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3-D-Modell: Forscher drucken sich einen Lautsprecher

Lautsprecher und Abspielgerät: Alle Lautsprecher-Bauteile stammen aus einem 3-D-Drucker Zur Großansicht
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Lautsprecher und Abspielgerät: Alle Lautsprecher-Bauteile stammen aus einem 3-D-Drucker

Es ist ein kleiner Schritt hin zur selbstgemachten Audioanlage: Per 3-D-Druck haben Forscher der amerikanischen Cornell University einen funktionsfähigen Lautsprecher hergestellt. Mit dem Klang professioneller Boxen kann die Eigenentwicklung aber nicht mithalten.

Ein Tastendruck auf dem Abspielgerät genügt, und es ist eine Audiodatei zu hören, die aus einem zerbrechlich wirkenden Lautsprecher dringt: "Neue Arbeitskräfte meistern den 3-D-Druck, der das Potential hat, die Art und Weise zu revolutionieren, wie wir Dinge herstellen." Die Worte Barack Obamas klingen zwar nicht gut, wenn sie aus dem orange-rötlichen Trichter kommen. Aber sie lassen sich verstehen - und damit ist das Ziel gemeistert. Denn der kleine Lautsprecher, der in einem Vimeo-Video vorgestellt wird, ist kein handelsübliches Exemplar. Er wurde von Forschern der Cornell University im Bundesstaat New York hergestellt: Sie schufen ihn per 3-D-Druck.

Die zwei Maschinenbau-Doktoranden Apoorva Kiran und Robert MacCurdy haben den Lautsprecher mit Unterstützung ihres Dozenten Hod Lipson entwickelt. "Alles ist 3-D-gedruckt", zitiert die Website designboom.com den Technik-Tüftler Kiran. Die Lautsprechermembran bestehe aus Plastik, hinzu kommen eine leitende Spule und ein Magnet. Nach dem Druck sei der Lautsprecher nahezu sofort einsatzfähig, nur ein kurzer Zusammenbau sei nötig, bevor er an andere Geräte angeschlossen werden kann.

Insgesamt brauchten Kiran, MacCurdy und Lipson zwei Drucker, um alle Teile des Lautsprechers herzustellen, heißt es beim Magazin "Architect". Die meisten Geräte seien bislang nicht in der Lage, mehrere Materialien gleichzeitig zu verwenden.

Auch andere Drucker stellen Lautsprecherteile her

Seine Entwicklung will das US-Forscherteam als Experiment verstanden wissen. "Wir haben bislang erst die Spitze des Eisbergs dieser Technologie gesehen", sagt Dozent Lipson in dem Videoclip. Man verfolge an der Cornell University das Ziel, den 3-D-Druck davon wegzubringen, nur passive Teile aus Plastik oder Metall zu liefern.

Am Lautsprecherbau versucht man sich aber auch andernorts. Im Frühjahr beispielsweise präsentierte ein Entwickler namens Evan Atherton ein besonderes Lautsprechergehäuse, das er mit Hilfe eines 3-D-Druckers produziert hatte. Auch Teile eines Computerlautsprechers wurden schon per 3-D-Druck hergestellt.

Und sogar Obamas Zitat, das aus einer der State-of-the-Union-Ansprachen stammt, wurden schon zuvor künstlerisch verwertet: Ein französischer Künstler präsentierte im November eine Skulptur, die die Worte des US-Präsidenten in Form einer Art Mondlandschaft visualisiert. Und auch dieses Kunstwerk entstand natürlich mit einem 3-D-Drucker.

