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Anonymous und LulzSec: Jugend hackt

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Das Internet wird von marodierenden Teenagern unsicher gemacht: Sie knacken Rechner und blockieren Websites. Gruppen wie Anonymous und LulzSec brechen mit der alten Hacker-Ethik - wir werden uns an die aufmüpfige Netzjugend gewöhnen müssen.

Neue Hacker: Marodierende Teenager piesacken das Netz Fotos
DPA

Hamburg - Die Gruppe LulzSec veröffentlicht Porno-Passwörter und gibt die Opfer zum Abschuss frei, Anhänger von Anonymous blockieren Server und rufen zum Einbruch in Regierungsnetze auf, eine Gruppe namens TeaMp0isoN veröffentlicht Auszüge aus einem Adressbuch Tony Blairs: Eine neue Generation von Hackern hat das Netz zu ihrer Spielwiese erkoren. Es sind Teenager und junge Erwachsene, die es mit Hilfe ihrer Tastatur und ein paar Steuerbefehlen in die Nachrichten schaffen und auch schnell wieder verschwinden - die Gruppe LulzSec behauptet nun plötzlich, sie werde sich auflösen.

Diese neue Generation legt Websites mit massenhaften Abfragen lahm, sucht Sicherheitslücken und kopiert Login-Daten, vertrauliche Daten veröffentlicht sie gleich gigabyteweise. Einige von ihnen können Programme schreiben, die Mehrheit greift auf fertige Tools zurück. Mal bombardieren sie die Gema-Website mit Datenpaketen, weil auf YouTube Videos gesperrt sind. Oder sie veröffentlichen Namen und Adressen von Polizisten, die im US-Bundesstaat Arizona die Grenze kontrollieren.

Mit den Hackern, die den Begriff vor Jahren prägten, haben die Neuen nicht viel zu tun. Im Gegenteil: Eine regelrechte Feindschaft verbindet die etablierten Hacker und den ungestümen Nachwuchs. "Da haben sich Hau-drauf-Gruppen gegründet und nun gibt es da Konflikte", sagt Sandro Gaycken, der über Sicherheitspolitik im Internet forscht. "Das Establishment lehnt den jugendlichen Aktivismus ab."

Das Hacker-Establishment ist entsetzt

Als Establishment bezeichnet er die in den neunziger Jahren entstandene Hacker-Szene, eine überschaubare Gruppe, deren Protagonisten sich untereinander oft kennen - und die sich einer Ethik verschrieben haben. Diese besagt, dass man mit Sicherheitslücken verantwortungsvoll umgehen muss: Man weist die Verantwortlichen darauf hin, gibt ihnen die Möglichkeit, das Leck zu stopfen, bevor man damit an die Öffentlichkeit geht.

Die häufig eingesetzten Website-Blockaden, sogenannte Denial-of-Service-Angriffe (DDoS), lehnt dieses Establishment ab. "2600: The Hacker Quarterly", seit den neunziger Jahren ein wichtiges Publikationsorgan der US-Szene, verurteilt die Praxis als kindisch. Es sei noch nie richtig gewesen, jemanden von der Kommunikation abzuschneiden und ruhig zu stellen, heißt es in einer Stellungnahme. So würden Hacker keine Probleme lösen.

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Hacker-Spielereien: Die größten Hacks von LulzSec
Die Hacker der alten Garde hielten sich oftmals vornehm zurück und setzten ihre Fähigkeiten nicht einfach nur aus Spaß ein. "Aus ganz praktischen Gründen, die wollten ihre Freiheit im Internet nicht riskieren", sagt Sandro Gaycken. So wurde die Szene alt, begabte Hacker gründeten Unternehmen oder heuerten bei der Industrie an, das Wissen war einigermaßen unter Kontrolle. Nun beginne eine neue Phase des Internets, sagt Gaycken, und das sei "sehr schlecht für die Szene".

