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03.09.2010
 

Netzwelt-Ticker

Telekom verliert angeblich iPhone-Exklusivrechte

Von Carolin Neumann

iPhone: Bald nicht mehr nur bei der Telekom?Zur Großansicht
DPA

iPhone: Bald nicht mehr nur bei der Telekom?

Fällt das iPhone-Monopol der Telekom? Laut "WSJ" dürfen schon bald auch O2 und Vodafone das Smartphone offiziell vermarkten. Außerdem im Nachrichtenüberblick: Facebook kopiert Twitter, Wave lebt weiter, und Google-CEO Eric Schmidt wird zum Kinderschreck.

Kommt jetzt das iPhone für alle? Wer bislang Apples Smartphone in Deutschland günstig erwerben wollte, der kam kaum darum herum, einen Vertrag mit der Telekom abzuschließen, wo es das iPhone dann bereits für einen läppischen Euro gibt (mit saftigen Vertragsgebühren, versteht sich). Dieser Exklusiv-Deal der Deutschen Telekom könnte jetzt enden. Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" ("WSJ") wird Apple den Vertrag nicht verlängern, sondern sich anderen Unternehmen öffnen.

Die Zeitung beruft sich auf mehrere Informanten. Schon ab November, pünktlich zum anstehenden Weihnachtsgeschäft, könnten demnach auch O2 und Vodafone das iPhone in Deutschland zu anderen Konditionen anbieten. Sprecher der drei Telekommunikationsunternehmen und von Apple wollten den Vorgang im "WSJ" nicht kommentieren.

Sollte es tatsächlich dazu kommen, hätte die Exklusivvermarktung des iPhones in Deutschland sogar noch vor den USA ein Ende. Dort hält der Telekommunikationsriese AT&T die entsprechenden Rechte, auch wenn es immer wieder heißt, damit sei bald Schluss. Branchenbeobachter hofften bisher auf eine Signalwirkung für den deutschen Markt, sollte sich Apple in Nordamerika von dem Grundsatz verabschieden, nur einen Anbieter pro Land das iPhone verkaufen zu lassen. Künftig wären allerdings die USA allein auf weiter Flur. Denn laut "WSJ" ist Deutschland bereits einer der letzten europäischen Staaten, in denen diese Regelung überhaupt noch gilt. In Frankreich und Großbritannien ist das Monopol längst gefallen.

Facebook wird noch twittriger, schließt wichtige Lücke

Einem Bericht von AllFacebook zufolge testet das weltgrößte soziale Netzwerk derzeit eine neue Funktion. Mit einem Klick auf "Subscribe to" kann man sämtliche Updates einer Person abonnieren und sich zum Beispiel auch aufs Handy schicken lassen. Der Unterschied zu Facebooks jetzigem Livestream dürfte in der Genauigkeit liegen. Aktuell wirkt es häufig, als hänge es vom Zufall ab, welche Updates gezeigt werden.

Auch in Sachen Sicherheit kommt was Neues: das Ausloggen von überall. In Kürze wird es möglich, über seine Kontoeinstellungen einzusehen, an welchen Computern man mit seinem Account angemeldet ist. Mit einem Klick kann man sich dann dort ausloggen und behält zugleich einen Überblick, ob womöglich jemand Fremdes im eigenen Account herumsurft. Hackern war zuvor das Kapern von Facebook-Konten bereits durch eine andere Funktion erschwert worden: In den Kontoeinstellungen kann der Nutzer festlegen, dass bei jeder Anmeldung an einem neuen Gerät eine Benachrichtigung geschickt wird. So lassen sich ungewollte Mitleser enttarnen.

Wave lebt weiter

Totgesagte leben länger: Nach dem Ende von Wave will Google die Technik in einem Open-Source-Projekt für Entwickler zur Verfügung stellen. Das war bereits angekündigt worden, als der kollaborative Dienst vor vier Wochen eingestelltwurde. Wave-Fans können sich im Blog jetzt informieren, welche Möglichkeiten es künftig gibt. Allerdings wird dort auch klargestellt: Jede neue Version von Wave wird dem Original in Sachen Funktionalität hinterherhinken.