mbö

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insgesamt 29 Beiträge
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1. Bei Bedarf aus dem Drucker.
Das Groschengrab 17.12.2013
Zitat von sysopVimeo Es ist ein kleiner Schritt hin zur selbstgemachten Audioanlage: Per 3-D-Druck haben Forscher der amerikanischen Cornell University einen funktionsfähigen Lautsprecher hergestellt. Mit dem Klang professioneller Boxen kann die Eigenentwicklung aber nicht mithalten. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/3-d-drucker-us-forscher-drucken-funktionsfaehigen-lautsprecher-a-939521.html
Die 3D-Technik ist zwar erstaunlich weit fortgeschritten, aber da gibt es noch Vieles aufzuholen. Man sollte sich keinen Illusionen hingeben: in 20 Jahren sieht das schon ganz anders aus. Und da viele alltägliche Dinge, die uns umgeben, ja tatsächlich nur aus "Plastik" hergestellt sind, werden wir in 20 Jahren sowas bei Bedarf aus dem Drucker bekommen.
2. primitiver geht's nimmer
cucco 17.12.2013
Zitat von Das GroschengrabDie 3D-Technik ist zwar erstaunlich weit fortgeschritten, aber da gibt es noch Vieles aufzuholen. Man sollte sich keinen Illusionen hingeben: in 20 Jahren sieht das schon ganz anders aus. Und da viele alltägliche Dinge, die uns umgeben, ja tatsächlich nur aus "Plastik" hergestellt sind, werden wir in 20 Jahren sowas bei Bedarf aus dem Drucker bekommen.
Diese Spielereien als relevant und zukunftsträchtig zu bezeichnen ist doch ein Witz! Seit der Erfindung der CD geght es mit der Tonqualität in der Wiedergabe bergab. Nicht nur das. Die Geräte, die man benutzt werden immer unzuverlässiger and störanfälliger. Ich kann nicht zählen, wieviel CD player ich in 20 Jahren zerschlissen bzw. weggeschmissen habe wegen irgendwelcher Störungen. Doch meine amplifier, C -Recorder und Plattenspieler der japanischen Oberklasse, mit handsigniertem Prüfbericht gekauft Ende der 70er laufen auch heute einwandfrei. Zusammen mit hochwertigen holzgerahmten Lautsprechern ergibt das Klang, den man mit den lächerlichen MP3 Geräuscherzeugern gar nicht vergleichen kann, auch nicht mit CDs. Man kann sich auch Lautsprecher aus Pappe und Draht basteln. Man kann auch Schilfrohr statt Zigaretten rauchen. Das bleiben dann experimentelle Bastelarbeiten aber kein technischer Fortschritt. Alle Produktion muss seit der Globalisierungswelle in Massen stattfinden. Die Firmen gieren nach mehr, obwohl sie durch outsourcing mehr als 10 mal so viel Profit einstreichen wie zu nationalen Zeiten. Alles auf Kosten der Qualität unserer angebotenen Produkte werden einige Milliardäre neu gemacht und die Millionäre werden reicher - das ist wohl der Stolz der Industrienationen. Nicht mehr der Inhalt und die Qualität des Lebens für jeden einzelnen. In solch einem Klima werden Lautspecher aus 3D Druckern gemacht, was vor 30 Jahren Abfall gewesen wäre.
3. Sinnlose Meldung - wird jetzt von jedem 3D-Druck einzeln berichtet?
mebschmw 17.12.2013
Sorry, aber ich kann das Wort 3D-Drucker schon nicht mehr hören! Wird jetzt über jeden Quatsch berichtet, den ein 3D-Drucker ausspuckt? Nur zur Info: Magnete und Spulen lassen sich nicht drucken. Und Membranen und Gehäuse aus Plastik sind nicht wirklich neu. Das Thema ist falsch dargestellt und besitzt keinerlei Relevanz! Die wichtigsten Teile wurden nicht gedruckt! Gedruckte Magneten wären tatsächlich revolutionär, aber genau das ist (noch) nicht möglich!.
4.
darksystem 17.12.2013
Zitat von cuccoDiese Spielereien als relevant und zukunftsträchtig zu bezeichnen ist doch ein Witz! Seit der Erfindung der CD geght es mit der Tonqualität in der Wiedergabe bergab. Nicht nur das. Die Geräte, die man benutzt werden immer unzuverlässiger and störanfälliger. Ich kann nicht zählen, wieviel CD player ich in 20 Jahren zerschlissen bzw. weggeschmissen habe wegen irgendwelcher Störungen. Doch meine amplifier, C -Recorder und Plattenspieler der japanischen Oberklasse, mit handsigniertem Prüfbericht gekauft Ende der 70er laufen auch heute einwandfrei. Zusammen mit hochwertigen holzgerahmten Lautsprechern ergibt das Klang, den man mit den lächerlichen MP3 Geräuscherzeugern gar nicht vergleichen kann, auch nicht mit CDs. Man kann sich auch Lautsprecher aus Pappe und