Massenhaft Pillen: Im Web ist alles zu haben
Zu viele Online-Apotheken, weist eine aktuelle, im "Journal of the American Medical Association" ("Jama") veröffentlichte Studie von Robert F. Forman und Ovgu Kaynack nach, verkauften, was sich verkaufen lässt - ohne nach der Zulässigkeit zu fragen. Mehr noch: Einige werben offen damit, dass man über sie Medikamente und Drogen beziehen kann, die legal nicht zu haben sind.
Die Studie "Availability of Opioids on the Internet" beruht auf einem Google-Expertiment: Die beiden Forscher suchten gezielt nach einem starken, verschreibungspflichtigen Opiat und anlysierten die ersten 100 Treffer in der Google-Ergebnisliste. Über 53 der Webseiten, berichtet "Jama", hätte man das Medikament angeblich problemlos beziehen können.
Risikofaktor schlechte Medizin: Wer garantiert, dass im Päckchen auch drin ist, was drauf steht?
"Solche Webseiten", sagt Forman, "stellen ein erhebliches Risiko für die öffentliche Gesundheit dar. Der unkontrollierte Zugang zu verschreibungspflichtigen Medikamenten kann zu einer Zunahme von Sucht-Krankenbildern und Todesfällen durch Überdosierung führen."
Zu den über das Web problemlos zu beziehenden Medikamenten und Drogen gehören demnach Opiate, starke Codeine, Barbiturate, Benzodiazepine wie Valium und Halluzigene. Die Autoren der Studie hoffen, mit ihrer Veröffentlichung dazu beizutragen, eine Diskussion über eine noch stärkere Reglementierung grenzüberschreitenden Medikamentenversandes einzuleiten.
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