LulzSec und Anonymous halten sich nicht an die alten Regeln. "Das sind meist junge Menschen, die sich politisch engagieren wollen. Die haben aber keine Lust, auf eine Demonstration zu gehen, nach der nichts passiert, über die nicht einmal berichtet wird", sagt Gaycken. Also gehen sie ins Internet. "Teenager waren schon immer gerne mal auf Krawall aus. Jetzt, wo die Technologie zum Massenphänomen wird, spielt sich das eben im Netz ab."

"Bienenschwarm" in Bewegung

Auch Thorsten Henkel, Direktor am Fraunhofer Institut für Sichere Informationstechnologie, beobachtet den jugendlichen Aktivismus im Internet. "Man kann Hacker grob gesagt in drei Gruppen einteilen: Es gibt die 19-Jährigen, die Daten kopieren und Websites blockieren", so Henkel. Außerdem gebe es Verbrecher, die Geldautomaten ausspähten oder über Phishing Seiten Zugang zu Konten erhielten und schließlich "professionelle Gruppen, die Spionage betreiben oder gezielte Schäden anrichten": Es gibt Spaß-Guerilla und echte Cyber-Krieger.

Sorge bereiten Henkel vor allem die kriminellen Hacker. Die Übergänge zu den Spaß-Aktivisten, die vor Nötigung und Erpressung nicht zurückschrecken, sind fließend. Sie starten gerade einen Angriff nach dem nächsten - allen voran Anonymous, so etwas wie eine weltweite Jugendbewegung.

Anonymous ist ein loser Zusammenschluss, der sich über das Bilderforum 4Chan gefunden hat - ein paar Hacker und Hunderte Unterstützer, als kleinster gemeinsamer Nenner der Kampf für Netz-Freiheit und Demokratie. Praktisch jeder kann sich zu Anonymous zählen und versuchen, eine Operation zu starten und den "Bienenschwarm" in Bewegung zu setzen. "Im Prinzip ist das die alte Agenda des Chaos Computer Clubs: Jeder kann mitmachen, jeder kann für die Gruppe sprechen, ein anarchistischer Haufen", sagt Sandro Gaycken.

Motivation, Rechenleistung und Know-how

LulzSec ist eine Absplitterung von Anonymous, eine regelrechte Sportgruppe, die sich dem Hacken aus Spaß verschrieben hat. Die Gruppe, vermutlich gibt es weniger als zehn Mitglieder, trat erstmals im Mai dieses Jahres in Erscheinung. Binnen weniger Wochen gelangen der Gruppe eine Reihe spektakulärer Hacks, sie drangen in Webserver des US-Senats, von Sony Pictures und einer FBI-Partnerorganisation ein.

Dass derzeit kaum eine Woche vergeht, ohne dass vertrauliche Daten von Servern kopiert werden, verwundert Henkel nicht. "Sicherheitslücken hat es immer gegeben - nur machen sie heute über Twitter und Blogs schneller die Runde und betreffen eine viel größere Anzahl von Nutzern", sagt Henkel. "Hexerei ist das alles nicht." Im Netz gebe es viele Anleitungen, wie man diese Sicherheitslücken ausnutzen könne, die man auch ohne entsprechendes Studium verstehen könne.

Außerdem setze sich das Internet in immer mehr Lebensbereichen durch, mehr Menschen setzten sich mit der Funktionsweise auseinander und beschäftigten sich mit der Technik. "Da darf es nicht verwundern, wenn die Menschen mit den Fähigkeiten etwas anfangen." Für Unternehmen und Behörden hat der IT-Experte eine schlechte Nachricht: "Wenn man in das Zielfeld einer Gruppe von Leuten gerät, ist es nur eine Frage der Ressourcen, ob ein Schaden entsteht. Mit genügend Motivation, Rechenleistung und Know-how klappt das."

