Ohne Gala geht es nicht. Schon gar nicht, wenn sich ein Festival anschickt, sich der Welt bekannt zu machen. Daher werden am 24. Juli im historischen New Yorker "Hammerstein Ballroom" die Champagnerkorken knallen. Doch zuvor sind die User gefragt, zu bestimmen, wer auf dem Siegertreppchen stehen wird. Zehn Kategorien sind ausgeschrieben.
Die beiden deutschen Beiträge beim Flashfilmfestival, die es bis ins Finale geschafft haben, starten in den Kategorien bestes Spiel und beste 3D-Animation. Dabei handelt es sich zum einen um die neue Produktivitätsbremse "Hasentoeter" und zum anderen um die aufwendige Website der Firma "designassembly".
Bei Hasentoeter darf die Internetgemeinde einmal mehr ihren Instinkten und dem urzeitlichen Jagdtrieb folgen. Wie der Name es schon sagt, sind diesmal die Langohren Ziel der Jäger. Ganz putzig ist die Waffe: Mit einer Schleuder geht es den Hasen an die Löffel. Allerdings wird nicht mit kleinen Felsbrocken geschossen, sondern mit Eiern. Fehlschüsse verursachen daher eine kleine Schweinerei. Bei Treffern kann der Surfer noch sehen, wie die Seele den Hasen verlässt und gen Himmel steigt.
Designassembly präsentiert auf der bunten bewegten Seite seine Firma und seine Produkte. An fast jeder Ecke finden sich jedoch spielerische Elemente. Auch Surfer, die nicht auf E-Commerce aus sind, sollen ihren Spaß haben. In erster Linie geht es den Machern aber darum, mit aufwendigen Grafiken und 3D-Animationen ihre Dienstleistungen zu vermarkten. Und das ganz international - auf Englisch.
Wer auf der Seite des Flashfilmfestivals die Qual der Wahl hat, braucht aber zunächst ein Lupe oder eine extrem gute Bildschirmauflösung. Die Beiträge sind so klein aufgelistet, dass es schwer fällt, sich seinen Favoriten auf den ersten Blick herauszuklicken.
Thorsten Pifan
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