ThemaSuchmaschinenRSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
10.09.2010
 

Schnellsuchmaschine

Was Sie über Google Instant wissen müssen

Von Matthias Kremp

Google Instant: Die Schneller-Such-Maschine
Fotos

Mit einer Echtzeitsuche will Google Web-Fundstellen schon anzeigen, während man den Begriff noch eintippt. Standardmäßig ist die Technik aber noch nicht überall aktiviert. SPIEGEL ONLINE erklärt, was Sie brauchen, um das neue Tool zu benutzen - und wie sie es bei Bedarf wieder loswerden.

Google will unser aller Zeit einsparen. Zwei bis fünf Sekunden pro Suchanfrage würden mit der neuen, nahezu in Echtzeit arbeitenden Suchfunktion Instant eingespart, verlautet es aus dem Unternehmen. Nicht viel, möchte man meinen, doch auf einen ganzen Arbeitstag hochgerechnet, an dem man mal nach diesem, mal nach jenem sucht, kann sich da schon eine beinahe schon substanziell zu nennende Summe ansammeln - zumindest volkswirtschaftlich gesehen spart man so Millionen Sekunden.

Viel wichtiger als die Zeitersparnis, egal ob man sie nun braucht oder auch nur bemerkt, ist, dass man subjektiv viel schneller zum Ergebnis kommt als über die herkömmliche Websuche. Denn bisher hat man seine Suchanfrage formuliert, ins Suchfeld eingegeben, Enter gedrückt und auf Googles Antwort gewartet. Mit Instant aber beginnt die Suchmaschine schon zu rattern, sobald man den ersten Buchstaben eintippt.

Wer also nach Infos zu Rasenmähern sucht, bekommt schon nach dem dritten eingetippten Buchstaben das gewünschte Wort als mögliche Eingabe angezeigt - und darunter auch die passenden Suchergebnisse. Noch interessanter wird Instant aber, weil man nach Eingabe eines Begriffs automatisch passende Ergänzungen angezeigt bekommt. Zu "Rasen" beispielsweise bietet Google "rasen sähen", "rasen düngen", "rasen anlegen" und "rasen säen" an. Wortkombinationen also, die viele Anwender gar nicht nutzen, weil sie stets nur nach Einzelbegriffen fahnden.

Doch ganz von selbst gibt Google Instant seine Geheimnisse nicht preis. Noch muss man einiges beachten, um die schnelle Suchmaschine effektiv nutzen zu können - oder sie wieder abzuschalten. Die wichtigsten Informationen zu Google Instant haben wir im Folgenden zusammengetragen:

  • Schneller nur mit Anmeldung
    Wenn Sie sich wundern, dass Google Instant bei Ihnen nicht funktioniert, könnte die Lösung leicht zu finden sein. Auf Anhieb funktioniert die neue Suchfunktion nämlich nur in den USA. Anwender in Deutschland müssen sich dagegen bei Google anmelden, um die Schnellsuche nutzen zu können. Google-User machen das, indem sie rechts oben auf Googles Suchseite auf Anmelden klicken und auf der darauf folgenden Seite E-Mail-Adresse und Passwort eingeben. Wer noch kein Google-Konto hat, muss an dieser Stelle eines anlegen, um Instant ausprobieren zu können. Wer Google nicht mag, kann hier aufhören zu lesen.
  • Instant mag nicht alle Browser
    Um Googles Instant Search benutzen zu können, muss man einen der von Google unterstützten Browser verwenden. Laut Google sind das Chrome 5 und 6, Firefox 3, Safari 5 für Mac und Microsofts Internet Explorer 8.
  • Die Sache mit den Pfeiltasten
    Wenn Sie einen zusammengesetzten Begriff in das Suchfeld eingeben und ausprobieren wollen, welche Trefferlisten sich hinter den verschiedenen Begriffen verbergen, klicken Sie besser nicht darauf. Wenn Sie stattdessen mit den Pfeiltasten der Tastatur rauf und runter wandern, schaltet Google im Hintergrund seine Ergebnisseite um. So können Sie auf einen Blick sehen, wodurch sich die die verschiedenen Suchergebnisse unterscheiden. Per Mausklick oder Druck auf die Enter-Taste kommen Sie dann zu den gewünschten Ergebnissen.
  • Bitte keine Toolbars
    Googles Instant-Suche funktioniert nur im Webbrowser und nur, wenn man über das Suchfeld auf Googles Suchseite unter www.google.de oder www.google.com sucht. Über einen Google-Toolbar oder ein Suchfeld, das fest im Browser verankert ist (wie in Safari) geht es nicht. Ebenso wenig wie in Toolbars ist die Instant-Suche in Googles Chrome-Browser verankert. Abhilfe wird erst ein Update für Chrome bringen, dass hoffentlich bald erscheinen wird. Dort bekommt man Suchergebnisse auf herkömmliche Weise erst dann präsentiert, wenn man die Texteingabe per Enter-Taste beendet.
  • Sachen, die Google nicht suchen mag
    Bei manchen Suchbegriffen wird Googles Instant-Suche ausgesprochen schweigsam. Sobald die Suchmaschine den Eindruck bekommt man begebe sich mit seiner Anfrage auf dünnes Eis, verweigert sie die Instant-Zusammenarbeit. So bekommt man beispielsweise bis zur Buchstabenkombinationen "Sex" noch jede Menge passender Ergebnisse - die zumeist mit einer US-TV-Serie zu tun haben. Sobald man den drei Buchstaben aber ein "y" anhängt, ist der Spaß vorbei und die Seite bleibt weiß. Allerdings nur so lange, bis man die Enter-Taste drückt und eine herkömmliche Websuche anstößt.
  • Schnell genug muss es sein
    Google betont, davon auszugehen, "dass Google Instant [eine] Internetverbindung nicht verlangsamt". Das mag für die meisten Anwender auch richtig sein. Wer allerdings, wie der Autor dieser Zeilen, durch seinen Internetprovider vom kabelgebundenen Internet abgekoppelt wurde und nur noch per UMTS ins Netz kommt, muss damit rechnen, dass Google für ihn die Instant-Suche deaktiviert.
  • Smartphones müssen warten
    Versuche, die Schnellsuchfunktion per iPhone-Android-Handy oder Nokia-Smartphone zu nutzen, sind vorerst zum Scheitern verurteilt. Googles Entwickler haben aber bestätigt, diese Möglichkeit noch im Herbst nachliefern zu wollen. In einem Video ist aber jetzt schon zu sehen, dass es tatsächlich funktioniert. Allerdings nur, wenn die Internetverbindung schnell genug ist. Dass man für solche Spielereien eine Daten-Flatrate haben sollte, ist naheliegend.