Hacken gegen die pure Vernunft

Doch viele Aktivisten würden vergessen, dass das Internet auch eine Erweiterung und Verfestigung bestehender Machtverhältnisse ist. "Das Netz gehört auch den Unternehmen - und die drängen Staaten im Angesicht von Bedrohungen zu einer stärkeren Kontrolle", sagt Gaycken. Diese Kontrolle koste Geld und sei politisch heikel. "Firmen und Regierungen machen das nicht gerne - doch ein Grund wird ihnen gerade geliefert." Dem freien Internet könnte es massiv an die Struktur gehen.

Um den marodierenden Teenager-Mob in die Schranken zu weisen, paktieren einige Hacker mittlerweile mit den Behörden. Eine Gruppe namens "Web Ninjas" unterstützt nach eigenen Angaben Ermittler und will schon einige Mitglieder von LulzSec enttarnt haben. Auch "The Jester", angeblich ein ehemaliger Hacker im Auftrag der US-Streitkräfte, macht Jagd auf die Youngster und outete angeblich einen Anonymous-Aktivisten.

Denn mit herkömmlichen Mitteln, mit Verurteilungen und Haftstrafen, ist den Online-Aktivisten kaum beizukommen: Es sind schlicht zu viele geworden. In mehreren Ländern ist die Polizei bereits ausgerückt, um Anonymous-Anhänger festzunehmen - was regelmäßig zu neuen Website-Blockaden und neuen Hackerangriffen führt. Über Twitter melden sich die Online-Aktivisten zu Wort und erklären die in Haft sitzende Mitstreiter zu bloßen Mitläufern.

Blockaden und Angriffe auf Websites, sagt Sandro Gayken, seien nun ein "konstantes Begleitphänomen": Sie sind gekommen, um zu bleiben. Nur eben nicht immer dieselben Gruppen unter denselben Namen. So wie LulzSec, die nun nach 50 Tagen ihre Auflösung bekannt gegeben haben, deren Mitglieder in Zukunft aber ziemlich sicher in anderen Gruppen, mit anderen Namen wieder aktiv werden.

