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20 Jahre WWW: Wie das Web sich weiterentwickelt? Einfach 90 Jahre zurückschauen!

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Vor 20 Jahren begann die Erfolgsgeschichte des World Wide Web - aber ist das Netz wirklich offen und frei? Ein Vergleich zeigt: Fünf Online-Giganten teilen das Web heute mit denselben Methoden unter sich auf, wie es Großkonzerne in den 1920er Jahren mit Radio und Telefon taten.

Facebook-Kontakte: Fünf Web-Konzerne teilen sich 40 Prozent der Aufmerksamkeit Zur Großansicht
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Facebook-Kontakte: Fünf Web-Konzerne teilen sich 40 Prozent der Aufmerksamkeit

Das WWW hat Geburtstag: Vor knapp 20 Jahren, am 6. August 1991, gab der Internetpionier Tim Berners-Lee das World Wide Web zur allgemeinen, weltweiten Benutzung frei - er lud in einem Online-Forum im Usenet die Netzöffentlichkeit zum Besuch des ersten WWW-Servers ein. Bei fast jeder Diskussion über Zukunft und Gegenwart der Online-Kommunikation fällt seither mit Sicherheit dieser Vorwurf: Da hat doch jemand das Internet nicht verstanden! Gemeint sind oft Politiker, die bestimmte Websites oder gleich den gesamten Netzverkehr regulieren wollen. Oder auch die Hamburger Rap-Band Fettes Brot, weil das Video eines ihrer Coversongs bei YouTube entfernt wurde. Oder Ebay: Das Auktionsportal habe - das schrieb ein Kritiker im Jahr 2000 - das Netz nicht verstanden, weil die Firma Transaktionsgebühren für Auktionen verlangt. Der Autor sagte Ebay damals den baldigen Untergang voraus.

Klingt kurios - doch auffällig an dem Netzignoranten-Vorwurf ist, dass die Kritiker dabei selten eine Definition dessen geben, was die Geschmähten angeblich nicht verstanden haben. Wie auch? Heute ist das Web schon etwas völlig anderes als das WWW im Jahr 2008 - der Zeit, bevor Facebook zur Infrastruktur wurde.

Dennoch sprechen Netz-Versteher nach wie vor oft und ohne jeden Zweifel von dem Netz, ohne den Begriff zeitlich, demografisch oder technisch einzugrenzen. Würde man eine solche Eingrenzung versuchen, wäre nämlich schnell klar: Gemeint ist mit dem Netz selten ein tatsächlicher Zustand, sondern meist eine vage Vorstellung davon, wie das Netz beschaffen sein sollte: irgendwie offen und schwach reguliert - diese Prinzipien werden aber selten weiter begründet.

Netzversteher halten ihre Wünsche für Naturgesetze

Die nicht weiter reflektierte Überzeugung, das Netz habe einen bestimmten, sozusagen natürlichen offenen Zustand, den man begreifen und bewahren müsse, hat einen sehr unangenehmen Nebeneffekt: Wer davon ausgeht, dass die Online-Welt immer so war, immer so sein wird und auf jeden Fall so sein muss, wie er sie sich das wünscht, entwickelt kaum Demut vor der Unwägbarkeit der Geschichte.

Der US-Jurist Tim Wu beschreibt in seinem Buch "The Master Switch" sehr anschaulich, wie schnell wirtschaftliche und politische Interessen die Wirkung neuer Kommunikationsräume verändern. Wu erzählt, wie das Radio in den Vereinigten Staaten anfangs ein wenig reguliertes Jedermann-Medium war. Privatleute, Interessengruppen, Gewerkschaften und Vereine sendeten Lokalprogramme oft nur wenige Stunden in der Woche. Dieses vielfältige Angebot der Amateure blühte, weil anfangs das Radio-Geschäftsmodell der Verkauf der Empfangsgeräte war. Niemand wollte Werbung.

