04. Januar 2006, 10:30 Uhr

Netzticker

Patrick Swayze rappt mit Coldplay

Von Matthias Kremp

Das Web geht der Frage nach, was uns das neue Jahr bringen wird. Die Technologiker der Wirtschaftsblätter haben’s aufgeschrieben. Was uns das neue Jahr hoffentlich nicht bringen wird, ist eine neue Platte von Patrick Swayze. Dafür massenweise neue iPod-Klone. Und Online-Spiele und, und, und...

Augen geradeaus

Mit dem Jahreswechsel hat auch die Zeit der Jahresrückblicke endlich wieder ein gutes Ende gefunden. Das ist aber längst kein Grund, sich nicht zu fragen, was das kommende Jahr wohl bringen wird. Wie schön, dass dazu jeder seine eigene Meinung und sein eigenes Format hat. Ausgesprochen ausführlich geht beispielsweise Dion Hinchcliffe vom "Wall Street Journal" der Frage nach, wie sich das Web 2.0 in 2006 entwickeln wird. Eine seiner Kernaussagen: (fast) alles wird einen RSS-Feed bekommen, wer diesen Trend verschläft wird bedeutungslos. Der Red Herring dagegen hat sich der Frage verschrieben, welche Technologien in diesem Jahr boomen werde. Die Ergebnisse sind teilweise zwar vorhersehbar (drahtloses Internet, Flash-Speicher, Online-Spiele) aber manchmal auch erstaunlich (Designer-Food) und immer interessant aufbereitet. Den bei weitem amüsantesten Ausblick auf 2006 hat allerdings Rob Hof von BusinessWeek Online zustande gebracht. Er fürchtet sogar den Absturz der Google-Aktien nachdem bekannt wird, dass die Gewinne der Suchmaschine in 2006 "nur noch" um 80 Prozent steigen.

Alles klingt wie Coldplay

Coldplay-Sänger Chris Martin: Jeder singt wie er
DPA

Coldplay-Sänger Chris Martin: Jeder singt wie er

Über mangelnden Erfolg kann die britische Band Coldplay sich wahrlich nicht beklagen. Ihr letztes Album X & Y belegte, trotz des lästigen Kopierschutzes, in 28 Ländern die Top-Position in den Charts. Klar, dass so etwas nicht ungesühnt bleiben kann. Und so hat sich der ebenso britische Komiker Mitch Benn des Problems angenommen und einen Song über die Coldplay-Mania geschrieben. Und, weil heute kein Pop-Songs mehr ohne Video sein darf, hat er auch gleich das passende Video dazu gefilmt. Beides natürlich ganz im Stil des großen Vorbilds. Ladies and Gentlemen: Everything Sounds Like Coldplay Now.

IPod the Chinese way

Auch Apples iPod ist zu erfolgreich, um ohne Nachahmer zu bleiben. Kaum eine Woche vergeht, in der nicht irgendein obskurer asiatischer Produzent dem Reigen ein neues Plagiat hinzufügt. Mit dem mimi 721 hat Hersteller Hilon allerdings endgültig den Vogel abgeschossen. Statt einen kompletten iPod zu kopieren, hat man dort einfach einen MP3-Player im Stile des Bedienknopfes von Apples Billig-Modell iPod shuffle gebastelt. Das nenn' ich Minimalismus.

Tetris für Nicht-Spieler

Endlich. Nachdem eben gerade noch der ungelogen beste (und einzig vertretbare) Blondinenwitz (mehr hier) die Runde machte, gibt es jetzt das passende Spiel dazu. "Tetris gehört ja zu den unbestrittenen Klassikern unter den Videospielen. Trotzdem soll es immer noch Zeitgenossen geben, die sich da nicht rangewagt haben. Ist ja auch ganz schön schwierig, die bunten Balken rechtzeitig zu drehen und zu positionieren, bevor sie zu Boden fallen. Für all jene, denen das bisher zu nervenaufreibend war, gibt es mit Tetris 1d jetzt den ultimativen Klon des Kultspiels. Einfach starten und entspannt einen Highscore nach dem anderen einfahren.

Patrick Swayze rappt

Diese Meldung treibt mir doch glatt den Angstschweiß auf die Stirn. Wie das Online-Magazin allhiphop.com meldet, trägt sich der "Dirty Dancing"-Tanzlehrer Patrick Swayze mit dem Gedanken daran, eine Hiphop-Platte aufzunehmen. So wird Swayze mit der Äußerung zitiert, er habe bereits "mit Rap-Rhythmen als Grundlage für Balladen" experimentiert. Immerhin stellt der Artikel auch fest, dass der aus Filmen wie "Ghost - Nachrichten von Sam" bekannte Schauspieler noch keinen Termin zur Veröffentlichung seiner Werke hat. Zudem ist er derzeit noch mit den Dreharbeiten zu "The Fox and The Hound II" beschäftigt. Kein Grund also, in Panik auszubrechen.


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