"Anhören"-Button: Facebook spielt ein bisschen MySpace

Mit einem Klick zur Musik-App: Facebook hat den Seiten von Musikern und Bands in seinem Netzwerk einen "Anhören"-Button spendiert. Was es dann zu hören gibt, kontrollieren offenbar nicht die Künstler selbst - sondern externe Anbieter wie Spotify.

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"Anhören"-Button auf Facebook: Mehr Nutzer für Spotify und Co.

Die Facebook-Entwickler haben das Netzwerk um einen unscheinbaren Button erweitert: "Anhören", auf der englischen Seite "listen", steht nun auf vielen Musiker-Seiten direkt neben dem "Gefällt mir"-Knopf. Wer klickt, bekommt die entsprechende Musik über einen Streaming-Dienst wie zum Beispiel Spotify vorgespielt.

Dazu muss man Spotify installiert haben - oder einen anderen Musikdienst, der bei Facebook vertreten ist. Nutzt man Deezer, Rdio, Mog oder Slacker Radio, führt der "Anhören"-Button auf das entsprechende Angebot. Hat der Nutzer keine Musik-App installiert, erscheint ein Feld mit dem Vorschlag, ebendas nachzuholen. Welche Titel der Musikliebhaber dann vorgespielt bekommt, hängt vom ausgewählten Streaming-Service ab. Während Spotify die fünf beliebtesten Titel spielt, bietet Rdio eine Zufallsausauswahl aus allen zur Verfügung stehenden Nummern an - aber auch nur, wenn man einen kostenpflichtigen Account bei dem Dienst hat.

"TechCrunch" gefällt die Sache nicht übel, mit dem neuen Button hätten Musiker die Möglichkeit, wesentlich einfacher und schneller an neue Fans zu kommen als bisher. Das dürfte vor allem kleinere und Indie-Bands sehr freuen - solange sie im Angebot der Streaming-Dienste enthalten sind. Was jetzt noch fehle, sei ein ähnlicher Button namens "Ansehen" auf Seiten von TV-Sendern und Filmstudios, der auf Knopfdruck Dienste wie Hulu oder Netflix in Gang setzen würde.

Für Facebook liegt der Vorteil der Knopferweiterung auf der Hand. Das Netzwerk kann als Musikanbieter auftreten, ohne dabei eigene Inhalte bereithalten zu müssen. Für alle Beteiligten ist die Bedienung auf absolute Einfachheit getrimmt. Ganz egal, welche Musik-App ein Facebook-Nutzer installiert hat und unabhängig davon, welche Anwendungen von den entsprechenden Künstlern bevorzugt werden, ein Klick auf den immer gleichen Button reicht aus.

Für die Nutzer ist das allerdings nicht ganz so praktisch wie die Musik-Integration bei MySpace. Das ehemals populäre soziale Netzwerk ermöglicht es Künstlern, eine Auswahl an Liedern zur Verfügung zu stellen, die der Nutzer dann gezielt abspielen kann. Facebook überlässt die Auswahl nun nicht den Künstlern, sondern den Anbietern der zum Teil kostenpflichtigen Apps.

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Streaming-Dienste: Spotify und die deutsche Konkurrenz
Streamingdienste im Überblick
Angebot Spotify Simfy Napster Deezer Rdio Juke
Titel im Katalog 16 Mio. 16 Mio. 15 Mio. 13 Mio. 15 Mio. 15 Mio.
Browser nein ja ja ja ja ja
Player Desktop Windows, MacOS, Linux, iOS, Android, Blackberry Windows, MacOS, Linux, iOS, Android, Blackberry Windows / MacOS nein Windows / MacOS nein
Player Mobil iOS, Android, Blackberry, WP 7 iOS, Android, Blackberry iOS, Android iOS, Android, Blackberry iOS, Android, Blackberry, WP 7 iOS, Android
Offline-
Modus (Desktop)
ja (9,99 Euro) ja (9,99 Euro) ja ja (9,99 Euro im Monat, 1 Rechner) nein ja
Offline-
Modus (mobil)
ja (9,99 Euro) ja (9,99 Euro) ja (9,95 Euro) ja (9,99 Euro im Monat, 1 Gerät) ja (9,99 Euro im Monat) ja
Eigene Daten (Desktop) ja ja nein ja ja nein
Eigene Daten (mobil) ja (9,99 Euro im Monat) nein nein ja ja (9,99 Euro im Monat) nein
App-
Plattform
ja nein nein nein nein nein
Künstler-
Radio
ja ja ja ja ja nein
Bitrate 160 Kbit/s Dektop, 320 Kbit/s (99 % 9,99 Euro) 192 - 320 Kbit/s 128 Kbit/s (Streaming Dekstop), 192 Kbit/s AAC offline bis zu 320 Kbit/s bis zu 320 Kbit/s keine Information
Gratis werbe-
finanziert (sechs Monate unbegrenzt auf dem Desktop, welt-
weit begrenzt auf 10 Stunden nach sechs Monaten)
werbe-
finanziert (20 Stunden Streaming auf Desktop / per Browser, 5 Stunden nach zwei Monaten)
Testversion 7 Tage 30 Sekunden zum Reinhören / Testversion 15 Tage Premium Testversion 7 Tage Unlimited nein
Bezahl-Angebot 1 4,99 Euro (unbe-
grenztes Streaming Desktop)
4,99 (unbe-
grenztes Streaming auf Desktop / per Browser)
7,95 (Streaming Desktop) 4,99 (Browser / Desktop), 9,99 (Mobil, Offline-Funktion) 4,99 (Browser / Desktop), 9,99 (Mobil, Offline-Funktion) -
Bezahl-Angebot 2 9,99 Euro / Monat 9,99 Euro / Monat 9,95 (Desktop und Mobil) 9,99 (Mobil, Offline-Funktion) 9,99 (Mobil, Offline-Funktion) 9,99
Stand: 10.8.2012

meu

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  • Richard Meusers schreibt als Autor für SPIEGEL ONLINE über die Digitalisierung.

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Ehssan Dariani hat die Studenten-Community StudiVZ 2005 gegründet. Zuerst investierten Lukasz Gadowski und Matthias Spiess in StudiVZ, später finanzierten es vor allem die Gebrüder Samwer - bekannt für die Klingeltonfirma Jamba - und der Venture-Capital-Arm des Holtzbrinck-Verlags ("Die Zeit", "Handelsblatt"). Im Januar 2007 übernahm Holtzbrinck StudiVZ. Derzeit haben die Plattformen studiVZ.net, schuelerVZ.net und meinVZ.net nach eigenen Angaben rund 17,4 Millionen Nutzer (Stand: Januar 2011). Mehr zu StudiVZ auf der Themenseite...
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