Von Felix Knoke
Wer seine Playstation-3-Konsole per USB-Stick und Hack-Software von ihren Software-Fesseln befreit, wird möglicherweise auf die Online-Funktionen der Sony-Spielkonsole verzichten müssen. Nötig ist so ein Hack beispielsweise, um kopierte Spiele abspielen zu können. Vor den möglichen Folgen einer solchen Modifikationen warnt das PS3-Hackerforum PS3Hax.net: Sony könnte durch Netzwerk-Schnüffeleien herausfinden, wer seine Konsole mit einem derartigen Jailbreak von den Softwarefesseln des japanischen Konzern befreit hat - und die betreffenden Spieler aus dem Online-Spielenetzwerk Playstation Network (PSN) werfen.
Im PS3Hax-Forum ist nun eine Diskussion darüber ausgebrochen, ob Sony tatsächlich diese für ein solches Verfahren nötigen Identifikationsnummern auslesen kann oder eben doch nicht. Vor allem aber geht es darum, herauszufinden, wie man sich dagegen wehren könnte - und wie man den USB-Hack wieder los wird.
Der Hintergrund: Konsolenhersteller versperren den Zugang zum Software-Herz ihrer Spielkonsolen - damit nicht an deren Betriebssoftware herumgespielt werden kann. Außerdem funktionieren Kopierschutzsysteme dadurch besser, in Online-Spielen kann nicht gemogelt werden und die Internetfunktionen sind besser gegen böswillige Manipulationen geschützt.
Jetzt ist ein USB-Stick im Internet-Graumarkt aufgetaucht, der diese Software-Sperre für Sonys PS3 umgehen kann. Die PS3-Hacker-Community ist hellauf begeistert. Und ein wenig entgeistert: Kann man dem Ding trauen? Hält es, was es verspricht? Und wo kann man es gefahrlos kaufen, lauten Überschriften und Forumsfragen etwa auf PS3hax.net. Am besten lässt man nämlich die Finger von dem Knack-Stick. Allein schon die Online-Suche danach führt direkt zu Viren- und Betrugsseiten ...
iPhone-4-Probleme: Nach der Panntenne nun die Pannera
Kaum sind die Antennenprobleme des iPhone 4 vergessen, da gibt's schon wieder Apple-Ärger: Immer mehr iPhone-4-Besitzer berichten in Foren, dass Bilder, die sie bei Innenaufnahmen unter Leuchtstoffröhrenlicht mit dem iPhone 4 schossen, verfärbt seien, ganze Bildbereiche seien blau, gelb, grün getüncht. Typisches Fehlerbild: Ein blaugrünlicher Kreis in der Bildmitte, rötlich-blaue Färbung außen herum. Die Frontkamera mache unter gleichen Bedingungen bessere, wenn auch nicht makellose Bilder.
Indien: Wahlcomputer-Hacker festgenommen
Die indischen Behörden haben einen Sicherheitsforscher festgenommen, der mit einem - wahrscheinlich geklauten - Wahlcomputer beweisen konnte, dass auch die indischen Wahlcomputer gegen Datenmanipulation nicht gefeit sind. Hari Prasad habe die Wahlcomputer nach eigenen Angaben von einer anonymen Quelle erhalten. Die Polizei will nun Details zum mutmaßlichen Wahlcomputer-Dieb erfahren.
Der Festnahme folgte Kritik in Presse, Blogs und Wissenschaft; die Wahlkommission Indiens, auf deren Anzeige hin Prasad festgenommen wurde, bittet in einer Pressemeldung um Verständnis. Die Kommission respektiere Technologen, sei immer offen für Verbesserungsvorschläge, könne aber nicht über eine illegale Tat hinwegsehen, "vor allem, wenn es um den Diebstahl von öffentlichem Eigentum geht". Als Prasad im vergangenen Jahr bereits öffentlich Kritik an den Computern äußerte, habe ihm die Kommission "geduldig" zugehört; er habe die Maschinen sogar genauer untersuchen dürfen. Mit seiner Tat habe er, so suggeriert es die Meldung, einen "freundlichen" Dialog unterbrochen.
Die indischen Behörden sind beileibe nicht die einzigen, die verschnupft auf Kritik an den elektronischen Wahlmaschinen reagieren. Im März 2009 erst stoppte das deutsche Verfassungsgericht den Einsatz von Wahlcomputern - die bisherige Technik habe Mängel, sei zu schwer zu kontrollieren.
Denn Wahlmaschinen sind nicht sicher vor Datenmanipulation, das beweisen immer wieder Hacker rund um die Welt. Ein besonders spektakulärer Fall war der "Sequoia AVC Advantage"-Hack, den Sicherheitsforscher vor knapp zwei Wochen veröffentlichten. Ohne die Sicherheitssiegel zu verletzen, gelang es ihnen, das Computerspiel Pac Man auf dem als besonders sicher geltenden Wahlcomputer zu installieren.
Porno-Modus: Mozilla veröffentlicht Nutzungszeiten
Die Entwickler des Firefox-Browsers haben interessante Zahlen zur Nutzung des in Sachen Privatsphäre angeblich besonders sicheren " Privaten Modus" veröffentlicht. Die schon lange zum "Porno-Modus" erklärte Browser-Einstellung aktivieren Firefox-Nutzer durchschnittlich zum ersten Mal um die Mittagszeit, nach der Arbeit um 17 Uhr, dann um 22 Uhr und noch ein letztes Mal kurz nach Mitternacht. Mashable.com vermuten hinter der Mittagspausen-Privatsphäre vor allem Angst vor den eigenen Vorgesetzten, überlassen die Interpretation der anderen Ausschläge dem Leser.
Surfer sprich, ich gehorche dir!
Einen Tag lang, behauptete Reddit-Helferlein Mariod505, werde er dem "Hive Mind", der kollektiven Intelligenz des sozialen Nachrichtendienstes, gehorchen. Die anderen Reddit-Zuträger sollten seinem Aufruf folgen und entweder eigene Anweisungen, was Mariod505 zu tun habe, eintragen oder Ideen, die sie besonders gut finden, unterstützen, solche die sie besonders schlecht finden, abwählen. Das Experiment lässt sich in Gänze online nachverfolgen - wie es um die kollektive Intelligenz bestellt ist, auch. Der höchstbewertete Eintrag ist ein Vorwurf: "Gut gemacht, Hive Mind, unter allen Einsendungen gab es keine, die [Mariod505] anzog oder ihm ein Frühstück verordnete? Habt ihr nie ein Adventure-Spiel gespielt?"
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naja, das macht MS mit der Xbox doch genauso. Kann ich auch nachvollziehen, da bei den Konsolen auf individuelle Authentifizierung der Spiele verzichtet wurde (durch cd keys) kann man mit einer Raubkopie tatsächlich online [...] mehr...
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