Angespielt: The Elder Scrolls IV: Oblivion
"To ready your weapon or fists, drücke die Taste X. To block, den linken Schalter drücken," so wird in "The Elder Scrolls: Oblivion" der Kampf gegen Ungeheuer erklärt. Stünde die deutsche Übersetzung stellvertretend für die Gesamtqualität dieses Rollenspiels, man würde es nicht einmal in die Nähe seiner Konsolen lassen wollen. Was einem hier an Kauderwelsch vorgesetzt wird, verdirbt erstmal den Spaß.
Nicht nur, weil viele Texte keinen Sinn ergeben, sondern auch weil teilweise Bezeichnungen von Gegenständen und Zaubern vertauscht wurden. Wer würde schon hinter "Feuerball" einen Heilungszauber vermuten? Weil man aber gutmütig ist und sich mit dem Besuch von Hilfeseiten und Foren weiterhelfen kann, spielt man erstmal weiter. Und stellt fest, dass man schon bald nicht mehr von "Oblivion" lassen kann. Und als einsamer Held durch das riesige Land Cyrodiil streift, kleine Aufträge besorgter Menschen annimmt, ihnen die Liebhaber wiederbringt zum Beispiel, oder Spione entlarvt. Oft aber streift man einfach nur durch das wunderbar aussehende Land, steigt auf Berge und lässt seinen Blick schweifen. Und immer wieder wendet man sich seiner Hauptaufgabe zu: Die bösen Eindringlinge aus der Parallelwelt Oblivion bekämpfen und die Tore zu ihrer Heimat schließen.
Bei all dem Aufwand, der hier getrieben wurde, bei all der Detailverliebtheit, der Schönheit der Umgebung, den ausgefallenen Ideen ist es umso unverständlicher, weshalb die Übersetzung so schlecht geworden ist. Wer englisch spricht, sollte sich überlegen, das Spiel im Original zu besorgen, alle anderen warten auf einen Patch, der die gröbsten Fehler ausbessert. Denn die reißen einen immer wieder aus dem schönen Traum "Oblivion".
Für Abenteurer, die schlechtes Deutsch nicht an der Erforschung einer wunderbaren Welt hindert.
"The Elder Scrolls IV: Oblivion" von Take 2, für PC und Xbox 360, ab 40 Euro; USK: Freigegeben ab 12 Jahren
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