Von Matthias Kremp und Christian Stöcker
Tja, es tut uns leid, aber das Internet ist voll. Kann man nichts machen, da müssen Sie warten, bis ein neues fertig ist. Die Internetverwaltung ICANN hat unterdessen die sogenannten Rootserver abgeschaltet, auf denen alle Internetadressen verwaltet werden. Ohne die geht leider gar nichts mehr - oder doch?
Ganz klar, es ist ein Aprilscherz, mit dem tagesschau.de da auf sich aufmerksam macht. Aber kein übler. Vor allem die Hintergrundgeschichte, die sich die Autoren da ausgedacht haben, ist ganz reizend gelungen. Ein wenig vorwurfsvoll wird da von Experten berichtet, die schon seit Jahren davor warnen, die nach dem sogenannten IPv4-System verwalteten Adressen würden langsam zur Neige gehen, es sei an der Zeit, auf IPv6 umzusteigen, das viel mehr Adressen bereitstellen könnte, so dass auch jede Zahnbürste ihre eigene URL bekommen könnte.
Die wirklich allerallerletzte Adresse nach IPv4-Standard sei nun, früher als gedacht, vergeben worden. Vermutlich nach China natürlich, da wohnen ja so viele Leute und die wollen jetzt auch alle online sein. Jetzt seien "drastische Maßnahmen notwendig", um das Netz wieder zum Laufen zu bringen.
Die öffentlich-rechtliche Nachrichtenseite garniert ihren Scherz mit einigen wirklich brauchbaren Hintergrundinformationen zum Thema und vergisst auch nicht, zum Schluss einen unauffälligen Link zu einer Hotline einzustreuen, der in Wirklichkeit zu einer Seite führt, die wenig unterschwellig über die wahre Natur der aufregenden Meldung aufklärt.
So höflich sind allerdings nicht alle April-Scherzkekse. Nicht immer ist es so leicht, einen Scherz als Scherz zu identifizieren. Hätten Sie die folgenden Meldungen sofort richtig eingeordnet?
Auf anderen Social Networks posten:
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Ich werde diesen Impetus niemals nachvollziehen können. Für mich persönlich ist nichts so deutsch wie Bayern. München ist schon lange so etwas, wie die heimliche Hauptstadt Deutschlands und vielerorts im Ausland - insbesondere [...] mehr...
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Die Scherze #2 (Geräteabgaben auf Musikinstrumente) und #6 (Porto für Emails) sind die besten Kandidaten, realisiert zu werden. Nach den Erfahrungen der Vergangenheit traue ich Musikindustrie und Politikern alles zu. mehr...
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