München - Wenn Kim Schmitz, der sich "Dr. Kimble" nennt, redet, kann es länger dauern. Als ihn die Richterin Regina Holstein vom Amtsgericht München während seines Sermons unterbrechen will, bügelt "Kimble" sie mit den Worten ab: "Nehmen Sie sich doch ein paar Minuten Zeit". Immer weiter holt er aus: Das Ganze sei eine "Hexenjagd". Ganz Deutschland sei neidisch auf ihn, das wäre das eigentliche Problem. "Aber den dicken Schmitzkann man ja probeweise mal schlachten." Den Vorwurf des Insiderhandels bestreitet der ehemalige Internet-Unternehmer und Ex-Hacker.Er habe nicht eine Sekunde daran gezweifelt, dass seinHandel mit Aktien des Online-Händlers Letsbuyit.comlegal gewesen sei, sagte der 28-Jährige zum Prozessauftakt. Den Vorwurf des Insiderhandelskenne er nur aus Hollywood-Filmen, sagte Schmitz. DerDrei-Zentner-Mann, der sich nach dem Helden einer Fernseh-Serieaus den 60er-Jahren "Dr. Kimble" nennt, ist eine derschillernsten Figuren der New-Economy-Euphorie.Staatsanwältin Anja Hambach warf Schmitz dagegen vor, erhabe mit Aktien des Neuer-Markt-Unternehmens Letsbuyit.comInsiderhandel in elf Fällen betrieben. Er habe dem Chef desInternet-Händlers mitgeteilt, er wolle 1,15 Millionen Euro zurAbwendung des Konkurses investieren. Als potenzieller Investorhabe Schmitz gewusst, dass noch 1,15 Millionen Euro anInvestitionszusagen gefehlt hätten.Bereits einmal wegen Betrugs verurteilt
Damals schäumte er vor Glück: Kim Schmitz in besseren Tagen
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