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New York: Amazon will binnen einer Stunde liefern

Amazon bietet einigen Prime-Kunden in New York nun besonders schnelle Lieferzeiten für Shampoo und Spielzeug an. Manhattan soll nur der Anfang sein.

Amazon-Logo: Dinge des täglichen Bedarfs kommen innerhalb einer Stunde Zur Großansicht
AFP

Amazon-Logo: Dinge des täglichen Bedarfs kommen innerhalb einer Stunde

In Deutschland streiken Amazon-Mitarbeiter für mehr Lohn, in New York müssen die Kollegen künftig noch mehr auf Zack sein: Dort bietet der Konzern für bestimmte Artikel eine Lieferung innerhalb einer Stunde an. Der Expressdienst nennt sich "Prime Now" und ist zunächst in Teilen Manhattans verfügbar.

Für die Zustellung von Taschentüchern, Shampoo, Büchern, Spielzeug oder Batterien werden 8 Dollar Gebühr fällig. Eine Lieferung innerhalb von zwei Stunden soll für Nutzer von Amazons Vorzugsklub "Prime" inklusive sein.

Die Dinge des täglichen Bedarfs lassen sich über eine neue App bestellen. Geliefert wird zwischen sechs Uhr morgens und Mitternacht. Amazon schließt damit zu Dienstleistern wie Urbanfetch oder Supermärkten auf. Offenbar soll das mehr sein als nur ein Werbegag: Im kommenden Jahr soll "Prime Now" auf weitere Städte in den USA ausgeweitet werden, teilte der Konzern mit.

Vor einem Jahr hatte Amazon angekündigt, künftig zur Auslieferung Mini-Drohnen einzusetzen. Die kommerzielle Nutzung von Drohnen muss in den USA aber erst noch erlaubt werden - und ein Entwurf der Aufsichtsbehörde sieht strenge Auflagen vor. In New York wird also vorerst ganz herkömmlich geliefert.

ore

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1. Lokaler Handel ist selber schuld!
caligus 19.12.2014
Ganz ehrlich: So stümperhaft, wie der lokale Handel sich in den letzten 10 Jahren angesichts der wachsenden Internet-Konkurrenz verhalten hat, geschieht es diesem nur recht! Schon längst hätte der lokale Einzelhandel seinen Standortvorteil VOR ORT mit seinen Waren zu sein, ausnutzen können, um Online-Anbietern den Garaus zu machen. Hätte sich der lokale Einzelhandel z.B. in einer Amazon-ähnlichen Webseite gemeinschaftlich in Städten organisiert, hätten auch diese schon seit Jahren den "1-Stunden-Service" anbieten können. Dazu hätte man aber aus seinem Schneckenhaus kriechen müssen ... also lieber weitermachen wie bisher - und hoffen.
2.
ärgerhochzwei 19.12.2014
Die Frage ist doch auch hier, wer liefert die Ware? Amazon Geschäftsführer mit einem Millionen Gehalt oder billigst Arbeitskräfte die sich auf einer Plattform melden können um Ihre Arbeitskraft für die "Mitnahme" eines Paketes zum Nachbarn bereit erklären. So kann Amazon Pakete ausliefern und zahlt mal wieder keine Sozialabgaben und Steuern. Die andere Möglichkeit ist es werden selbständige Paketzusteller angestellt die dann für alle Kosten selber aufkommen müssen. Alle die die hier jetzt schon wieder nach der schönen neuen Welt rufen mit einfach mal so ausliefern innerhalb einer Stunde, wobei ich nicht weiß wieso einer nicht in dieser Zeit selber einkaufen gehen kann, wenn in dieser zeit doch geliefert werden kann, sollten mal überlegen ob Sie bereit wären dem Lieferservice überschlagsmäßig mal soeben 15€ zahlen würden. Wir wollen ja schließlich Sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze mit Mindestlohn.
3.
ralf_si 19.12.2014
Zitat von ärgerhochzweiDie Frage ist doch auch hier, wer liefert die Ware? Amazon Geschäftsführer mit einem Millionen Gehalt oder billigst Arbeitskräfte die sich auf einer Plattform melden können um Ihre Arbeitskraft für die "Mitnahme" eines Paketes zum Nachbarn bereit erklären. So kann Amazon Pakete ausliefern und zahlt mal wieder keine Sozialabgaben und Steuern. Die andere Möglichkeit ist es werden selbständige Paketzusteller angestellt die dann für alle Kosten selber aufkommen müssen. Alle die die hier jetzt schon wieder nach der schönen neuen Welt rufen mit einfach mal so ausliefern innerhalb einer Stunde, wobei ich nicht weiß wieso einer nicht in dieser Zeit selber einkaufen gehen kann, wenn in dieser zeit doch geliefert werden kann, sollten mal überlegen ob Sie bereit wären dem Lieferservice überschlagsmäßig mal soeben 15€ zahlen würden. Wir wollen ja schließlich Sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze mit Mindestlohn.
Was der erste Poster auch vergisst: Zum Glück gibt's in Deutschland Arbeitnehmerrechte (nein, ich bin kein Arbeitnehmer, aber dennoch finde ich es lobenswert!). Ich finde es klasse, dass in Deutschland wegen zehn möglicher Kunden nachts kein Supermarkt mehr geöffnet sein muss, was eh nur der Einladung für Raubüberfälle dienen würde. Und wer zu faul ist, nachts wegen Taschentüchern, Batterien oder Spielzeug sich selbst in Bewegung zu setzen, sollte einen erhöhten Krankenkassenbeitrag leisten. Ach, das vergisst der erste Poster ja auch, ein derartiges System wie in Deutschland kennen die US-Amerikaner auch nicht. Und wenn derartige Lieferungen Amazons den Stadtverkehr blockieren, wird sich auch keiner freuen.
4.
vhe 19.12.2014
Zitat von ärgerhochzweiDie Frage ist doch auch hier, wer liefert die Ware? Amazon Geschäftsführer mit einem Millionen Gehalt oder billigst Arbeitskräfte die sich auf einer Plattform melden können um Ihre Arbeitskraft für die "Mitnahme" eines Paketes zum Nachbarn bereit erklären. So kann Amazon Pakete ausliefern und zahlt mal wieder keine Sozialabgaben und Steuern. Die andere Möglichkeit ist es werden selbständige Paketzusteller angestellt die dann für alle Kosten selber aufkommen müssen. Alle die die hier jetzt schon wieder nach der schönen neuen Welt rufen mit einfach mal so ausliefern innerhalb einer Stunde, wobei ich nicht weiß wieso einer nicht in dieser Zeit selber einkaufen gehen kann, wenn in dieser zeit doch geliefert werden kann, sollten mal überlegen ob Sie bereit wären dem Lieferservice überschlagsmäßig mal soeben 15€ zahlen würden. Wir wollen ja schließlich Sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze mit Mindestlohn.
Und das steht wo? Zumindest das WSJ schreibt, dass sie normale Fahrradkuriere nehmen.
5. Aufatmen
querollo 19.12.2014
Ich glaube, wir können da alle beruhigt aufatmen. Die Realität in Deutschland sind derzeit aus wie folgt: Am Montag Ware bestellt (die zu Weihnachten gebraucht wird) und heute, 5 Tage später, ist die noch nicht einmal verschickt worden. Weil ich im Ausland lebe, wird die dann noch mal minimal 5 Werktage unterwegs sein. Also, dieses Jahr wird das nix mehr.
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