Doch dann lief im Jahr 1922 der erste Radiospot, und bald war klar: Der Verkauf von Reklame bringt mehr Geld als der Verkauf von Radios. Es entstanden große Radioprogrammanbieter, die überregional auftraten, um kontinuierlich möglichst viel Aufmerksamkeit zu binden - die Voraussetzung für hohe Werbeerlöse. Die US-Regulierungsbehörde begünstigte bei der Frequenzvergabe große kommerzielle Sender und verfuhr beim Fernsehen später ganz ähnlich. So verschwand aufgrund ökonomischer Interessen und politischer Entscheidungen das Sammelsurium offener Kanäle. Abgelöst wurde es von dem konzentrierten US-Rundfunksystem, wie wir es heute kennen. Die Radioriesen NBC und CBS sind heute noch mächtige Medienkonzerne.

Man kann das Netz nicht verstehen, nur Interessen erahnen

Heute erscheint es lächerlich zu urteilen, jemand habe in den zwanziger Jahren die Natur des Radios nicht verstanden. Wer soll da rückblickend als Ignorant gelten? Werbeverächter, die anfangs Radio-Hardware für das lukrativere Geschäft hielten? Oder Gewerkschaften, die Radio-Programme machten? Oder die Regulierer? All diese Parteien hatten unterschiedliche Ideen, wie Rundfunk funktionieren sollte. Wie sich das Medium und das Mediensystem dann verändert haben, wurde bestimmt durch wirtschaftliche und politische Interessen. Kommunikationsräume werden gestaltet, sie sind nicht naturgegeben. Man kann gar nicht das Netz verstehen, sondern nur Interessen erahnen, die es gerade formen.

Dabei hilft eine Technikgeschichte, wie Wu sie geschrieben hat. Geschichte wiederholt sich zwar nicht, doch Konstellationen tauchen manchmal wieder auf. Man kann zum Beispiel die extrem polyzentrische, auf Mailboxen und erste Foren im Internet verteilte Anfangszeit der Online-Privatnutzung mit der des Radios vergleichen.

Prognose von 1994: Hobby-Mailboxen halten den Web-Kommerz klein

Ein alter Text über Mailboxen transportiert den damaligen Zeitgeist sehr gut: Die Mailboxstruktur werde "in ein paar Jahren zum festen Kommunikationsstandard gehören", schrieb Matthias Lange Anfang 1995 und prophezeite: "Viele spezialisierte freie Netze und experimentelle Projekte sind bereits entstanden und werden noch stärker entstehen." Eine ernsthafte Bedrohung durch kommerzielle Angebote wie Compuserve, Datex-J oder das geplante Microsoft-Netz sah der Autor nicht: "Die selbstregulierenden Kräfte der freien Mailboxen sind so groß, dass man den starren Gebilden der kommerziellen Anbieter bezüglich schneller und aktueller Kommunikation und Information allemal bei Weitem überlegen ist."

16 Jahre später sind Mailboxen ein Nischenphänomen, Projekte wie De Digitale Stad in Amsterdam verschwanden um die Jahrtausendwende. Wie beim Radio hat die Entdeckung von Werbung als einträglichstes Geschäftsmodell im Netz zu Konzentration geführt. Geschlossene Dienste wie Compuserve haben tatsächlich nicht überlebt. Überholt wurden sie von Anbietern, die das Web mit kostenlosen und teil-offenen Angeboten für sich nutzen. Ein Beispiel: Google ist offen für fast alle Seiten im Web und saugt das Netz regelrecht in seinen Kosmos hinein - doch den Zugriff auf dieses Wissen übers Netz macht Google exklusiv zu Geld.

Der Siegeszug der Web-Riesen

Laut dem Statistikdienstleister Comscore haben die US-Internetnutzer im Dezember 2010 gut 41 Prozent ihrer Online-Zeit auf den Web-Angeboten der fünf größten Anbieter Facebook, Google, Microsoft, Yahoo und AOL verbracht. Ein Jahr zuvor lag der Anteil noch bei etwa 37 Prozent der Online-Zeit.

