Von Richard Meusers
Adobe-Evangelist Lee Brimelow kommentierte erbost die neue Vorschrift, iPhone-Apps nur noch in den von Apple abgesegneten Programmierwerkzeugen zu erstellen. Das Verbot von Adobes Flash-Compiler sei ein "Schlag ins Gesicht". Allerdings wolle man sich nicht auf Retourkutschen-Niveau hinabbegeben und umgekehrt keine Adobe-Produkte mehr für Mac OS X anbieten. Damit würde man nur eine große Zahl treuer Kunden bestrafen.
Dennoch gerät Brimelow richtig in Fahrt, wenn er schreibt: "Für diesen beängstigenden Schritt (Apples) gibt es keine andere vernünftige Erklärung als den Willen zur tyrannischen Kontrolle über Entwickler, und schlimmer noch, Entwickler als Bauernopfer im Kreuzzug gegen Adobe zu missbrauchen." Er schließt den Artikel in seinem privaten Blog mit der drastischen Aufforderung "Geh zum Teufel, Apple!"
Interessantes Detail: Dieser Satz steht unverändert am Ende des Artikels, während einige sonstige Formulierungen offensichtlich geändert und mit dem Hinweis "Satz über Apples Absichten auf Anfrage von Adobe geändert" versehen wurden.
Unterdessen hat sich der Software-Entwickler Greg Slepak via E-Mail direkt an Steve Jobs gewandt und nach eigener Aussage erstaunlicherweise sogar Antwort erhalten. Mit dem Hinweis auf die durchgängig negativen Reaktionen auf Apples restriktive Lizenzvereinbarungen bemängelt Slepak die dahinterstehende Monopolstrategie. Die Antwort Jobs' erfolgt zwar nüchtern und in dürren Worten, ist aber kaum geeignet, die Wogen zu glätten: "Das hatten wir schon alles, Zwischenschichten zwischen Plattform und Entwickler haben letztlich minderwertige Apps zur Folge und behindern die Weiterentwicklung der Plattform."
Neue Creative Suite von Adobe
Es gibt auch positivere Nachrichten aus dem Hause Adobe: Von all dem Pulverdampf der aktuellen Auseinandersetzungen leicht überdeckt, hat Adobe auch seine neue Creative Suite 5 vorgestellt. Das Gestalterpaket beinhaltet vor allem Neuerungen bei Photoshop, Illustrator und InDesign.
Ganz neu dabei ist Flash Catalyst, das Programm soll auch Ungeübten die Erstellung von Flash-Inhalten ermöglichen, denn zur Produktion von entsprechenden Inhalten muss nun kein Programmcode mehr geschrieben werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Interaktivität verschiedener digitaler Inhalte. Insgesamt kommt Adobes Multimedia-Programmplattform mit mehr als 250 Neuerungen daher. Die Komplettversion soll ab dem 7. Mai für 2599 Dollar angeboten werden, abgespecktere Varianten mit geringerem Funktionsumfang sollen allerdings deutlich günstiger zu haben sein.
IPhone OS 4 Beta - kaum da, schon geknackt
Gerade erst wurde das neue iPhone-Betriebssystem vorgestellt, und sofort hat sich das iPhone-Dev-Team über die 4.0-Beta hergemacht, und das anscheinend mit Erfolg. Wie eines der Teammitglieder berichtete, ist es bereits gelungen, Fremdprogramme wie zum Beispiel Cydia auf einem iPhone mit OS 4.0 zum Laufen zu bringen. Damit ist das Dev-Team nur noch einen Schritt vom vollständigen Jailbreak (so nennt man das, wenn ein Programm komplett "entfesselt", also jeder Schutz geknackt wird) entfernt, denn Cydia erlaubt bereits den Zugang zu einer stattlichen Zahl von Programmen. Bis zur endgültigen Veröffentlichung des neuen iPhone OS voraussichtlich im Sommer wird es wohl noch im Pingpong-Spiel zwischen Nachbesserungen seitens Apples und neuen Versuchen, diese wieder aufzubohren, weitergehen.
Gibt's bald ein neues MacBook Pro?
Neues Apple-Gerücht: Ein frisches MacBook Pro. Die Sehnsucht der Fans erhielt jetzt durch Verkaufshinweise für 15,4- und 17-Zoll-MacBooks Pro neue Nahrung, die bei den US-Handelsketten Microcenter und Best Buy erschienen sind. Inwieweit sich das wirklich auf Neuentwicklungen bezieht, ist noch nicht ganz klar, allerdings sollen die künftigen Preise mit 2299 und 1799 Dollar unter den aktuellen liegen. Dafür könnten die Geräte Intels neue Prozessorlinie i3, i5 und i7 enthalten.
Bezahlinhalte für Online-Medien werden langsam zum US-Trend
Das gab's doch schon einmal: Mitte der neunziger Jahre verbargen bis zu 45 US-Zeitungen ihre Online-Inhalte hinter Bezahlschranken. Mittlerweile erleben die virtuellen Kassenhäuschen eine Renaissance, wenn auch mit gemächlichem Tempo.
Pünktlich zur jährlichen Konferenz der US-Zeitungsverleger gibt PaidContent eine Übersicht über die aktuelle - und wachsende - "Bezahlschranken-Brigade". Immerhin mehr als 20 Titel kommen da zusammen, die ihren Lesern monatlich bis zu 35 Dollar berechnen. Die Übersicht reicht dabei von Großstadtzeitungen bis zu Provinzblättern mit einer Auflage von kaum 10.000. Und die Liste werde laufend länger, schon hätten weitere sechs Titel angekündigt, in den kommenden Monaten auf die eine oder andere Art von Bezahlinhalten umzusatteln.
Auch das noch:
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Lee Brimelow schreibt in seinem blog post: “We are not looking to kill anything or anyone.” Fakt ist, daß sich Adobe mit der Übernahme von Macromedia auch die weltbeste Vector editing Software FreeHand einverleibt hat, und diese [...] mehr...
ausprobieren, chrome_koran… nicht daß ich nicht auch seit 1992 den Klonstempel benutze, aber Content-Aware-Fill ist eine andere Liga, ganz ehrlich. Aber es stimmt natürlich, gute Bilder macht das Auge, nicht die Software ; )) mehr...
Für ein "Geschenk" kostet aber die Software, selbst als Update, immer noch ganz schön viel Geld. [QUOTE=Nothing is irreversible;5334831kaum ein Release der letzten Jahre war so voll von innovativen [...] mehr...
die neue Creative Suite ist das passende Geburtstagsgeschenk für 20 Jahre Photoshop… kaum ein Release der letzten Jahre war so voll von innovativen Neuerungen, (okay, außer in FireWorks). Alleine die Arbeit den Software-Leviathan [...] mehr...
1. Das ist keine Apple-News, es ist eine Adobe-News. 2. Ist diese News sehr interessant für Leute, die beruflich mit Adobe-Produkten arbeiten - für mich als Flashentwickler ist es beispielsweise von ureigenstem Interesse zu [...] mehr...
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