Angespielt: Dragon Age

Angespielt: Dragon Age Fotos

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Wer als Nachfolger legendärer Spiele antritt, muss einiges bieten, um Fans zufriedenzustellen. "Dragon Age" will das. Das als inoffizieller Nachfolger des Klassikers "Baldur's Gate" geltende Rollenspiel treibt dafür ziemlichen Aufwand.

Verschiedene Anfänge für verschiedene Spielfiguren, eine aufwendige Vertonung und Drachen: Das ist zwar toll, aber der Funke mag nicht so recht überspringen. Denn erst einmal muss lange geredet werden, um herauszufinden, wo man überhaupt ist und warum man jetzt was machen soll. Kleine Botengänge sind dabei und ausufernde Ausflüge.

Vielleicht liegt das an einer gewissen Müdigkeit gegenüber den üblichen Fantasy-Rollenspielen, die im Grunde nur die Geschichte des Bösen variiert, das wieder aufersteht und bekämpft werden muss. Also im Grunde die Geschichte, die spätestens nach "Der Herr der Ringe" nicht noch einmal erzählt werden muss. Wer davon aber nicht genug bekommen kann, der ist hier sehr gut aufgehoben und hat ein gutes Programm für mindestens die erste Hälfte des Winters.

In den USA sorgt das Spiel übrigens gerade für einen klitzekleinen Aufruhr - die Schelme vom Entwicklerstudio Bioware haben nämlich nicht nur ein paar optionale, mit bestimmten Dialogen zu erschließende Sexszenen zwischen Kriegern und Heldinnen/Schurkinnen im Spiel versteckt - sondern auch eine zwischen dem Helden und einem stattlichen Elfen-Assassinen. Alles ganz züchtig in Unterwäsche, versteht sich.

Unter dem entsprechenden YouTube-Video tobt derzeit eine heftige und teils hässliche Debatte zwischen homophoben Gamern und denkenden Menschen, die für Toleranz auch im Reich der Pixel werben. Manche allerdings amüsieren sich auch einfach über die doch eher betuliche Animation - und den verklemmten Dialog, der dem Polygonen-Liebesakt vorausgeht.

"Dragon Age" von Electronic Arts; für PC, Xbox 360 und Playstation 3; ab 45 Euro; USK: ab 18 Jahren

Weiter zu: Dead Space: Extraction

Mitarbeit: Christian Stöcker

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