Wer Wus Technikgeschichte gelesen hat, dem kommt manches Verhalten der großen Netz-Konzerne bekannt vor. Die Strategie der eigennützigen Offenheit zum Beispiel: Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts lockte die American Telephone and Telegraph Corporation (AT&T) mit recht günstigen Kooperationsangeboten kleine, lokale Anbieter, ihr Netz an das von AT&T anzuschließen. Sobald die Kleinen von der Infrastruktur des Riesen abhängig waren, veränderte AT&T die Bedingungen zu seinen Gunsten, übernahm einige der ehemaligen Konkurrenten und drängte andere vom Markt. Manche Programmierer, die auf Twitters anfangs sehr offene Infrastruktur setzten, dürften in dieser Geschichte Parallelen zu heute erkennen.

Auffällig ist derzeit, wie die Netz-Konzerne in fast alle Bereiche drängen: Mobilfunk, Musikverkauf, E-Books, soziale Netzwerke, Unterhaltungselektronik - fast alle Web-Riesen wollen fast alles machen und daran verdienen. So war es auch in den 1920er Jahren, als Telefonkonzerne das neue Rundfunkgeschäft übernehmen wollten. Auch damals kauften Großkonzerne wie AT&T Patente auf, um sich in Abwehrschlachten gegen kleine und große Konkurrenten durchzusetzen.

Das Netz trägt keinen Bauplan für die kommenden Jahrzehnte in sich

Und dann gibt es noch die verlockenden Angebote, die Konzerne wie AT&T einst der Politik machten. Sie argumentierten so: Wenn man sie nur gewähren und mächtig genug bleiben ließe, könnten sie dem Staat nützliche Dienste erweisen - das Land vernetzen, das Radioprogramm politisch ausgewogen gestalten, die Filme sauber halten. Und heute? Viele Leute reden von der "Facebook-Revolution", der US-Präsident beantwortet auf Facebook Fragen der Nutzer. Es macht den Eindruck, als sei das alles der Firma ziemlich recht.

Ihre Sprüche über die schöne neue Welt, in der alle von Quasi-Monopolen profitieren, können die Manager heutiger Informationsriesen getrost aus den 1920er Jahren übernehmen. Der AT&T-Chef Theodore Vail sprach damals davon, sein Unternehmen wolle ein "universelles Kabelnetz für die Übermittlung von Informationen von jedermann an jeden Ort in jeder anderen Stadt" bauen. Facebook-Managerin Sheryl Sandberg sagt heute, die Mission ihre Firma sei es, "die Welt zu vernetzen".

Ob solche Vorhaben zu mehr Vielfalt oder zu innovationshemmenden Monopolen führen - das hängt nicht von der Technik ab, die genutzt und entwickelt wird. Das Netz trägt keinen Bauplan in sich, man kann mit denselben Protokollen, Routern und Switches ein China-Intranet oder ein Wiki betreiben.

Wie das Netz in 20 Jahren aussehen wird, hängt von der technischen Entwicklung so sehr ab wie von Politik, Investoren, Regulierung, Wählern und Nutzern. Um das Netz zu gestalten, muss man aber erst einmal die Idee aufgeben, es sei etwas Gegebenes.

