehr auf Kosten der Anrufenden gehen."
Dazu sollten im Sommer Gespräche zwischen dem Verbraucherschutz- und dem Wirtschaftsministerium stattfinden. Kommen dabei konkrete Ergebnisse heraus, könnte es in absehbarer Zeit ein Ende mit kostentreibenden 0180er-Nummern haben. Schon jetzt soll die Bundesnetzagentur dabei sein, eine Technik zur Unterscheidung von kostenlosen und gebührenpflichtigen Gesprächsteilen zu entwickeln. Damit würde der Anrufer nur noch für die Zeit bezahlen, in der er tatsächlich mit einem Berater verbunden ist.
Auch das noch:
Auf anderen Social Networks posten:
Hier wird mal wieder aus einer Muecke ein Elephant gemacht (aber auch in amerikanischen Medien). Der Grund fuer die geaenderten Facebook AGBs liegt in den neuen Features, die demnaechst in der API freigeschalten werden. Dadurch [...] mehr...
Könne es sein, dass diejenigen, die danach lechzen, Popularität via Youtube oder irgend'nen Privatsendermüll zu erreichen, andere sind als die, die es nicht gut finden, wenn alle Welt dabei zusieht, wie sie sich gerade am [...] mehr...
Man kann auch das eine (contra Censilia) tun, ohne das andere (contra Google Street View) zu lassen. Es gibt viele Fronten, also auch viel zu tun. mehr...
Bevor wieder alles gesetzlich geregelt werden muss, sollte sich doch erstmal jeder an die eigene Nase packen. Wenn ich einem sozialen Netzwerk beitrete, schon wenn ich den PC anmache und mit dem Internet verbinde, sollte doch [...] mehr...
---Zitat--- Die Zustimmung der Facebook-Mitglieder wird nicht eingeholt, es gibt lediglich eine Opt-Out-Möglichkeit. Erst wer der Weitergabe widerspricht [...] ---Zitatende--- Aha, danke für den Hinweis, nur wo macht man dies? [...] mehr...
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