Von Richard Meusers
Zehn Tage nachdem die Firma Grooveshark einen Musik-Player mit kostenlosen Inhalten in Apples App-Store veröffentlicht hat, hat der kalifornische Computer-Hersteller das Programm entfernt. Zur Begründung habe Apple mitgeteilt, dass sich die britische Tochter des Musiklabels Universal über die Software beschwert habe, meldete Grooveshark am Dienstag im Firmen-Blog.
Grooveshark betreibt einen Internet-Radiodienst und verfügt nach eigenen Angaben über einen millionenstarken Musikkatalog. Die Audiodaten werden kostenlos per Streaming-Technik auf die Apple-Geräte verschickt.
Grooveshark hat seit Ende 2009 ein Lizenzabkommen mit dem Label EMI und seit August 2010 dem Verband der Independent-Labels Merlin. Mit den anderen großen Labels laufen Verhandlungen, wie SPIEGEL ONLINE aus Branchenkreisen erfuhr. Lange Zeit vermarktete Grooveshark Musik ohne die Labels zu bezahlen. Der Dienst nimmt Werbegelder ein und verkauft Kunden einen Zugang zur Premium-Version des Dienstes für 30 Dollar Jahresgebühr.
Grooveshark hatte für die iPhone Anwendung am 8. August die Genehmigung erhalten. Die Erklärung Apples für die nachträglich Entfernung ist plausibel. Solange Grooveshark und Universal kein Lizenzabkommen geschlossen haben, vertreibt der Dienst die Musik des Labels ohne rechtliche Grundlage.
lis/apn
Neues von Sony auf der Gamescon
Unternehmen nutzten Europas größte Messe für interaktive Unterhaltungselektronik gern, um Neuheiten zu verkünden. So auch Sony, das ab Herbst die Festplatten seiner Standard-PS3-Konsole von 120 auf 160 GByte vergrößern wird, bei unverändertem Preis. Die bisherige 250-GByte-Version wird nun mit 320 GByte ausgestattet, dazu gibt's auch einen Move Controller, eine PS-Eye-Kamera und das passende Spiel Sports Champions. Ab Oktober können sich Nutzer des Playstation Networks Gratis- und Bezahlfilme auf den Rechner streamen. Im Programm würden sich vornehmlich Arthouse, Independent und ältere Filme finden, wie "Golem" meldet.
Auch neue Spiele sind im Programm, in "Resistance 3" müssen wieder böse Aliens beim Angriff auf die Erde bekämpft werden. Neben dem 2011 erscheinenden Sci-Fi-Titel soll dann auch "Ratchet & Clank: All 4 One" herauskommen, vier Spieler können gleichzeitig mitmachen. Die können sich dann aussuchen, ob sie als Ratchet oder Clank auftreten oder ob sie in die Rolle des Captain Qwark oder die von Bösewicht Dr. Nefarious schlüpfen wollen. Was vor allem Fans von "Gran Turismo 5" freuen dürfte, ist die Ankündigung, das Rennspiel ab dem 3. November 2010 auch in Deutschland herauszubringen.
Polizei soll angeblich Skype-Telefonate abhören können
Die Freunde des Skypens hingegen werden sich gar nicht freuen: wie Udo Vetter, seines Zeichens Strafverteidiger, in seinem "Law Blog" berichtet, gibt es starke Hinweise darauf, dass die staatlichen Behörden in der Lage sind, Skype-Telefonate abzuhören. Im Verlauf eines Prozesses habe ein Zollfahnder während seiner Zeugenaussage erklärt, seine Behörde könne nicht nur normale Telefonate abhören, sondern auch solche von Skype zu Skype. Zu technischen Einzelheiten habe er sich äußern wollen, die Richterin allerdings habe erklärt, ihr seien bereits Skype-Abhörprotokolle vorgelegt worden. "Wie es scheint, haben die "Beschwerden" der Polizeibehörden über die Verschlüsselung des Telefondienstes, von denen man unter anderem auf Wikipedia lesen kann, Erfolg gehabt. Die über Jahre hervorgehobene Abhörsicherheit von Skype dürfte Geschichte sein," so Vetters Fazit.
Flugdrohne mit iPhone-Steuerung
Dass sich auch Otto Normalverbaucher mithilfe von Webcams, Google Earth und sonstige bezahlbarer Technikausstattung zum kleinen Bruder des großen Bruders machen kann, ist ja ein alter Hut. Doch jetzt wird ein weiterer Traum aller Blockwarte wahr: für 299 Euro gibt es bei einem großen Elektronikmarkt eine voll flugtaugliche Kameradrohne zu kaufen, wie "Heise" weiß. Die schon Anfang des Jahres vorgestellteAR.Drone von Parrot ist nun in Deutschland erhältlich. Der Quadcopter besitzt neben vier Propellern zwei Kameras. Das Gerät kann mit einem iPhone, iPad oder iPod touch gesteuert werden, wichtig sind hier vor allem die eingebauten Gyrosensoren. Jede Lageveränderung von iPhone & Co. lässt die AR.Drone ihren Kurs ändern. Damit Anfänger nicht gleich einen Absturz produzieren, ist der Quadcopter mit einem Autopiloten ausgestattet. Der startet und landet den Zwergflieger und bringt ihn auch in eine stabile Fluglage. Die Drohne kann genauso durch die eigene Wohnung geflogen werden wie auch über Nachbars Garten, um ihm dort in die Fenster zu blicken. Vielleicht ziehen Gardinen- und Jalousienverkäufe demnächst an.
Das auch noch:
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Juhuu, die nachbarliche Hochrüstung kann weitergehen. Ich plädiere für Mini-Abfangjäger, die die Drohen vom Himmel holen, wenn sie in meinen Luftraum eindringen. LOL mehr...
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