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1. -
franko_potente 18.07.2011
Zitat von sysopNeues Netz, neue Konzerne:*Online-Riesen teilen das Web unter sich auf, locken kleine Anbieter in ihre teil-offenen Angebote, schmeicheln der Politik. So ähnlich lief es beim Radio und Telefon. Die Geschichte zeigt: Das Netz kann man nicht verstehen -*nur Interessen erahnen, die es formen. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,772317,00.html
und das soll ich jetzt gut finden oder gar unterstützen? Nein, der Wiederholung der Geschichte gilt es vorzubeugen, und das Netz weiterhin offen zu gestalten.
2. Im
Hovac 18.07.2011
Gegensatz zu damals muss ich deren Angebote aber nicht nutzen weil ich keine Leitung exklusiv von einer dieser Firmen habe. Es ist also schon etwas anderes. Facebook gehört ja nichts, theoretisch kann das Unternehmen an einem Tag aus anderen Seiten gelöscht und ohne Nutzer sein, das ist bei einem Radiosender oder einer Festnetztelefonfirma etwas anders.
3. ein Aspekt vergessen
benjcmin 18.07.2011
meiner Meinung nach hat der Autor einen entscheidenen Aspekt vergessen. Nämlich den der Technologie die diesem Netz zu Grunde liegt. Auf der Ebene www mögen die Aussagen ja stimmen, allerdings dienen diesem "Dienst" noch weitere darunterliegende Ebenen. Die Netzinfrastruktur und deren Funktionsweise ist doch auch ein entscheidender Faktor bzw Grund des "freien" Netzes.
4. .
myspace 18.07.2011
Zitat von sysopNeues Netz, neue Konzerne:*Online-Riesen teilen das Web unter sich auf, locken kleine Anbieter in ihre teil-offenen Angebote, schmeicheln der Politik. So ähnlich lief es beim Radio und Telefon. Die Geschichte zeigt: Das Netz kann man nicht verstehen -*nur Interessen erahnen, die es formen. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,772317,00.html
Das kann im WWW spätestentes mit IPv6 nicht passieren, da die Web-Adressen praktisch unbegrenzt sein werden. Ich würde das Web eher mit einer Bibliothek vergleichen als mit Radio.
5. nt
drkloebner 18.07.2011
Das Netz ist ein Spiegelbild der Gesellschaften. Wenn die Mehrheit der Menschen Angst vor geistiger Freiheit hat, wird das Netz reguliert. Wenn die Menschen den freien Geist mehrheitlich bejahen, wird es keine Regulierung geben. Politische Entscheidungen werden schliesslich im Kontext mit dem Mehrheitswillen gemacht - zumindest bei uns meistens.
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Meilensteine in der Entwicklung des Internets
2. September 1969: Der erste Test
Am 2. September werden beim ersten Test des Arpanets, eines experimentellen Netzwerks des US-Militärs, bedeutungslose Daten zwischen zwei Computern hin- und hergeschickt.

29. Oktober 1969: Erster Datenaustausch
Am 29. Oktober werden erstmals Daten zwischen zwei verschiedenen Orten ausgetauscht: zwischen der University of California, Los Angeles, (UCLA) und dem Stanford Research Institute in Menlo Park in Kalifornien. Das Netz bricht aber nach den ersten beiden Buchstaben des Wortes "logon" zusammen.

1970: Ausweitung des Arpanet
Das Arpanet wird auch auf die Ostküste der USA ausgedehnt.

1972: E-Mail geht ans Netz
Ray Tomlinson bringt die E-Mail in das Netz. Er entscheidet sich für das (at)-Symbol, um die Adressen unterschiedlicher Netze zu kennzeichnen.

1973: Erste internationale Knoten
Die ersten internationalen Knoten des Arpanets entstehen in England und Norwegen.

1974 : Erfindung des TCP-Protokolls
Vint Cerf und Bob Kahn entwickeln eine Kommunikationstechnik namens TCP, damit sich Menschen in verschiedenen Netzen austauschen können. Damit entsteht das eigentliche Internet. Als TCP/IP wird diese Technik am 1. Januar 1983 schließlich allgemein angenommen.

1983: Domain-Namen werden vorgeschlagen
Erstmals wird ein System mit Domain-Namen vorgeschlagen. Mit .com, .gov und .edu entstehen ein Jahr später die ersten Endungen.

1988: Morris, der erste Wurm
Einer der ersten Internetwürmer, Morris, befällt Tausende Computer.

