Von Richard Meusers
Groß wie ein Scheunentor ist eine Sicherheitslücke in Microsofts Windows-Betriebssystemen - seit einigen Tagen ist die Schwachstelle bekannt, mit der sich Hacker über DLL-Dateien Zugriff auf das System verschaffen können. Windows-Programme brauchen diese Bibliotheksdateien im Betrieb. Das Problem dabei: Die Sicherheitslücke kann schwerlich mit einem einzigen Sicherheitsflicken geschlossen werden, es muss ein Patch für jedes einzelne Programm erstellt werden, das DLLs benutzt. Die Softwarehersteller sind dabei, entsprechende Lösungen gegen das DLL-Hijacking zu entwickeln.
Auch Microsoft hat versucht, mit einem Workaround der Sache Herr zu werden. Dazu müssen Windows-Nutzer einen Registrierungseintrag "CWDIllegalInDllSearch" hinzufügen. "Golem" berichtet nun, dass nach der entsprechenden Änderung in der Registry einige Anwendungen nicht mehr funktionierten. Dies geschehe, wenn der Registry-Eintrag global gesetzt werde. Offensichtlich gibt es auch Schwierigkeiten mit der Spieleplattform Steam, außerdem soll das Java-Plugin bocken.
Die Liste von betroffenen Programmen ist mittlerweile so lang, dass zum Beispiel die Exploit-Datenbank keine entsprechenden Einträge mehr aufnimmt. Wie von manchen befürchtet, wird es wohl eine Fleißarbeit werden, alle Windows-Programme abzudichten. "Golem": "Für Systemadministratoren bleibt nur übrig, alle Anwendungen auf Schwachstellen hin zu überprüfen und für jede einzelne Anwendung CWDIllegalInDllSearch entsprechend zu setzen."
Murdoch verdient Geld mit australischer iPad-Zeitung
Trotz aller gegenteiliger Unkenrufe scheint sich die Strategie des australischen Medien-Tycoons Rupert Murdoch zu rechnen, die Online-Inhalte seiner Zeitungen hinter einer Bezahlschranke zu verbergen. Schon bei der Londoner "Times" waren die Leserverluste zumindest im ersten Monat nach der Umstellung wesentlich geringer als zuvor befürchtet.
Der Kassenhäuschen-Kurs scheint auch der Werbewirtschaft zu gefallen, das lassen jedenfalls die Zahlen vermuten, die der Chef des Murdoch-Blattes "The Australian" jetzt bekanntgab. Die Zeitung hatte Ende Mai eine digitale Version fürs iPad herausgebracht. Die App kostet den Leser immerhin umgerechnet 3,50 Euro. Trotzdem konnten schon im Juni 4.500 Käufer verzeichnet werden, die Anzeigenumsätze betrugen innerhalb der ersten sechs Wochen 700.000 Euro.
Das sicherste Land für Web-Surfer ist... ?
Zur Abwechslung mal wieder eine Untersuchung, aber dafür mit originellem Ergebnis. Die IT-Sicherheitsfirma AVG hat sich die Risiken einer Malware-Verseuchung näher angeschaut, die beim Surfen drohen. Dazu wurden die Daten von 127 Millionen Computern in 144 Staaten ausgewertet. Das Ergebnis ist eindeutig: Wo die Netz-Infrastruktur dünn ausgebaut ist und nur wenige Surfer online gehen, lohnt sich der Aufwand für Netzkriminelle nicht.
Nur logisch, dass Sierra Leone die Sicherheitsstatistik anführt. Im Durchschnitt hat sich nur einer von 700 Netzbewohnern des westafrikanischen Staates eine Malware-Infektion eingefangen. Auf Platz zwei folgt Nigeria. Ganz anders sehen die Zahlen in Osteuropa aus, hier erweisen sich vor allem die Türkei, Russland, Armenien und Aserbaidschan als gefährlich. Übrigens kein Grund zur Schadenfreude in den USA. Die Amerikaner belegen mit einer Infektion auf 48 Surfer den neuntletzten Platz, resümiert "Gulli".
Gerüchte um erneuten Skype-Verkauf
Der US-Netzwerkausrüster Cisco soll nach bislang nicht bestätigten Gerüchten auf Einkaufstour sein und dabei begehrliche Blicke auf Skype geworfen haben. "Techcrunch" hat da wohl wieder das Gras wachsen gehört und auch gleich eine Zahl parat. Nicht weniger als fünf Milliarden Dollar sollen als Angebot für die Firmenübernahme auf dem Tisch liegen. Das ganze klingt auch deshalb plausibel, weil Cisco selbst seit geraumer Zeit in Sachen Voice over IP aktiv ist - bisher aber vor allem auf dem Business-Markt.
Kaum verwunderlich, dass von den Skype-Verantwortlichen kein Wort zu hören ist, denn schließlich sind die VoIP-Experten gerade dabei, ihren Börsengang vorzubereiten. Verkaufsnachrichten sind da nicht unbedingt willkommen.
Was aber den Preis des 2005 für 3,1 Milliarden Dollar von eBay gekauften Unternehmens vielleicht noch höher treiben könnte, ist das Interesse eines anderen potentiellen Käufers. Auch Google ist derzeit mit vollen Taschen unterwegs. Dem Vernehmen nach wurde ein konkretes Angebot an Skype bislang von Befürchtungen gebremst, sich ein Kartellverfahren einzuhandeln. Das könnte jedoch auch ein Problem im Falle einer Skype-Übernahme durch Cisco werden, schließlich konkurrieren beide Unternehmen derzeit auf dem Gebiet der Internet-Telefonie.
Drei Millionen Zeigefreudige auf Foursquare
Alle reden vom Datenschutz, drei Millionen Nutzer des Hier-bin-ich-Dienstes Foursquare nicht. So viele angemeldete Profile hat das Location-Netzwerk inzwischen und legt damit eine beachtliche Entwicklung an den Tag. Noch im März gab es lediglich 725.000 registrierte User. Die derzeitige Wachstumsrate liegt bei 15.000 Anmeldung pro Tag, das sind eine halbe Million jeden Monat.
Das auch noch:
Auf anderen Social Networks posten:
Oder einen vernünftigen Mechanismus für Shared Objects, wie ihn andere Betriebssysteme bieten. mehr...
Bei der Überschrift war ich erst mal am grübeln, was denn ein "Flickenteppich" bei Windows sein soll. Mal wieder beim Erfinden putziger Bezeichnungen... ?!! mehr...
Das Problem liegt nicht bei MS sondern bei den Programmieren die nicht dafür sorgen, dass immer die richtige DLL verwendet wird. Das Problem ist ja schnell behoben. Wenn ich nicht die MS Seite gelesen hätte, hätte ich das [...] mehr...
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