Haben Sie fünf bis zehn Minuten Zeit? Verschwendet wäre die nicht: Was Ihnen der Designer Johannes Widmer auf höchst anschauliche, kurzweilige und gänzlich unhysterische Art und Weise zu zeigen hat, betrifft uns alle. Seine Flash-Präsentation "Panopti.com" thematisiert die heutigen und künftigen Potentiale der Überwachung im Alltag.
Jedermann am Schreibtisch: Wo auch immer wir sind, hinterlassen wir elektronische Spuren
Lautsprecher an, denn erst mit Sound entfaltet die Arbeit ihre ganze Wirkung, zurücklehnen, schauen und nachdenken: Erst im Kontext wird klar, warum Themen wie Rabattkarten, Reisepässe mit RFID-Chips oder interaktive Fernbedienungen fürs digitale Fernsehen etwas mit unserer Freiheit zu tun haben.
Widmers Arbeit zeigt dabei exemplarisch auch, was relativ neue Techniken wie Flash für das Online-Publishing bedeuten können. Panopti.com ist nicht mehr und nicht weniger als die ultimative Info-Grafik, wie wir sie seit langem aus Magazinen und Zeitschriften kennen. Nur dass diese hier mit uns spricht, auf Verlangen mehr Informationen freigibt, Dinge wiederholt, wenn wir das wollen, uns in den Informationen blättern lässt. In dieser Güte bekommt man das nicht oft zu sehen.
Was natürlich auch daran liegt, dass so etwas aufwendig ist. Johannes Widmer erarbeitete das Panopti.com im Sommer 2006 als Bachelor-Abschlussarbeit im Studiengang Digital Media an der Hochschule Ulm. Inzwischen arbeitet Widmer für eine prominente Hamburger Werbeagentur. Feedback zu Panopti.com nimmt er natürlich gern entgegen: panopticom@web.de.
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