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Umsatz: Amazon kontrolliert ein Viertel des deutschen Web-Handels

Amazon-Logo in Bad Hersfeld: Der US-Handelsriese wächst in Deutschland Zur Großansicht
REUTERS

Amazon-Logo in Bad Hersfeld: Der US-Handelsriese wächst in Deutschland

7,7 Milliarden Euro hat Amazon 2013 in Deutschland eingenommen - mehr als je zuvor. Der US-Konzern wächst doppelt so stark wie der deutsche Online-Handel insgesamt.

Der US-Handelsriese Amazon baut seine Marktanteile in Deutschland aus. Das zeigt ein Vergleich der von Amazon veröffentlichten Umsatzzahlen in Mitteilungen an die Börsenaufsicht mit dem gesamten Online-Handelsumsatz in Deutschland.

7,7 Milliarden Euro nahm Amazon 2013 in Deutschland ein. Laut Berechnungen des Fachmagazins "Buchreport" macht dieser Umsatz fast ein Viertel (23,58 Prozent) des gesamten deutschen Online-Handelsumsatzes aus.

Amazon ist in den vergangenen vier Jahren doppelt bis dreimal so stark gewachsen wie der deutsche Online-Handel insgesamt. 2013 steigerte Amazon den Deutschlandumsatz um ein Fünftel, während der Online-Handel hierzulande insgesamt um 12,2 Prozent wuchs.

Online-Handelsumsatz und Amazons Anteil in Deutschland
Jahr Online-Umsatz (Mrd. Euro) Wachstum (%) Amazon-Umsatz (Mrd. Euro) Wachstum (%) Anteil Amazon
2010 23,7 8,22 3,924 - 16,56
2011 26,1 10,13 5,3569 36,52 20,52
2012 29,5 13,03 6,4698 20,78 21,93
2013 33,1 12,20 7,8057 20,65 23,58
Quellen: Handelsverband, Buchreport
Wie wichtig das Buchgeschäft für Amazon in Deutschland ist, geht nicht aus den offiziellen Zahlen hervor - der Umsatz wird nicht weiter aufgeschlüsselt. Das Fachmagazin Buchreport geht nach eigenen Berechnungen davon aus, dass Amazon 2013 beim Verkauf gedruckter und digitaler Bücher in Deutschland 1,7 bis 2 Milliarden Euro eingenommen hat. Stimmen die Zahlen, hat Amazon im deutschen Internetbuchhandel eine marktbeherrschende Position.

Beim E-Book-Vertrieb ist Amazon in Deutschland Marktführer. 2012 kontrollierte Amazon 41 Prozent der Umsätze mit digitalen Werken.

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1. Das geht leicht
Berner See 03.02.2014
mit illegalen Methoden: Amazon konnte sich drei Jahre, 2010-2013, aufgrund der illegalen Preisparitätsklausel als "mindestens so günstig" darstellen. Und wenn man dann fast (!) alle Gewinne nach Luxemburg verschifft, dort kaum Steuern zahlt, Eingliederungshilfe für Saisonarbeiter (!) kassiert und - anders als wohl Otto und Neckermann (lt. wikipedia) - keine Einzelhandels-Tariflöhne zahlen muss, ja dann .... Das Leben kann so leicht sein.
2.
dig 03.02.2014
Zitat von Berner Seemit illegalen Methoden: Amazon konnte sich drei Jahre, 2010-2013, aufgrund der illegalen Preisparitätsklausel als "mindestens so günstig" darstellen. Und wenn man dann fast (!) alle Gewinne nach Luxemburg verschifft, dort kaum Steuern zahlt, Eingliederungshilfe für Saisonarbeiter (!) kassiert und - anders als wohl Otto und Neckermann (lt. wikipedia) - keine Einzelhandels-Tariflöhne zahlen muss, ja dann .... Das Leben kann so leicht sein.
Diese "illegalen Methoden" wurden von der Deutschen Regierung für alle ausländischen Firmen beschlossen, die in Deutschland tätig sind.
3. Wenden die etwa Methoden wie NSA an?
dig 03.02.2014
Zitat von sysopREUTERS7,7 Milliarden Euro hat Amazon 2013 in Deutschland eingenommen - mehr als je zuvor. Der US-Konzern wächst doppelt so stark wie der deutsche Online-Handel insgesamt. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/amazon-kontrolliert-ein-viertel-des-deutschen-online-handels-a-950821.html
Es mag ja zutreffen, dass Amazon ein Viertel des Umsatzes des deutschen Webhandels macht, aber Amazon "kontrolliert" ihn nicht. Oder wenden die Methoden wie NSA an?
4.
Loosa 03.02.2014
Zitat von Berner Seemit illegalen Methoden: Amazon konnte sich drei Jahre, 2010-2013, aufgrund der illegalen Preisparitätsklausel als "mindestens so günstig" darstellen. Und wenn man dann fast (!) alle Gewinne nach Luxemburg verschifft, dort kaum Steuern zahlt, Eingliederungshilfe für Saisonarbeiter (!) kassiert und - anders als wohl Otto und Neckermann (lt. wikipedia) - keine Einzelhandels-Tariflöhne zahlen muss, ja dann .... Das Leben kann so leicht sein.
Was denn für illegale Methoden? 1. Amazon ist kein Einzelhändler. Dass die Angestellten nach Logistik-Tarif bezahlt werden ist irgendwie einleuchtend. 2. Amazon macht zum einen fast keinerlei Gewinne, zum anderen ist es nicht illegal das gültige Steuerrecht soweit möglich zu nutzen. Ganz im Gegenteil müssten sogar Klagen der Aktionäre befürchtet werden wenn Amazon dies nicht täte. 3. Das Bundeskartellamt startete die Prüfung der Paritätsklausel. Später wurde deutlich, dass sie diese Klausel untersagen wird. Bevor es dazu kam strich Amazon sie aus den Nutzungsbedingungen. Manche Firmen unterliefen diese Regelung ohnehin schon, so waren die Versandkosten von Printus auf der Amazonseite deutlich höher als auf der eigenen. Aber vielleicht könnte Amazon seinen Händlern einfach Sonderkonditionen anbieten wenn sie ihre Waren nirgendwo sonst günstiger anbieten, dann lohnt sich das vielleicht für beide. Es gibt genügend Handelsplattformen die ähnliche Anreize bieten.
5.
ralf_si 03.02.2014
Zitat von digEs mag ja zutreffen, dass Amazon ein Viertel des Umsatzes des deutschen Webhandels macht, aber Amazon "kontrolliert" ihn nicht. Oder wenden die Methoden wie NSA an?
Sie wissen aber schon, dass Amazon auch Cloud-Dienste anbietet, gell?!
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