  • So können Sie es abschalten
    Wenn Sie von Googles Vorschlägen für ihre Websuchen die Nase voll haben, gibt es auch eine Möglichkeit, die Funktion abzuschalten. Rechts neben dem Suchfeld ist in blauer Schrift zu lesen: "Google Instant ist aktiviert". Rechts daneben schwebt ein nach unten zeigendes Dreieck. Ein Klick darauf öffnet ein Menü, in dem man den Dienst ausschalten oder zu einer Infoseite über Google Instant gelangen kann.

Diesen Artikel...

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

Forum

insgesamt 2275 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
31.03.2011 von cor: Dieser Thread...

...hat mittlerweile über 2000 Kommentare. Eine Diskussion zum eigentlichen Thema ist nicht mehr möglich, da die Übersicht völlig verloren gegangen ist. @SPON Wie wär's wenn Ihr mal nen neuen Thread aufmacht? Die Frage "Wie [...] mehr...

28.03.2011 von publicminx: Reisserische Vorstellungen

Google ist keine 'Weltmacht'. Schon solcher Aufriss suggeriert leicht manipulierbaren Aengste, die dann sogleich naiv von einer Erde halluzinieren, in der Google herrscht - was vermutlich alles verbessern wuerde btw. [...] mehr...

28.03.2011 von riga_ernest: Das ist so eine Story...

... Das ist so eine Story, zu der ich gerne mal einen Link hätte. :) mehr...

28.03.2011 von dr.épernay-boiler: US-amerikanische Datenkraken

feste ein- und angebunden an den Verband der "Dachgesellschaft" Homelandsecurity. Ich erinnere mich an eine Professorien, der die Einreise in die USA verweigert wurde. Grund: sie hatte via amazon "auffallend [...] mehr...

26.03.2011 von myoto: Google ist toll

Nicht so gefährlich wie die 99% der Nutzer die Google als Startseite und/oder Standardsuchmaschine nutzen, aber dennoch meckern. Am besten noch bei Twitter, Facebook und den VZs über Google beschweren, vielleicht hilfts. ;) mehr...

Und Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit! zum Forum...

News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Netzwelt
alles aus der Rubrik Web
alles zum Thema Suchmaschinen

© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH





Googles Geschichte

1995 - When Larry met Sergey

Angeblich konnten Larry Page und Sergey Brin einander erst einmal nicht besonders gut leiden, als sie sich im Jahr 1995 zum ersten Mal trafen. Der 24-jährige Brin war übers Wochenende in Stanford zu Besuch, der 23-jährige Page gehörte angeblich zu einer Gruppe von Studenten, die Besucher herumführen mussten. Der Legende nach stritten Brin und Page ununterbrochen miteinander.

1996 - Es begann mit einer Rückenmassage

1998 - Finanzierung

1999 - Mehr Geld und ein neues Heim

2000 - AdWords

2001 - Profit und ein neuer Eric Schmidt

2002 - Corporate Search, Google News, Froogle

2003 - AdSense und Blogger

2004 - Picasa, Googlemail, Bücher und ein Börsengang

2005 - Google Maps und Google Earth

2006 - Google Video, Web-Applikationen , YouTube - und Kritik

2007 - Googlemail für alle, DoubleClick, Streetview und Android

2008 - Knol, Chrome und kein Ende


Mehr auf SPIEGEL ONLINE




TOP



TOP