Adobe Reader PDF-Lücke entdeckt - so schützen Sie Ihren PC

Das Gratisprogramm Adobe Reader ist auf Millionen Computern weltweit installiert - und wegen Sicherheitslücken leicht angreifbar. Nutzer müssen die Software umgehend aktualisieren. Die Anleitung verrät, wie das geht.

Malware-Analyse: Unbekannte Cyberkriminelle nutzen Lücken im Adobe PDF-Reader aus, um Rechner zu kapern
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Malware-Analyse: Unbekannte Cyberkriminelle nutzen Lücken im Adobe PDF-Reader aus, um Rechner zu kapern


Eine Woche hat es gedauert: So lange nutzen Cyber-Gangster eine gravierende Sicherheitslücke im kostenlosen Adobe Reader aus. Jetzt hat der Hersteller das Problem beseitigt und eine neue Version des Programms veröffentlicht. Die Software zeigt PDF-Dateien an, sie ist weltweit auf mehreren hundert Millionen Rechnern installiert.

Die entdeckten Sicherheitslücken ermöglichen es Hackern, mit manipulierten PDF-Dokumenten einen PC unter ihre Kontrolle zu bringen. Dazu verschicken Kriminelle manipulierte Dateien per E-Mail an ihre Opfer. Mit geschickt formulierten Begleittexten versuchen sie, ihre Opfer zum Öffnen der angehängten Datei zu bewegen. Von den Sicherheitslücken sind die Adobe-Reader-Versionen für Windows, OSX und Linux betroffen.

Adobe rät allen Nutzer, die Software sofort zu aktualisieren. Und das geht so:

  • Welche Version der Adobe-Software Sie nutzen, erfahren Sie im Reader durch einem Klick auf den Menüpunkt Hilfe > Info über Adobe Reader.
  • Wenn Sie die bislang aktuellste Version 11.0.01 des Adobe Readers installiert haben, können Sie direkt ein kleines Update-Paket installieren. Adobe bietet dieses für alle Systeme an. Die Aktualisierungen für Windows und OSX hat die Versionsnummer 11.0.02, für Linux ist es die Version 9.5.4.
  • Wenn auf Ihrem Computer eine ältere Version des Adobe Readers installiert ist, sollten Sie die neueste Version des Programms komplett installieren. Diese Download-Seite sollte automatisch Ihr Betriebssystem erkennen und die passende Software laden. Wichtig: Achten Sie darauf, die von Adobe gesetzten Häkchen für Zusatzprogramme wie Chrome oder McAfee zu entfernen - der Anbieter installiert hier Fremdsoftware standardmäßig einfach mit.
  • Falls die automatische Systemerkennung nicht funktioniert: Einen Überblick aller Downloads gibt Adobe auf Übersichtsseiten für Windows, Macintosh und Linux.
  • Sobald die neueste Version installiert ist, sollten Sie die automatische Update-Funktion des Adobe Readers aktivieren. Dazu müssen Sie das Programm starten und im Menü Bearbeiten den Unterpunkt Voreinstellungen auswählen zum Eintrag "Updater".
  • Außerdem ist es empfehlenswert, im Adobe Reader die Funktion "erweiterte Sicherheit" zu aktivieren. Reader-Nutzer müssen dazu "Bearbeiten/Voreinstellungen" aufrufen. Dort gibt es das Menü "Sicherheit (erweitert)", wo sich für Dateien aus dem Internet oder alle Dateien "erweiterte Sicherheit" aktivieren lässt.

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lis/meu

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insgesamt 40 Beiträge
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Seite 1
rulamann 21.02.2013
1.
Zitat von sysopAPDas Gratis-Programm Adobe Reader ist auf Hunderten Millionen Computern weltweit installiert - und wegen Sicherheitslücken leicht angreifbar. Nutzer müssen die Software umgehend aktualisieren. Die Anleitung verrät, wie das geht. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/adobe-reader-und-acrobat-wie-schuetze-ich-meinen-pc-vor-der-luecke-a-884677.html
Das sogenannte Gratis-Programm oder besser bloatware durch sumatra pdf ersetzen und die Probleme sind gelöst.
Andr.e 21.02.2013
2.
Zitat von rulamannDas sogenannte Gratis-Programm oder besser bloatware durch sumatra pdf ersetzen und die Probleme sind gelöst.
Oder zweifelhafte PDFs in die virtuelle Tonne schmeißen - das geht auch mit dem ältesten Adobe-Reader.
eine-Meinung-unter-Vielen 21.02.2013
3. Ich möchte mal wissen ...
Warum ist solch ein Programm nicht einfach nur eine Art Sandbox, die ausser Texte darstellen nichts kann? Damit sollten Angriffe doch eigentlich ausgeschlossen sein, oder?
twan 21.02.2013
4.
Zitat von sysopAPDas Gratis-Programm Adobe Reader ist auf Hunderten Millionen Computern weltweit installiert - und wegen Sicherheitslücken leicht angreifbar. Nutzer müssen die Software umgehend aktualisieren. Die Anleitung verrät, wie das geht. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/adobe-reader-und-acrobat-wie-schuetze-ich-meinen-pc-vor-der-luecke-a-884677.html
Für 99% der Anwender sollte der PDF Reader in Chrome/Chromium ausreichend sein. Läuft auch in einer Sandbox. Man braucht nicht für jeden shice ein Zusatzprogramm.
u.loose 21.02.2013
5. wer braucht Acrobat?
Chrome oder Safari als Webbrowser können pdf anzeigen und drucken. Und als eigenständige Programme zum Anzeigen gibt es auch jede Menge Alternativen..
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