1989: Das erste proprietäre Netz
Die Firma Quantum Computer Services (später AOL) bietet für Macintosh und Apple II Computer den Dienst America Online an. Auch Besitzer eines Commodore 64 können sich ins Quantum-Angebot eingwählen - dort finden sie auch die erste grafische virtuelle Welt "Habitat" vor. Bis 2002 werden fast 27 Millionen Amerikaner Kunden von AOL.

1990: World Wide Web
Tim Berners-Lee entwickelt am Forschungszentrum CERN das World Wide Web, um akademische Informationen weltweit verfügbar zu machen.

1993: Der Vorgänger von Firefox, Netscape und IE
1993 - Marc Andreessen entwickelt mit Kollegen an der Universität von Illinois "Mosaic", den ersten Browser, der auf einer einzigen Seite Bilder und Text darstellt.

1994: Netscape und erste Spam-Mail
Andreessen und andere aus dem Mosaic-Team gründen eine Firma zur Entwicklung des ersten kommerziellen Web-Browsers: Netscape. Damit wird das wirtschaftliche Potential des Internets deutlich, was später auch Microsoft und andere auf den Plan ruft.
Im demselben Jahr verschicken zwei Anwälte die erste Spam-Mail, um für ihre Dienste zu werben.

1995: Amazon geht online
Der Online-Händler Amazon.com öffnet seine Pforten. Das US-amerikanisches Internet-Versandhaus mit Sitz in Seattle startete zunächst als reiner Internet-Buchhandel und ist heute weltweit größter Online-Versender von Waren aller Art.

1998: Google-Gründung und Microsoft-Klage
Aus einem Projekt in einem Wohnheim an der Universität Stanford entsteht Google.
Die US-Regierung überträgt die Verwaltung der Domain-Adressen an die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN).
Das US-Justizministerium und 20 US-Staaten verklagen Microsoft und werfen dem Hersteller des Betriebssystems Windows vor, seine Marktmacht zur Verdrängung von Netscape und anderen benutzt zu haben.

1999: Napster und Millionen Internetnutzer
Mit Napster wird der Tausch von Musik-Dateien populär. Die Musikindustrie verändert sich grundlegend.
Die weltweite Internet-Bevölkerung erreicht 250 Millionen.

2000: Ende des Dot-com-Booms
Der Dot-com-Boom der 90er Jahre geht zu Ende. Die Blase platzt. Technologieaktien stürzen ab.
Die Websites von Amazon.com, Ebay und anderen werden beim ersten größeren Denial-of-Service-Angriff lahmgelegt.

2002: 500 Millionen Internetnutzer
Weltweit nutzen mehr als 500 Millionen das Internet.

2004: Gründung von Facebook
Mark Zuckerberg gründet Facebook. Das soziale Netzwerk hat nach eigenen Angaben inzwischen 250 Millionen registrierte Nutzer.

2005: Videoportal YouTube startet
YouTube startet als Portal für Videos. Im Jahr 2006 kaufte Google das Videoportal für umgerechnet 1,36 Milliarden Euro, obwohl der Konzern bereits eine eigene Plattform namens Google Video betreibt.

2006: Über eine Milliarde Internetnutzer
Mehr als eine Milliarde Menschen sind online. Das ist ungefähr ein Sechstel der Weltbevölkerung, die 2006 bei geschätzten 6,6 Milliarden liegt.

2007: Das iPhone kommt
Apple stellt das iPhone vor und bringt die mobile Internetnutzung zu Millionen Menschen. Es setzt ein immer noch andauernder Boom internetfähiger Handymodelle ein, Netzbetreiber beginnen mit Mobil-Flatrates um Kunden zu werben.

2008: 1,5 Milliarden Internetnutzer und Firefox gedeiht
Die Zahl der weltweiten Internet-Nutzer steigt auf mehr als 1,5 Milliarden. In China alleine sind es 250 Millionen und damit erstmals mehr als in den USA.
Die Netscape-Entwickler stellen ihre Arbeit an dem Internet-Pionier ein. Der Open-Source-Browser Firefox wächst und gedeiht aber.
Die großen Fluggesellschaften bieten verstärkt Internet während des Fluges an.

