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Angespielt GTA: The Ballad of Gay Tony

Angespielt: GTA: The Ballad of Gay Tony
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Eigentlich reicht es. Das zumindest konnte man vor dem Erscheinen von "The Ballad of Gay Tony" sagen. Die "GTA"-Serie war seit Erscheinen von "GTA IV" etwas überpräsent. Ableger auf Nintendo DS und Sony PSP erschienen. Mit "The Lost and Damned" kam zudem noch eine Erweiterung für "GTA IV" auf den Markt, die Liberty City, das kaum veränderte New York des Spiels, aus Biker-Sicht erfahren ließ. Jetzt also der schwule Nachtclubbesitzer Tony Prince und sein Leibwächter Luis Lopez, wieder als Erweiterung zu "GTA IV", die im Doppelpack mit "The Lost and Damned" auch ohne Hauptspiel funktioniert.

Schon nach kurzer Zeit weiß man: Es reicht noch nicht, man möchte mehr. Das Liberty City von "GTA IV" hat eine weitere Dimension gewonnen. Betrachtete es bisher die Armen und Beladenen, so sind es jetzt die Reichen und Schönen, die das Spiel bevölkern - oder zumindest die, die einmal dazu gehören möchten. Und waren es beim Hauptspiel und der ersten Erweiterung fast moralische Noir-Gangstergeschichten, für "GTA"-Verhältnisse ernsthaft erzählt, so wird jetzt aller trüber Realismus über Bord geworfen und ein überdrehtes James-Bond-Element ins Spiel eingeführt. Arabische Möchtegernplayboys und russische Aushilfsgangster treffen sich in den Clubs der Stadt, werfen mit Geld nur so um sich und machen, was ihnen gefällt.

Deshalb fährt Luis, der Protagonist des Spiels, Panzer, fliegt im Kampfhubschrauber über die Stadt und versenkt Schiffe oder liefert sich auf einem fahrenden U-Bahn-Zug Gefechte. Das ist völlig übertrieben, bleihaltig, lustig, vielseitig und ein großartiger Abschied von "GTA IV". Denn jetzt, so glaubt man, jetzt reicht es wirklich.

"GTA - The Ballad of Gay Toni" von Rockstar Games; für Xbox 360 als Download für Xbox Live; ca. 20 Euro
oder
"GTA: Episodes from Liberty City" ("The Ballad of Gay Toni" und "The Lost and Damned" auf einer DVD) von Rockstar Games; für Xbox 360; ca. 40 Euro; USK: ab 18 Jahren

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