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01.09.2000
 

Roboter-Wettbewerbe

Staubsauger, Rasenmäher und autonome Hubschrauber

Auf Grund seiner Komplexität dürfte der Robocup zu den schwierigsten Roboterwettbewerben zählen. Aber er ist bei weitem nicht der einzige und vielleicht noch nicht einmal der populärste.

Ein Hausfrauentraum: der autonome Staubsauger...
MORAVIC

Ein Hausfrauentraum: der autonome Staubsauger...

Vom Bekanntheitsgrad her kann es zum Beispiel eine Veranstaltung wie "Robot Wars" durchaus mit dem Roboter-Fußballturnier aufnehmen. Das Spektakel mit Kampfrobotern, die aufeinander losgelassen werden, wird regelmäßig im britischen Fernsehen gezeigt - eine Öffentlichkeit, die sich der Robocup erst noch schaffen muss. Allerdings geht es hierbei um ferngelenkte Roboter, die in der Regel von Hobbybastlern gebaut werden.

Andere Wettbewerbe im Amateurbereich sind stärker auf alltägliche Anwendungen bezogen und bringen auch autonome Roboter zum Einsatz. So hat der Atlanta Hobby Robot Club Anfang dieses Jahres einen Wettbewerb für Staubsauger-Roboter veranstaltet. In maximal sechs Minuten sollten die Reinigungsautomaten einen Raum säubern, der mit einem Klappstuhl, einer Stehlampe mit Kabel und einem Lautsprecher möbliert war. Autonome Rasenmäher sind ebenfalls ein beliebtes Wettbewerbsthema für Hobbyrobotiker.

Aber auch im seriösen Wissenschaftsbetrieb sind Roboterwettbewerbe verbreitet. Die American Association for Artificial Intelligence veranstaltet sie beispielsweise regelmäßig im Rahmen ihrer Jahrestagungen. Da waren etwa Roboter gefordert, die den Tagungsgästen bei einem Empfang Getränke und Häppchen servieren sollten. Eine besondere Herausforderung stellt gegenwärtig die Aufgabe dar, einen Roboter am Eingang des Konferenzgebäudes abzusetzen, der sich dann eigenständig als freiwilliger Helfer registrieren lassen, einige vorgegebene Aufgaben erfüllen und bei einer Sitzung sprechen soll.

Mit zu den schwierigsten Aufgaben gehört die Konstruktion fliegender, autonomer Roboter. Diese treten seit zehn Jahren in der "Aerial Robotics Competition" gegeneinander an und haben in dieser Zeit bemerkenswerte Fortschritte gemacht. Vor kurzem hat ein Team von der Technischen Universität Berlin mit ihrem Flugroboter "Marvin" hierbei den ersten Platz erreicht. Bei dem Wettbewerb ging es darum, ein simuliertes Katastrofenszenario nach Fässern mit Giftstoffen sowie nach Opfern und Überlebenden abzusuchen. Erschwert wurde die Aufgabe durch Wasserfontänen, meterhohe Flammen und Rauch. Marvin, der auf einem Modellhubschrauber basiert, konnte bei vier autonom gesteuerten Flügen von bis zu zwölf Minuten Dauer eine große Zahl der Zielobjekte ausfindig machen.

Auch beim Robocup denkt man mittlerweile verstärkt darüber nach, die dritte Dimension in Form von hohen Flankenbällen und Ähnlichem einzuführen. Vielleicht gibt es dann ja bald fliegende Roboter, die den Ball in der Luft abfangen.

Weitere Links unter: www.robotbooks.com

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