Jetzt Update installieren Sicherheitslücke im Adobe Flash Player entdeckt

Nach Microsoft rät auch Adobe zur Vorsicht: Eine Schwachstelle im Flash Player ermöglicht es Hackern, ganze Rechner zu kapern. Nutzer sollten die Software schnell aktualisieren.

Adobe Flash Player: Neue Sicherheitslücke bekannt

Adobe Flash Player: Neue Sicherheitslücke bekannt


Häufige Updates für die Video- und Animationssoftware Flash Player sind Computer-Nutzer gewöhnt. Meistens sollen diese die "Stabilität und Geschwindigkeit" des weit verbreiteten Browser-Plug-ins verbessern. Ein jetzt veröffentlichtes Update ist allerdings dringlicher: Es soll verhindern, das Cyberkriminelle von einer sogenannten Zero-Day-Schwachstelle profitieren: Solch eine Sicherheitslücke kann es Hackern ermöglichen, betroffene Systeme zu kapern und für ihre Zwecke einzusetzen.

In einem öffentlichen Sicherheitshinweis warnt Adobe, dass der Fehler bereits aktiv ausgenutzt werde. Anders als bei Microsoft, das am Wochenende auf eine schwerwiegende Lücke beim Internet Explorer hinwies, ist in diesem Fall auch bereits ein Patch verfügbar, der das Problem beseitigt.

Entdeckt wurde die Schwachstelle mit der Kennnummer CVE-2014-0515 von den Technikern des russischen Software-Unternehmens Kaspersky Labs. Sie wiesen Adobe bereits Mitte April auf das Problem hin. Im Sicherheitsblog "Securelist" schreibt Kaspersky-Mitarbeiter Vyacheslav Zakorzhevsky, dass die Lücke sich in einer Player-Programmkomponente mit dem Namen Pixel Bender findet, die für die Video- und Bildverarbeitung zuständig ist. Diese Programmkomponente habe Adobe schon seit einiger Zeit nicht mehr weiterentwickelt.

Betroffen sind diverse Versionen

Interessant ist, dass Kaspersky die bislang bekannten Angriffe auf die Flash-Schwachstelle einer Regierungs-Webseite aus Syrien zuordnet, auf der Bürger einst Gesetzesverletzungen melden konnten. Die Sicherheitsexperten vermuten, dass die Seite seit einem Hackerangriff im September 2013 dazu missbraucht werden sollte, syrische Regimekritiker, die vermeintlich anonym auf der Seite posteten, gezielt verfolgen zu können.

Betroffen von der Sicherheitslücke sind nach Adobe-Auskunft Flash Player der Version 13.0.0.182 und niedriger, die auf Windows-Rechnern laufen. Aber auch Mac-Rechner können angegriffen werden, sofern auf ihnen der Flash Player 13.0.0.201 oder eine vorherige Version installiert ist. Nicht einmal Linux-Nutzer können sich sicher fühlen: Sie sollten ihren Player aktualisieren, falls die Flash-Version 11.2.202.350 oder niedriger ist.

Welche Version des Flash Players auf Ihrem Computer installiert ist, können Sie auf dieser Support-Seite von Adobe prüfen. Von hier können Sie Ihren Player auch auf die neueste, gepatchte Version aktualisieren.

abr

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insgesamt 32 Beiträge
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Seite 1
manni.baum 29.04.2014
1. Support Seite von Adobe
arbeitet ungenau, Meldung "You have version 13.0.0.182" laut Systemsteuerung/Software ist es Version 13.0.0.206
bold_ 29.04.2014
2. Warum zum Teufel "muß" alle Welt
diese löchrige und gefrickelte SW nutzen! Die Mediatheken, zum Beispiel, arbeiten damit - gibt es denn wirklich keine Alternativen??? Adobe stellt seit Jahren "unter Beweis", daß sie den FP nicht in den Griff bekommen! Wieso hat deren mangelhaftes Produkt immer noch so viele Anhänger?
joint 29.04.2014
3.
Zitat von manni.baumarbeitet ungenau, Meldung "You have version 13.0.0.182" laut Systemsteuerung/Software ist es Version 13.0.0.206
Sie verwechseln die installierte Flash-Software mit dem Flash-Plugin für Ihren Browser. Es geht nur um das Plugin für den Browser.
Palisander 29.04.2014
4. Boahhh!
Wie oft noch? Dieser Updatewahn der heutigen Software ist doch pure Verarsche des Users. Besonders Adobe mit seinem unsäglichen doofen Flashplayer. Wann wird die Industrie da endlich Taten folgen lassen. Es kann doch nicht sein das ich alle "Wochen meine wertvolle Zeit damit verschwenden muss dieses total alte und schlecht geführte Produkt zu verwalten? Steve Jobs hatte es ja bereits vor Jahren gesagt das dieses Produkt gar nichts taugt. Genauso wenig wie die vollkommen veraltete Creative Suite. Es gibt glücklicherweise mittlerweile haufenweise gute Alternativen mit denen es Spaß macht kreativ zu arbeiten, da man sich nicht um die dauerhaften Kinderkrankheiten und die miese Benutzerführung dieser Programme scheren muss. Schon als Adobe Macromedias Freehand kassierte um ihr mieses Illustrator für Gesten Honks durchzuboxen war klar das wir Kreative die erste faschistische Firma unterstützen würden. Selten ein Unternehmen gefunden welches so wenig auf seine Nutzer eingeht wie diese Idioten. Sorry, aber das musste mal raus;-)
wurzelbär 29.04.2014
5. Im Prinzip ist es eine Sache der Vernunft
Zitat von sysopNach Microsoft rät auch Adobe zur Vorsicht: Eine Schwachstelle im Flash Player ermöglicht es Hackern, ganze Rechner zu kapern. Nutzer sollten die Software schnell aktualisieren. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/adobe-flash-player-update-schliesst-kritische-sicherheitsluecke-a-966705.html
Da man heute weder den Medien, den Unternehmen und schon garnicht der Politik glauben kann, bleibt es eine fragwürdige Entscheidung. Wird mit dem UP-Date ein neuer aktueller Daten-Pool angelegt? Ist es ein absichtlicher Programmierfehler für staatliche Kontrolle gewesen, der man auf die Spur kam? Mit Angst und Panik lassen sich viele Menschen zu Dingen hinreißen, die sie so nie machen würden. Am besten man hat zwei PC`s ! Einen stinke normalen mit allem was andere auch lesen und benutzen können und einen, der mit allen wichtigen Daten, Plänen, Arbeiten, etc. bestückt ist, aber ohne Internet, E-Mail, etc. etc. Alles prinzipiell über eine Sicherheits-Festplatte hin und her geschoben. Altmodisch aber sicher.
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