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1. Nichts genaues weiß man nicht
Karsteman 28.06.2011
---Zitat--- Anonymous ist ein loser Zusammenschluss, der sich über das Bilderforum 4Chan gefunden hat - ein paar Hacker und Hunderte Unterstützer, ... ---Zitatende--- Von journalistischer Seite würde ich eher "Anonymus ist vermutlich ein loser..." formulieren, oder sie wissen scheinbar mehr als die Polizei. ---Zitat--- "Das Netz gehört auch den Unternehmen - und die drängen Staaten im Angesicht von Bedrohungen zu einer stärkeren Kontrolle", sagt Gaycken. ---Zitatende--- Wer sagt Ihnen denn, daß die Angriffe von jugendlichen Hackern kommen? Genauso könnten gesettelte, "verbusinesste" Hacker im Auftrag Randale machen. Ziel: mehr Kontrolle über das Web für Staaten/Firmen. Nichts genaues weiß man nicht...
2. .
RosaHasi 28.06.2011
so viele halbwahrheiten und unwahrheiten liest man immer öfter in den spiegelartikeln. oftmals recherchiert und kommentiert von ahnungslosen...
3. internet
psycheciety 28.06.2011
Das Internet gehört (auch) den Unternehmen ??? Das Internet gehört ja wohl NIEMANDEM !!! (Ausser vielleicht "Der Menschheit") Und wer etwas zu verbergen hat, der sollte eben nicht im Netz darüber (zu) offen kommunizieren...
4. Etwas bewegen
dichterDichter 28.06.2011
Das ist zwar nur eine Seite der Medaille aber die Jugend sucht sich eben einen Ort an dem sie Macht hat und etwas bewegen kann. Sie hat keinen Einfluss auf die Politik, welche offensichtlich nicht an ihnen interessiert ist. So verschafft man sich Aufmerksamkeit und stillt seinen Drang etwas bedeutendes im Leben zu erreichen. Früher war es die Musik, heute ist es das internet womit sich die Jugendlichen von den "Spiessereltern" abkoppeln. Das Internet ist nicht mehr das wozu es mal gedacht war. Es hat sich zwar dazu entwickelt aber es war nie dazu gedacht Geld zu machen. Anfangs war alles OpenSource. Man könnte diese Hackergruppen "Piraten" nennen, eine Konsequenz aus jahrelangem Missbrauch einer guten Sache und der Androhung auch dieses Fleckchen freie Erde zu überwachen und durch die uninteressierten Politiker kontrollieren zu lassen.
5. Kontrolle
A-Schindler, 28.06.2011
> Genau deshalb machen die Hacker das ja Grade, weil die diese Entwicklung nicht wollen. Das Internet war mal mehr oder minder Frei, man konnte seine Meinung sagen usw. Heute muß man Aufpassen was man sagt, weil man verklagt werden kann nur weil man seine Meinung sagt und es einem anderen nicht passt. Der Freiraum im Internet wird immer enger obwohl das Internet wächst. Zu glauben das das Internet nur den Unternehmern gehört ist schlicht Falsch.
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Die Web-Guerilla Anonymous
Die Namenlosen
Anonymous ist eine lose Gruppierung, die ihren Ursprung einst im anarchischen Bilderforum 4Chan hatte. Zunächst konzentrierten sich Aktivisten auf Aktionen gegen Scientology. Inzwischen werden DDoS-Attacken, bei denen Websites durch massenhafte Anfragen überlastet werden, gegen eine Vielzahl von Zielen durchgeführt. Die Gruppe erklärte sich solidarisch mit den Aufständischen in Ägypten, Libyen, Syrien und anderswo, sie verteidigt WikiLeaks und bekämpft die Branchenverbände der Musik- und Filmbranche. Freie Information und das Recht auf Anonymität gehören zu den wenigen geteilten Zielen der zahlreichen Netznutzer weltweit, die sich zu Anonymous zählen.
Masken und Anzüge
AFP
Die Maske kommt aus Alan Moores Kultcomic "V wie Vendetta" und steht dort als Symbol für den Kampf gegen Unterdrückung, Überwachung und Zensur: Man erkennt die Gruppenzugehörigkeit, nicht aber den anynomen Träger. Angelehnt ist die Maske an Guy Fawkers, einen englischen Offizier, der 1605 den König und das Parlament in die Luft sprengen wollte, um die Verfolgung der Katholiken anzuprangern. Der Mann im Anzug ohne Kopf, das Logo der Bewegung, steht für eine Organisation ohne Anführer: Jeder kann Anonymous sein. Eine Vielzahl von Websites und Foren, Social-Network-Profilen und YouTube-Angeboten propagiert die Grundideen und -ziele der Bewegung.
Dauerfeuer aus Ionenkanonen
Anonymous setzt häufig auf Distributed-Denial-of-Service- oder kurz DDoS-Attacken. Darunter versteht man Angriffe über das Internet, bei der eine Vielzahl von Rechnern für so massenhafte Seitenaufrufe sorgt, dass die angegriffenen Server mit der Überlast nicht mehr fertig werden und kollabieren. Meist sind sie Stunden später aber wieder am Netz. Die "Niederorbit-Ionenkanone" ist ein Tool, das DDoS-Attacken für jedermann ermöglicht - und den freiwilligen Anschluss an ein Botnetz. Klingt cool, ist bei Einsatz aber kriminell. Anonymous hat mehrere zehntausend dieser DDoS-Tools für sogenannte Raids in Umlauf gebracht.
Anonymous gegen Scientology
REUTERS
Anlass zur Gründung der Bewegung waren 2008 Versuche von Scientologen, das Internet zensieren zu lassen: Ein ganz besonders wirres Video, in dem der Schauspieler Tom Cruise über Scientology redet, sollte aus dem Web entfernt werden. In den Foren einiger Imageboards (vor allem 4Chan, wo alle Teilnehmer Anonymous heißen) wurde daraufhin eine DDoS-Attacke verabredet. Seitdem protestiert ein "Arm" von Anonymous regelmäßig, auch ganz in echt auf der Straße, gegen Scientology.
Unterstützung für WikiLeaks
Bekannt wurde Anonymous durch Blockade-Angriffe auf Mastercard und Visa, die "Operation Payback". Die Finanzdienstleister hatte der Enthüllungsplattform WikiLeaks die Unterstütung entzogen. Später startete Anonymous "Operation Leakspin", eine Crowdsourcing-Initiative, um die von WikiLeaks veröffentlichten Dokumente nach interessanten Geschichten zu durchsuchen. Sympathisanten sollen ihre Energie darin investieren, Enthüllungen in "bürgerjounalistischer" Aufmachung auf allen denkbaren Kanälen so weit wie möglich zu verbreiten.
Anonymous und Sony
REUTERS
Sony möchte nicht, dass die Nutzer der Playstation auf der Spielkonsole eigene Software laufen lassen. Der Hacker GeoHot veröffentlichte eine Anleitung, wie es trotzdem geht - und bekam deshalb juristischen Ärger. Anonymous blies als Reaktion Mitte April zum DDoS-Angriff, zur "Operation Sony". Unbekannte stahlen parallel mehr als hundert Millionen Nutzerdaten des Playstation-Networks, weitere Hacker-Angriffe folgten - und Sony verdächtigt Anonymous, beschuldigt die Gruppe der Mittäterschaft.
Im Visier der Ermittler
Die Website-Blockaden provozieren staatliche Gegenwehr: Das FBI ermittelt, Anfang des Jahres wurden Wohnungen durchsucht und Verdächtige festgenommen. In Deutschland durchsuchten Ermittler im Mai, mitten im Wahlkampf, Server der Piratenpartei: Auf einer offenen Plattform soll, ohne Wissen der Partei, ein DDoS-Angriff geplant worden sein. Im Juni nahm die Polizei in Spanien drei mutmaßliche Anonymous-Mitglieder fest, mehr als zwei Millionen Chat-Protokolle sollen ausgewertet worden sein. Auch das Militärbündnis Nato, das sich für den Cyber-War rüstet, hat Anonymous im Visier.

