Beim illegalen Herunterladen von Musik, Filmen oder Software wächst offenbar das Risko, erwischt zu werden. Wie die Stiftung Warentest am Donnerstag in Berlin mitteilte, hagelt es neuerdings zigtausende Anzeigen von der Industrie. Nutzer können nicht mehr darauf hoffen, in Tauschbörsen anonym zu bleiben, schreibt die Stiftung in der jüngsten Ausgabe ihrer Zeitschrift "Test".
Sachlich falsch, sagt Stiftung Warentest: Wer zum privaten Gebrauch raubkopiert, begeht ein Vergehen, kein Verbrechen
Die Verbraucherschützer kritisierten, dass die Industrie auch mit überzogen Mitteln kämpfe. So sei der Kino-Werbespot "Raubkopierer sind Verbrecher" juristisch falsch. Im strafrechtlichen Sinn handele es sich nicht um ein Verbrechen, sondern um ein Vergehen.
Die angekündigten fünf Jahre Haftstrafe drohten nur, wenn jemand gewerblich mit illegalen Kopien handele. In der Praxis müssten Raubkopierer vor allem mit Geldstrafen rechnen.
AP
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