Draht basteln. Man kann auch Schilfrohr statt Zigaretten rauchen. Das bleiben dann experimentelle Bastelarbeiten aber kein technischer Fortschritt. Alle Produktion muss seit der Globalisierungswelle in Massen stattfinden. Die Firmen gieren nach mehr, obwohl sie durch outsourcing mehr als 10 mal so viel Profit einstreichen wie zu nationalen Zeiten. Alles auf Kosten der Qualität unserer angebotenen Produkte werden einige Milliardäre neu gemacht und die Millionäre werden reicher - das ist wohl der Stolz der Industrienationen. Nicht mehr der Inhalt und die Qualität des Lebens für jeden einzelnen. In solch einem Klima werden Lautspecher aus 3D Druckern gemacht, was vor 30 Jahren Abfall gewesen wäre.
Der Titel Ihres Beitrages trifft diesen perfekt. Denn hier geht es keineswegs um gute Klangqualität, sondern um die Technik des 3D Drucks und ihre Fortschritte. Aber um Ihre Thema dennoch kurz aufzugreifen: Machen Sie mal einen kleinen Kratzer quer über Ihre Schallplatten und versuchen diese fehlerfrei abzuspielen. Ein guter CD Spieler bekommt das mit einer zerkratzten CD locker geregelt. Soviel zum Thema "störanfälliger". Bzgl. der Klangqualität ist die CD, rein von den technischen Daten her, einer Schallplatte auch deutlich überlegen (Im Zweifel Stichwort SA-CD). Sie gehören schlicht und ergreifend zu den ewig Gestrigen. CDs klingen aufgrund der besseren Qualität nun einmal "anders" als Schallplatten. Und das Thema "MP3" hat im Hi-Fi Bereich sowieso wenig zu suchen. Wenn überhaupt komprimeirt dann bitte FLAC o.Ä.. @Topic Ich finde die Fortschritte interessant. Ich denke es wird auch möglich werden Dinge aus weichem Metall herzustellen, wenn entsprechend präperiertes Material und passende Geräte geschaffen werden. Wer meint das dies niemals möglich sein wird möge bitte daran denken das es auch mal Zeiten gab als Computer ganze Räume füllten und nicht nur eine Hosentasche.
5. ...
cor 17.12.2013
Zitat von cuccoDiese Spielereien als relevant und zukunftsträchtig zu bezeichnen ist doch ein Witz! Seit der Erfindung der CD geght es mit der Tonqualität in der Wiedergabe bergab. Nicht nur das. Die Geräte, die man benutzt werden immer unzuverlässiger and störanfälliger. Ich kann nicht zählen, wieviel CD player ich in 20 Jahren zerschlissen bzw. weggeschmissen habe wegen irgendwelcher Störungen. Doch meine amplifier, C -Recorder und Plattenspieler der japanischen Oberklasse, mit handsigniertem Prüfbericht gekauft Ende der 70er laufen auch heute einwandfrei. Zusammen mit hochwertigen holzgerahmten Lautsprechern ergibt das Klang, den man mit den lächerlichen MP3 Geräuscherzeugern gar nicht vergleichen kann, auch nicht mit CDs. Man kann sich auch Lautsprecher aus Pappe und Draht basteln. Man kann auch Schilfrohr statt Zigaretten rauchen. Das bleiben dann experimentelle Bastelarbeiten aber kein technischer Fortschritt. Alle Produktion muss seit der Globalisierungswelle in Massen stattfinden. Die Firmen gieren nach mehr, obwohl sie durch outsourcing mehr als 10 mal so viel Profit einstreichen wie zu nationalen Zeiten. Alles auf Kosten der Qualität unserer angebotenen Produkte werden einige Milliardäre neu gemacht und die Millionäre werden reicher - das ist wohl der Stolz der Industrienationen. Nicht mehr der Inhalt und die Qualität des Lebens für jeden einzelnen. In solch einem Klima werden Lautspecher aus 3D Druckern gemacht, was vor 30 Jahren Abfall gewesen wäre.
Das könnte man auch über Ihren Beitrag sagen. 1. Hier geht es weder um Tonqualität noch um CDs. Hier geht es darum, wie weit die 3D-Drucktechnik fortgeschritten ist. Haben Sie den Artikel gelesen? 2. Auch Ihnen glaub ich nicht, dass Sie einen Unterschied von einer CD zu einer 256kbit MP3 hören. So? Na die Schallplattengeräte haben natürlich immer fehlerfrei abgespielt, oder? MP3s werden übrigens noch zuverlässiger abgespielt. Ach nee, stimmt ja. Da stimmt Ihnen ja wieder die Qualität nicht.
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  • Natalie Stosiek
    Markus Böhm schreibt von München aus am liebsten über Medien und die Menschen dahinter. Als "Kioskforscher" setzt er sich voller ungesunder Begeisterung bloggend mit Zeitschriften auseinander.


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