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06.04.2010
 

Cyber-Spionage

Forscher entdecken chinesisches Schattennetzwerk

Taiwanesischer Nutzer zeigt ein Webseiten-Defacement chinesischer Hacker (Archivbild von 1999): Dass sich Hacker verschiedener Nationen gegenseitig angreifen, hat eine lange TraditionZur Großansicht
AP

Taiwanesischer Nutzer zeigt ein Webseiten-Defacement chinesischer Hacker (Archivbild von 1999): Dass sich Hacker verschiedener Nationen gegenseitig angreifen, hat eine lange Tradition

Zu den Zielen gehörten die indische Regierung und der Dalai Lama: Chinesische Hacker sollen systematisch fremde Netze ausgekundschaftet und geheime Dokumente gestohlen haben, berichten amerikanische Wissenschaftler. Auch die Uno soll ein Ziel der Angriffe gewesen sein.

Toronto/Peking - Die Cyber-Attacken sollen ihren Ursprung in Chengdu in Südwestchina haben. Das schreiben amerikanische und kanadische Mitglieder der Forschungsgruppe Information Warfare Monitor an der Universität von Toronto und internationale Sicherheitsexperten der Stiftung Shadowserver in dem am Dienstag veröffentlichten Bericht " Shadows in the Cloud" (Schatten in der Wolke).

Über ein großangelegtes Spionagenetz sollen demnach vor allem Indiens Regierung und Sicherheitsorgane sowie das Büro des Dalai Lama ausspioniert worden sein. Betroffen seien aber auch andere Länder und die Vereinten Nationen, berichten die Forscher.

In ihrer achtmonatigen Untersuchung seien die Fachleute auf ein "komplexes System von Cyber-Spionage" gestoßen, das als "Schattennetzwerk" bezeichnet wurde. Aus dem Büro des Dalai Lama, dem religiösen Oberhaupt der Tibeter, seien 1500 E-Mails aus der Zeit zwischen Januar und November 2009 ausgekundschaftet worden.

Die chinesische Regierung wies den Vorwurf einer möglichen Verwicklung umgehend zurück. Die Sprecherin des Außenministeriums, Jiang Yu, sagte vor der Presse in Peking, China lehne Cyber- Verbrechen entschieden ab und gehe gegen Hacker vor. Solche Attacken seien ein internationales Problem.

Indische Geheimdokumente ausgespäht

Außerdem entdeckten die Forscher bei ihrer Suche nach den Spionen Dokumente der indischen Regierung, die als "geheim" oder "vertraulich" eingestuft waren. Darin sei es um geheime Einschätzungen der Sicherheitslage in indischen Bundesstaaten und die Beziehungen Indiens zu anderen Ländern gegangen. Zudem seien auch Visaanträge gefunden worden, die von Ausländern an die indische diplomatische Vertretung in Afghanistan gerichtet waren.

Als Ausgangspunkt der Spionageaktionen sehen die Forscher chinesische Hacker. Zwei solcher Hacker, die in einer Hacker-Community im chinesischen Chengdu aktiv sind, will man eindeutig identifiziert haben.

Die Forscher bauten auf ihren Untersuchungen auf, die im März 2009 zur Enthüllung eines "Ghostnet" (Geisternetz) genannten Spionagerings geführt hatten. Von den damaligen Angriffen, die vor allem auf die exiltibetische Gemeinde abzielten, waren Computer von Behörden und Organisationen in 103 Ländern betroffen.

mak/dpa

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insgesamt 47 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
07.04.2010 von alfredoneuman: i

Markus Wolf sowie das übrige abgehalfterte Stasi-Personal wollten der Welt ebenfalls weismachen, dass die Stasi ein ganz normaler Geheimdienst war. Dass sie einzig und alleine der KP und ihrem Machterhalt diente, genauso wie [...] mehr...

07.04.2010 von Zero Thrust: re

..der sollte sich dringend fortbilden. ---Zitat--- Die einfache Art, Rechner weg vom Internet (ohne lokales Netz und ohne Firewall natürlich, weil jedwede Firewalls natürlich auch nur wieder Rechner mit Fehlern sind). Und [...] mehr...

07.04.2010 von garfield53: So isses..!

Wer "glaubt" will nichts wissen und wer dann auch noch die "Presse" und lustige Geschichtchen von selbsternannten Kaffeesatzlesern als "Wahrheitsfinder" auffährt, naja. Alles, was Sie so absolut [...] mehr...

07.04.2010 von garfield53: So isses..!

Wer "glaubt" will nichts wissen und wer dann auch noch die "Presse" und lustige Geschichtchen von selbsternannten Kaffeesatzlesern als "Wahrheitsfinder" auffährt, naja. Alles, was Sie so absolut [...] mehr...

07.04.2010 von Haywood Ublomey: Das ist ja ganz furchtbar!

Nun bedient China sich schon der gleichen Mittel wie der Westen ... Sogar die UNO wird ausgespürt. Das darf doch nur die NSA! Die Bundesregierung sollte das schärfstens kritisieren. Wo kommen wir denn da hin, wenn jeder sowas [...] mehr...

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