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Cyberwar: Vom Internet-Angriff zum bewaffneten Konflikt
Steven Levys Hacker-Ethik
1. Zugang zu Computern - und sonst allem, was einem etwas über das Funktionieren der Welt beibringen könnte - sollte unbegrenzt und vollständig sein.
2. Eigenhändiger Zugang soll stets den Vorrang haben.
3. Alle Information sollte frei sein.
4. Misstraue Autorität - fördere Dezentralisierung.
5. Hacker sollten nach ihren Hacks beurteilt werden, nicht aufgrund von Scheinkriterien wie Abschlüssen, Alter, Rasse oder Position.
6. Man kann mit einem Computer Kunst und Schönheit schaffen.
7. Computer können dein Leben zum Besseren verändern.

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Vielfältige Netzgemeinde: Datalove, Aluhüte, Spackeria
Die Hackergruppe LulzSec
Das nach eigenen Angaben kleine Hackerkollektiv LulzSec hat sich auf das Aufspüren und Ausnutzen von Sicherheitslücken spezialisiert. Ziele waren unter anderem Sony, Nintendo, die Nachrichtenseite PBS und der Cyber-Sicherheitsverband InfraGard. LulzSec steht für "Laughing at your security". Die "Lulz", der Spaß am Unsinn, sind eine Erfindung aus dem Anarcho-Bilderforum 4Chan, in dessen Umfeld auch die lose organisierte Spaßguerilla Anonymous entstanden ist. Der Werbespruch im Twitter-Profil von LulzSec lautet: "Weltmarktführer in Sachen Spitzenunterhaltung auf Eure Kosten."

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