Von Frank Patalong
Mark Zuckerberg ließ seine Gäste warten: Mit rund zehn Minuten Verspätung begann am Mittwochabend, 19.10 Uhr deutscher Zeit, eine seit mehreren Tagen angekündigte Facebook-Pressekonferenz, bei der Antworten auf Googles Plus-Initiative gegeben werden sollten. Am 28. Juni hatte Google mit Plus ein eigenes Social Network angekündigt - ein Angriff auf Facebooks wachsende Marktmacht.
Die Erwartungen waren entsprechend hoch - vor allem nach Zuckerbergs Hinweis, es seien auch von Facebook "awesome news" zu erwarten. Nicht weil man der Innovationskraft von Facebook einfach so glaubte, sondern weil der Dienst es trotz seines exorbitanten Erfolges nötig hat, sein Leistungsspektrum ständig auszuweiten. Denn schon zeigt so mancher Social Networker Ermüdungserscheinungen. Auch und gerade im Web gilt: Was heute cool ist, ist morgen langweilig.
Das schien auch in Zuckerbergs eigener, der Produktpräsentation vorangestellter Analyse durch: In den vergangenen fünf Jahren sei es Facebook vor allem darum gegangen, so viele Nutzer wie möglich zu bekommen. Jetzt habe man 750 Millionen. Und niemand zweifele wohl daran, dass der Dienst "hoffentlich eine Milliarde" erreichen werde. Doch wesentlich sei das für die nächsten fünf Jahre nicht mehr. Vielmehr laute die Leitfrage für die nähere Zukunft so: Was kann man mit dieser Masse Menschen anfangen? Was für "coole Applikationen" könnte man auf dieses Netzwerk aufsetzen?
Zuckerbergs äußerst unspezifische Antwort: eine Milliarde Dinge. In den nächsten sechs Monaten werde Facebook "eine Unmenge" an Neuigkeiten vorstellen, heute wolle man damit beginnen. Seine Formel: Ab sofort beginne die "launching season" - frei übersetzt die Innovationssaison.
Skype-Integration ohne Überraschungseffekt
Das klingt euphorisch, aber auch kryptisch - man kann es auch ein wenig hilflos nennen: Die größte Innovation, die Zuckerberg anzukündigen hatte, war die allseits erwartete, niemanden überraschende Skype-Integration. Eine klare Me-Too-Anwendung, denn das und Ähnliches bieten zahllose Dienste und Programme seit Jahren. Zuckerberg schließt damit eher eine Lücke, als dass er etwas Neues erschließt.
Klar, die Integration scheint schön, leicht und narrensicher gelungen. Um damit als technischer Pionier glänzen zu können, kommt Zuckerberg aber 15 Jahre zu spät. Seitdem gehört Voice-Chat zu den Standards des Webs, seit mindestens zehn Jahren gilt das auch für Video-Chat.
Der Rest ist vor allem Kosmetik. Die Gruppen-Chat-Funktionen sollen verbessert und ansprechender gestaltet werden. Das war es schon.
Dass Zuckerberg und seine Product Manager mehrfach darauf verwiesen, wie intuitiv und leicht zu bedienen das alles sein soll, wirkte ebenfalls wie Selbstverteidigung: Was Googles
Plus-Netzwerk bei seiner Vorstellung vor allem für sich verbuchen konnte, war ein erheblich klareres, leichter verständliches Design. Facebooks Skype-Funktion, hieß es nun, könne sogar der Opa nutzen, um seinen Enkel anzurufen.
Schön ist das vor allem für Skype respektive Microsoft
. Der Windows-Konzern hat soeben
eine unfassbar hohe Summe für den Dienst hingelegt. Die dank Facebook so plötzlich erweiterten Marktchancen des Voice-over-IP-Dienstes lassen den Deal in besserem Licht erscheinen.
Was Facebook allerdings - zumindest zunächst - nicht integriert, ist Gruppen-Video-Chat: An diesem Punkt hätte die Geschichte auch finanziell noch interessanter werden können, denn so etwas ist bei Skype kostenpflichtig. So bleibt als Nachricht letztlich nur eines: Facebook hat nun auch einen Video-Chat.
Auf anderen Social Networks posten:
"hinter dem bauernhof gehäufter naturdung" *) muss gut sein, milliarden fliegen können sich nicht irren. *) im kreuzworträtsel wäre das ein wort mit 4 buchstaben) mehr...
sonst gäbe es nicht so viele anhänger, die alle niedermachen, die sich nicht der begeisterung anschließen. sehen die anhänger auch die risiken? http://litfas.de/computertreff/identitaets-missbrauch.php#beknetz virtuelle [...] mehr...
heute mal zufällig gefunden: http://www.mafialand.de/Members/roth/wer-sind-eigentlich-die-neuen-finanziers-von-facebook-in-den-medien-konnte-man-wenig-daruber-erfahren bezgl. den gennanten Goldmann & Sachs: [...] mehr...
Sehe ich auch so. Mitte der 90er konnte man froh sein, wenn normale Chats im Browser einigermaßen anstandsfrei liefen. Zu der Zeit dürften die meisten noch mit Windows 3.11 und 14.4er Modems unterwegs gewesen sein. Und mit [...] mehr...
Wonach bemisst sich denn die Qualität einer Nachricht, wenn nicht an der Zahl der Menschen die sie gut oder schlecht beurteilen ?! mehr...
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