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Angeklickt Brasilianische Kinder korrigieren Justin Bieber

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YouTube-Video von Red Balloon: Charlie Sheen schreibt brane statt brain

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"Hallo Justin Bieber, Du bist super, aber Du hast einen Fehler in Deinem Tweet!"

Anderer Leute Grammatik zu korrigieren, ist eigentlich etwas für Besserwisser. Diese üblicherweise unangenehme Eigenart kann man aber auch einsetzen, um Kindern beim Lernen einer Fremdsprache zu helfen. Mit Hilfe von Twitter zum Beispiel.

Erfinderin dieser Variante ist Andrea Baena, die an der Red Balloon School in São Paulo Englisch unterrichtet und nach einer Möglichkeit suchte, mit Kindern auf spielerische Art deren Grammatikkenntnisse zu verbessern. Dabei kam sie auf die Idee, moderne Kommunikationsformen und jugendliche Begeisterung für Stars zu diesem Zweck zu nutzen: Baena bat die Acht- bis 13-Jährigen in den Tweets ihrer Lieblingsstars zu stöbern und nach Rechtschreibfehlern zu suchen. Wenn sie einen Patzer finden, wird er den Mitschülern vorgelesen. Anschließend wird die Schreibempfehlung von den Kids in einem freundlichen Kurztext verfasst und über den schuleigenen Twitter-Account @redballoonBR verschickt.

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Da viele englischsprachige Prominente Twitter nutzen, aber nicht alle dabei auf ihre Grammatik achten, haben die kleinen Rechtschreibwächter genügend zu korrigieren. Promis wie Justin Biber, Sylvester Stallone, Jamie Oliver und Kim Kardashian wurden bereits auf Fehler in ihren Tweets hingewiesen. Allerdings ist dabei der Ton immer so freundlich, dass es ihnen niemand verübelt. Für die Schule ist das natürlich nicht zuletzt ein öffentlichkeitswirksamer PR-Gag.

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Es sei schade, so Baena, dass die Idole der Kinder ihre Botschaften so oft in inkorrektem Englisch versendeten, denn das verstärke den Eindruck, es sei schon in Ordnung, Fehler zu machen. Dabei wäre es wichtig, dass gerade Promis hier eine Vorbildfunktion einnähmen und auch in einer schnellen Social-Media-Umgebung auf Slang, Wortdreher und Grammatik achten. Inwiefern Paris Hilton, Will.i.am sich diesen Rat zu Herzen nehmen, bleibt abzuwarten. Bis dahin gibt es für die "Celeb Grammar Cops" noch eine Menge zu tun.

Vielleicht gibt es ja irgendwann Unterstützung aus Deutschland. Sofern das Projekt an hiesigen Schulen Nachahmer findet.

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11 Leserkommentare Diskutieren Sie mit!
Mario_4815162342 11.07.2013
StonyBrook 11.07.2013
EvilGenius 11.07.2013
spon-facebook-10000521268 11.07.2013
Rapporteur 11.07.2013
J.Cahill 11.07.2013
Wurzler 11.07.2013
Matthias_H 11.07.2013
faster 12.07.2013
KnoKo 12.07.2013
Sgt.Moses 14.07.2013
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