2009: Erste Tageszeitung komplett im Netz
Als erste große US-Tageszeitung zieht der "The Seattle Post-Intelligencer" komplett ins Internet um.

2010: Über eine halbe Milliarde Facebook-Nutzer
Aller Kritik an mangelndem Datenschutz zum Trotz: Facebook wächst unaufhaltsam und kommt auf über eine halbe Milliarde Mitglieder. Jeder zehnte Deutsche ist mittlerweile in dem Netzwerk zu finden.

AP
Marktanteile der Tech-Riesen
Suchmaschinen (Desktop)
Google 75,68%
Baidu 11,95%
Yahoo 5,92%
Bing 4,24%
Stand: Februar 2012, Quelle: Net Applications
Suchmaschinen (Mobil)
Google 88,35%
Yahoo 6,63%
Baidu 3,34%
Bing 1,08%
Stand: Februar 2012, Quelle: Net Applications
Browser (Desktop)
Microsoft Internet Explorer 58,35%
Firefox 23,72%
Chrome (Google) 11,50%
Safari (Apple) 4,15%
*weltweiter Marktanteil, erhoben auf der Webbrowser-Angabe, Stand: Januar 2012, Quelle: Net Applications
Browser (Mobil)
Safari (Apple) 54,03%
Opera Mini 21,42%
Android Browser 12,74%
Symbian 6,89%
*weltweiter Marktanteil, erhoben auf der Webbrowser-Angabe, Stand: Januar 2012, Quelle: Net Applications
Betriebssysteme (Desktop)
Windows 91,92%
Mac 6,92%
Linux 1,16%
*weltweit, erhoben auf der Webbrowser-Angabe zum user-agent Stand: Februar 2012, Quelle: Net Applications
Betriebssysteme (Mobil)
Android (Google) 49,7
iOS (Apple) 30,1
Symbian 6,9
RIM 2,1
Nokia 1,8
andere 9,4
Marktanteil an Smartphone-Betriebsystemen im März 2011 in Deutschland (%). Quelle: InMob Mobile Insights, Basis der Auswertung sind 518,7 Millionen inMobi-Werbeeinblendungen auf Mobilgeräten in Deutschland im März 2011 und 470,3 Millionen Werbeeinblendungen im Januar
Werbung
Umsatz gesamt* Umsatz Google* Anteil Google (in %)
Internet 72,842 36,531 50,15
Magazine 43,122 0
TV 184,29 0
Zeitungen 91,495 0
gesamt 458,385 36,531 7,97
*Werbeumsätze 2011, weltweit in Mrd. Dollar, veröffentlicht von ZenithOptimedia 15. März 2012, Googles Werbeumsatz im Jahr 2011
Webnutzer
Angebot Unique Visitors (Mio.) Ø-Stunden
Webnutzer gesamt 366,8 26,75
Google 333,4 3.,14
Microsoft 270,8 3,22
Facebook 240,0 5,43
Wikimedia 161,3 0,22
Yahoo 141,0 1,23
eBay 107,6 0,99
Amazon 91,4 0,27
Top 30 Online Portale in Europa nach Gesamtzahl der Unique Visitors. Mai 2011, Internetnutzer in Europa, Alter 15+, Zuhause und am Arbeitsplatz; Quelle: comScore Media Metrix

Online-Nutzung in Deutschland (1997-2011)
Jahr 1997 2005 2006 2011
gelegentliche Onliner in Millionen 4,1 37,5 38,6 51,7
% der Bevölkerung 6,5 57,9 59,5 73,3
% der Männer 10 67,5 67,3 78,3
% der Frauen 3,3 49,1 52,4 68,5
Quelle: ARD/ZDF-Onlinestudien

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