Auf der Homepage der Universität Dortmund hat ein Sex-Link eines Erziehungswissenschaftlers zum Start des Wintersemesters für deftigen Wirbel gesorgt. Durch ein Versehen bot das öffentliche Netz die Verbindung zur privaten Homepage eines Dozenten für den Fachbereich Erziehungswissenschaften. Darauf war der nackte Dozent in einem "Folterkeller" in Sado-Maso-Posen zu sehen.
"Die Seite ist durch ein Versehen eines Kollegen ins Netz geraten", sagte der Universitätssprecher Klaus Commer am Dienstag auf Anfrage.
Studentinnen seien bei der Recherche für Buchhinweise auf die Seiten gelangt, hatte die "Bild"-Zeitung am Dienstag berichtet. Sie hatten das Thema Körpersprache, das Spezialgebiet des Dozenten, bearbeitet.
Stellungnahme des Arbeitgebers: "Eindeutig privat"
Inzwischen hat die Uni Dortmund auf die Berichte der "Bild" reagiert. In einer als Pressemitteilung verbreiteten Stellungnahme heißt es: "Die Universität bedauert, dass von diesen dienstlichen Webseiten (der Universität) über eine Linkkette ein Zugang zu der anderen, eindeutig privaten Website des Dozenten möglich war".
Weiter heißt es: "Die Universität Dortmund prüft den jetzigen Vorgang insgesamt, auch unter beamtenrechtlichen Gesichtspunkten. Sie hat dabei nicht über das Privatleben der Beschäftigten zu richten. Zur Frage nach disziplinarrechtlichen Konsequenzen ist zur Zeit festzustellen, dass bislang keinerlei Beschwerden über das dienstliche Verhalten und die wissenschaftliche Arbeit des Mitarbeiters laut geworden sind."
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Netzwelt | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Web | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2000
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH