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15.06.2010
 

Studie über Surf-Verhalten von Kindern

Eltern sind oft ahnungslos

Schüler an einem PC: Was treiben sie lieben Kleinen eigentlich im Internet?Zur Großansicht
ddp

Schüler an einem PC: Was treiben sie lieben Kleinen eigentlich im Internet?

Was treiben Kinder eigentlich, wenn sie vor dem Computer hocken? Viele Eltern glauben, darüber bestens informiert zu sein. Einer aktuellen Studie zufolge ist das eine krasse Fehleinschätzung. Vor allem, wenn ihren Zöglingen Ungewöhnliches im Web passiert, werden sie oft nicht informiert.

Hamburg - Kinder sind einer internationalen Studie (PDF) zufolge heute mit viel Selbstbewusstsein im Internet unterwegs. In Sachen Sicherheit hält sich die Hälfte der jungen Nutzer in Deutschland bei ihren Online-Touren sogar für vorsichtiger als ihre Eltern. Das ergab eine Studie mit fast 10.000 Befragten aus 14 Ländern, die das auf Sicherheitssoftware spezialisierte Unternehmen Symantec am Dienstag veröffentlichte.

So gaben etwa drei von vier Kindern an, dass sie allgemeine Sicherheitsregeln befolgen und zum Beispiel regelmäßig ihre Passworte ändern und Anti-Viren-Software benutzen. 20 Prozent der befragten Kinder halten ihre Eltern allerdings für vollkommen unbedarft, glauben, dass ihre Mütter und Väter nicht wissen, was sie im Netz treiben.

Die Eltern allerdings, halten sich für wesentlich besser informiert. Nur fünf Prozent von ihnen mochten die Einschätzung ihrer Kinder bestätigen. Stattdessen betrachteten sich vier von zehn Eltern als bestens über das Surf-Verhalten der Kinder informiert. In Nordamerika glauben sogar fast zwei Drittel der Eltern, die Online-Gewohnheiten ihrer Kinder unter Kontrolle zu haben. Eine deutliche Fehleinschätzung, so Symantec, die möglicherweise darauf beruht, dass die Eltern einfach nicht wissen, wie sie das Surfverhalten ihrer Kinder kontrollieren können. Wichtiges Detail zur Einordnung der Studie: Auftraggeber Symantec verkauft selbst Programme mit "Kindersicherung".

Eltern müssen das Internet verstehen

Bei genauen Nachfragen zeigte sich den Fachleuten eine weitere Facette der Eltern-Kind-Interaktion: Mehr als die Hälfte der Kinder hatte schon mindestens einmal negative Erfahrungen im Internet gemacht, wovon aber nur 34 Prozent der Eltern wussten. 32 Prozent der befragten Kinder wurden in einem sozialen Netzwerk bereits einmal von einer fremden Person aufgefordert, sie als Freund hinzuzufügen. 23 Prozent der Kinder geben an, sich schon einmal mit Fremden unterhalten zu haben. Doch das war nur 13 Prozent der Eltern bekannt.

Die Eltern seien eindeutig gefordert, die Rolle des Internets im Leben ihrer Kinder besser zu verstehen, folgern die Experten. Kinder fühlten sich verantwortlich für viele Dinge, an denen sie gar nicht schuld sind, sagte Marian Merritt, Sicherheitsexpertin bei Symantec.

Die Lieblingsbeschäftigung

Die Kinder nutzen das Netz der Studie zufolge h äufig sogar produktiv: So machen 71 Prozent ihre Hausarbeiten online. 67 Prozent unterhalten sich via Web mit Freunden und Bekannten. Nur 43 Prozent laden Musik oder Videos herunter. Die Online-Lieblingsbeschäftigung der lieben Kleinen ist aber dieselbe, die Kinder schon immer antreibt: Sie wollen spielen. Mehr als vier Fünftel der Befragten, exakt 83 Prozent, gaben an, im Internet Spiele zu spielen.

Die Software-Firma hatte den Familienreport im Februar bei dem Marktforschungsinstitut StrategyOne in Auftrag gegeben. Befragt wurden - unter anderem in Europa, den USA und China - 7066 Erwachsene sowie 2805 Kinder im Alter zwischen 8 und 17 Jahren, die mehr als eine Stunde pro Monat online waren. Wie viele Deutsche unter den Befragten waren, geht aus der Studie nicht hervor.

mak/dpa

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insgesamt 17 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
17.06.2010 von dale_gribble: .

Selbstverständlich! Ich mag eben das andere Extrem nicht; so von wegen "Pornos und Gewalt bei Jugendlichen gibt es erst seit dem Internet". Ich komme aus einer Gegend mit vielen US-Kasernen. Da haben wir z.B. [...] mehr...

17.06.2010 von Fritz Motzki: Wundert einen das?

Studie über Surfverhalten von Kindern: Eltern sind oft ahnungslos Es sind die selben Eltern, die Stopschilder im Internet bejubeln. mehr...

17.06.2010 von Rainer Helmbrecht: Für einen titelfreies SpOn-Forum.

Hallo dale, wann war das denn? Wir kamen 1970 aus Berlin in eine 60.000 Einwohnerstadt und waren sehr erstaunt, dass der Busen auf der "Neuen Revue" schwarz abgeklebt war. Pornos, die den Namen "verdient" [...] mehr...

16.06.2010 von readme74: Stranger Danger...

---Zitat--- 32 Prozent der befragten Kinder wurden in einem sozialen Netzwerk bereits einmal von einer fremden Person aufgefordert, sie als Freund hinzuzufügen. 23 Prozent der Kinder geben an, sich schon einmal mit Fremden [...] mehr...

16.06.2010 von dale_gribble: .

Ich hatte gar keinen Fernseher. Und als ich 20 war gabs noch (fast) gar kein Internet. Trotzdem gabs an jeder Ecke Gewaltfilme und Pornos. Halt auf Papier, VHS oder Super 8 und nicht als Datei. mehr...

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