Auch Nokia lässt Straßenzüge fotografieren

Google bekommt neue Konkurrenz bei seinem Straßenatlas Street View: Auch die Nokia-Tochter Navteq beginnt damit, Straßen abzufotografieren. Der Anbieter von Navigationssoftware habe bereits im Frühjahr einen ersten Wagen mit Kameras in den USA auf die Straße geschickt, sagte Navteq-Manager Frank Pauli auf der IFA.

In Europa seien erste Wagen testweise in Großbritannien und Frankreich unterwegs. Bis Ende des Jahres sollen sie ihren regulären Dienst aufnehmen. In Deutschland will das Unternehmen aber erst noch die Debatte um Google Street View abwarten, bevor es seine Kameras auf die Straße schickt.

Die Pläne von Google, ganze Straßenzüge abzufotografieren und online zu stellen, hatte für eine heftige Debatte in Deutschland gesorgt. Hausbesitzer und Mieter können inzwischen online Widerspruch dagegen einlegen. "Wir respektieren selbstverständlich die Regeln in den jeweiligen Ländern", sagte Navteq-Manager Pauli. Seinem Unternehmen sei sehr daran gelegen, die Privatsphäre zu schützen, so sollen Gesichter und Nummernschilder - wie bei Street View auch - unkenntlich gemacht werden. Navteq konzentriere sich mit den Aufnahmen auf Innenstädte und Geschäftsgegenden, wo die Navigation komplexer sei.

dpa

Kinderschreck Eric Schmidt

Adé Netzneutralität, Street View, Analytics - so einiges, was Google-Chef Eric Schmidt sich ausdenkt, kann einem durchaus den Schlaf rauben. So gruselig wie jetzt am New Yorker Times Square hat man ihn aber noch nicht erlebt: als Comic-Figur auf einem über 50 Quadratmeter großen Videoschirm. Der animierte Schmidt verteilt in dem Video "Gratis"-Eis an unbedarfte Kinder. Der amerikanische Verbraucherverband Consumer Watchdog will mit der Aktion mobil machen für mehr Privatsphäre.

Auch das noch:

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insgesamt 27 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
06.09.2010 von giespel: Die Alten

Die Alten wissen schon was gut ist, es geht auch gar nicht um die Apfelteile an sich, es geht eher darum, das der SPON (un)scheinbar massiv Productplacement für Apfel macht. mehr...

06.09.2010 von peter-stuttgart: Das wird es sein

Stimmt, am Alter wird es vmtl. liegen. Wahrscheinlich kennen die "Alten" einfach moderne Qualitätsstandarts nicht und sind deswegen voller Vorurteile gegenüber Apple, weil sie sich einfach nicht vorstrellen können, dass [...] mehr...

05.09.2010 von giespel: An die Apfelmännchen...

Nein kein Mädchen, und was Yps ist, das wissen nur sehr, sehr alte Menschen. Die Alten aus der Vorhandyzeit, die noch solche Sachen wie Assembler programmieren gelernt haben. mehr...

05.09.2010 von tylerdurdenvolland: ..

Ich verstehe ihr problem nicht..... Anstatt sich zu freuen, dass sie mittlerweile zu der verschwindend kleinen Minderheit in diesem durch gleich geschaltete Medienmanipulation mehr und mehr verdummten Volk gehören, die [...] mehr...

04.09.2010 von diet05: .

"Wie fühlt man sich eigentlich mit einer derart extremen Verbundenheit zu einem einzelnen Unternehmen"? Gaaanz gut. Warum ich mir ein eifon gekauft habe, hat nur einen Grund: mein Kollege konnte mein Gerede über sein [...] mehr...

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Zur Autorin

Carolin Neumann berichtet und bloggt aus Hamburg über die Zukunft der Medien. Nebenbei schaut sie viel zu viele Serien.






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