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04.08.2000
 

Internet am Arbeitsplatz

Surfsteuer kommt angeblich doch

Die Pläne für eine Besteuerung von privatem Surfen am Arbeitsplatz sind offenbar doch noch nicht vom Tisch. Das Bundesfinanzministerium plant eine derartige Vorschrift, die im nächsten Jahr in Kraft treten soll.

Internet-Steuer: Länder brauchen Geld
DPA

Internet-Steuer: Länder brauchen Geld

Hamburg - Laut eines Sprechers des Ministeriums soll am 1. Januar 2001 ein Gesetz in Kraft treten, das Angestellte in Unternehmen dazu verpflichten soll, Mehrkosten zu versteuern, die durch privates Surfen am Arbeitsplatz entstehen. Allerdings fielen, so der Sprecher Torsten Albig, 99 Prozent aller Fälle unter die Toleranzgrenze eines Betrages von 50 Mark im Monat. Das berichtete die "Financial Times Deutschland" in ihrer Freitagsausgabe.

Arbeitnehmer an Unternehmen, die mit einer Internet-Standleitung ausgerüstet sind, wären von dieser Neuregelung auch nicht betroffen. Sie verursachten ihrem Arbeitgeber durch die Nutzung des Internets zu Privatzwecken schließlich keine Mehrkosten.

Im Juli hieß es noch, Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) wolle eine derartige Internet-Steuer möglichst verhindern. Sein Sprecher Albig betonte jetzt, man wolle der notwendigen Durchsetzung des Internets in der heutigen Wirtschaft nicht durch kleinliche Vorschriften Steine in den Weg legen.

Jedoch hätten die Finanzminister der Länder eine Abgabe auf private Internetnutzung am Arbeitsplatz aus "steuersystematischen Gründen" gefordert. Die Bundesregierung werde sich jetzt bemühen, gemeinsam mit den Ländern eine praxisgerechte Lösung zu erarbeiten.

Die jetzige Form des so genannten Telefonkostenerlasses, die im April dieses Jahres erarbeitet wurde, soll möglicherweise schon im September von den Referatsleitern Einkommensteuer aus den Finanzministerien in Bund und Ländern überarbeitet und nachgebessert werden.

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