Surfen mit Smartphone und Tablet 2018 werden fast 16 Exabyte durch Mobilnetze gefunkt

Laut einer Studie wird sich die Anzahl der mobil abgerufenen Daten in den kommenden vier Jahren mehr als verzehnfachen. Vor allem Videoclips blähen den Datenverkehr auf. Rein zahlenmäßig werden Mobilgeräte bald die Menschheit überholen.

Smartphone-Nutzerinnen: Videos verschlingen den Großteil der Datenmengen
Corbis

Smartphone-Nutzerinnen: Videos verschlingen den Großteil der Datenmengen


Der Datenstrom des Internets verlagert sich immer mehr auf Smartphones und Tablets. In den kommenden vier Jahren soll sich das mobile Datenaufkommen mehr als verzehnfachen. So lautet das Ergebnis einer Studie des Telekommunikationskonzerns Cisco. Kamen die Experten 2013 noch auf 1,5 Exabyte, die pro Monat durch die Mobilnetze gefunkt wurden, sollen es 2018 schon 15,9 Exabyte sein. Das entspricht der Datenmenge von einer Million Terabyte-Festplatten.

Einmal mehr haben die Forscher Videos als Hauptverursacher der zunehmenden Datenmenge ausgemacht. Im vergangenen Jahr entfiel mehr als die Hälfte aller mobilen Daten auf Clips bei YouTube und anderen Videoportalen, 2018 sollen es bereits zwei Drittel sein.

Möglich wird die steigende Popularität von Videos durch die schnellen Verbindungen, die moderne Mobilfunknetze ermöglichen. Die Download-Geschwindigkeit auf Smartphones und Tablets hat sich der Studie zufolge in den vergangenen zwei Jahren mehr als verdoppelt. Während die durchschnittliche Bandbreite 2012 bei 526 Kilobit pro Sekunde lag, sind es mittlerweile 1387 Kilobit. In vier Jahren soll das durchschnittliche Smartphone 2,7 Gigabyte pro Monat aus dem Netz laden, das ist mehr als fünfmal so viel wie im vergangenen Jahr.

Klassische Handys spielen beim mobilen Datenverkehr schon heute kaum noch eine Rolle. Es sind die Smartphones, die 95 Prozent des Datenverkehrs bei Mobiltelefonen ausmachen. Und es werden immer mehr: Die Cisco-Prognose besagt, dass es Ende dieses Jahres mehr mobile Geräte als Menschen auf der Erde geben wird. Das wären mehr als 7,2 Milliarden Smartphones, Laptops und Tablets. 2018 sollen es bereits mehr als zehn Milliarden Geräte sein.

jbr

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