Mutmaßliche Sabotage Ägyptens Armee meldet Angriff auf Internetkabel

Das ägyptische Militär hat nach eigenen Angaben einen Sabotageakt im Meer verhindert. Taucher wollten demnach vor der Küste des Landes ein Internetkabel durchtrennen, die Männer sollen gefasst worden sein.

Grafische Darstellung eines Internetkabels: Digitale Lebensadern am Meeresgrund
DPA/ TE SubCom/ Arctic Cable Company

Grafische Darstellung eines Internetkabels: Digitale Lebensadern am Meeresgrund


Kairo - Vor der ägyptischen Mittelmeerküste haben Taucher nach Angaben der Armee versucht, ein Internetkabel zu durchtrennen. Die drei Täter hätten am Mittwoch die Leitung unweit des Hafens von Alexandria beschädigt. Eine Patrouille der Küstenwache habe einen Fischkutter in der Nähe festgesetzt und die Taucher verhaftet, sagte ein Sprecher.

Die Behörden veröffentlichten dazu auch ein Foto, das drei junge Männer in einer Art Schlauchboot zeigt. Genauere Informationen gab es zunächst nicht.

Am Freitag hatte eine Betreiberfirma von Problemen mit Internetkabeln berichtet. Computernutzer in ganz Ägypten klagen seitdem über gedrosselte Surf-Geschwindigkeit. Ob die Fälle in Zusammenhang stehen, war zunächst unklar. Ein Manager der zuständigen Firma Telecom Egypt sagte dem Fernsehsender CBC, ein Schiff habe ein Kabel beschädigt. Ab diesem Donnerstag solle die Verbindung aber wieder normal laufen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Unterwasserkabel in der Region beschädigt werden. Häufig sind Schiffsanker der Grund. Anfang 2008 gab es gleich vier gekappte Internet-Seekabel binnen weniger Tage und daraufhin Internetausfälle im Nahen Osten.

stk/Reuters/AP



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insgesamt 5 Beiträge
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jenstw 28.03.2013
1. Naher Osten
Ist schon OK: Ein Schritt in die richtige Richtung. Kein Internet, keine Panzer, keine Flugzeuge, keine Waffen. Bukas für die Frauen, Flatterhemdchen für die Männer. Kinder in die Koranschule. Ideoligisch auf Pfeil und Bogen Niveau, gut das wenigstens die Jugend Einsicht zeigt und die eingeführte Technik wieder abklemmt. Da sind wir Europäer doch ganz anders, wir sind immerhin schon beim Pferd angekommen.
jenstw 28.03.2013
2. Sorry,
nicht Pferd: Stevens Dampfmaschine. Auch kein Grund stolz darauf zu sein....
spiegelleser_1981 28.03.2013
3. Gott sein DANK !
Zitat von sysopDPADas ägyptische Militär hat nach eigenen Angaben einen Sabotageakt im Meer verhindert. Taucher wollten demnach vor der Küste des Landes ein Internetkabel durchtrennen, die Männer sollen gefasst worden sein. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/aegypten-taucher-wollten-offenbar-internetkabel-kappen-a-891386.html
Gott sein Dank haben Sie kein WLAN Kabel druchtrennt !
topodoro 28.03.2013
4. Nun sind ja die ersten Informationen mehr als dürftig
Zitat von jenstwIst schon OK: Ein Schritt in die richtige Richtung. Kein Internet, keine Panzer, keine Flugzeuge, keine Waffen. Bukas für die Frauen, Flatterhemdchen für die Männer. Kinder in die Koranschule. Ideoligisch auf Pfeil und Bogen Niveau, gut das wenigstens die Jugend Einsicht zeigt und die eingeführte Technik wieder abklemmt. Da sind wir Europäer doch ganz anders, wir sind immerhin schon beim Pferd angekommen.
Welche Identität und Nationalität haben die Verdächtigen ? Woher kam der Fischkutter ? etc... Dann kann man spekulieren... QUI BONO
jenstw 28.03.2013
5. Cool
Prima, velen Dank. Das nenne ich cool: Trotz meiner Provokation keinerlei negative Kommentare - alles einfach ignoriert. Anscheinend werden einige Zeitgenossen/notorische Siezer hier doch langsam erwachsen. Schöne Ostern, Jens
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