Für Smartphones und Computer von Apple müssen Kunden ordentlich Geld bezahlen. Regelmäßig gibt es deswegen Berichte, der Konzern würde sich nun auch um weniger betuchte Kunden kümmern und abgespeckte Modelle auf den Markt bringen. Analysten raten seit Jahren dazu, Brancheninsider wollen von solchen Plänen wissen - bisher hat Apple allerdings noch immer an seiner Strategie festgehalten, nur eine kleine Auswahl an Geräten zu hohen Preisen zu verkaufen.
Die Android-Konkurrenz, allen voran Samsung, verkauft ähnlich leistungsstarke Geräte für weitaus weniger Geld. Bisher hält sich Apple aus diesem Segment heraus - iPhones gehen trotzdem weg wie nichts, der Konzerngewinn schraubt sich in immer neue Höhen. Trotzdem gibt es nun erneut ein Billig-Gerücht: Das "Wall Street Journal" (WSJ) und die taiwanische "Digitimes" wollen von einem günstigen iPhone wissen.
Zuerst berichtete die "Digitimes", die ihr Ohr häufig nah an Lieferanten hat, von entsprechenden Plänen. So soll Apple voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2013 eine auf die Schwellenmärkte in China und anderen Ländern zugeschnittene Version des iPhone herausbringen. Vor allem die starken Absatzzahlen des iPad mini in den entsprechenden Märkten könnten die Apple-Verantwortlichen dazu bewogen haben, diesen Erfolg mit einem weiteren Gerät zu wiederholen.
Apple würde Strategie wechseln
Unter Berufung auf Quellen unter Apple-Zulieferern heißt es weiter, das neue Smartphone werde mit einem größeren Display ausgestattet sein, die Rede ist von fünf Zoll Diagonale. Auch das äußere Design soll völlig erneuert sein. Erste Prototypen des Geräts seien bereits gesichtet worden. Überdies sei in China die Zusammenarbeit mit China Mobile geplant, dem weltweit größten Mobilfunkanbieter.
Ebenfalls unter Berufung auf informierte Quellen heißt es, die bereits jahrelangen Planungen für eine Billigvariante könnten bis zum Ende des Jahres in eine Markteinführung münden. Um die Fertigungskosten zu drücken, werde die Hülle möglicherweise nicht wie beim aktuellen iPhone aus Aluminium sondern aus Polycarbonat gefertigt sein. Für andere Bestandteile könnten auch Komponenten älterer iPhone-Versionen Wiederverwendung finden. Wie konkret diese Pläne sind und wie weit die entsprechenden Vorbereitungen vorangeschritten sind, konnte nicht geklärt werden. Wie üblich verweigerte Apple jeden Kommentar.
Neuauflage zwei Jahre alter Gerüchte
Nicht alle sind von der Nachricht vom demnächst kommenden Spar-iPhone beeindruckt. Beim Branchendienst Cnet wird die "Digitimes" als nicht sonderlich verlässlich eingestuft, an der "WSJ"-Story sei überdies nicht sonderlich viel Inhalt. Die einzige wirkliche Neuigkeit bestehe darin, dass die preiswerte iPhone-Fassung eine Kunststoffhülle haben werde. Ansonsten handele es sich beim aktuellen Bericht um nicht viel mehr als die Neuauflage einer bereits zwei Jahre alten Meldung. Schon im Februar 2011 hatte das "WSJ" berichtet, Apple arbeite an einem kostengünstigen iPhone, um der wachsenden Konkurrenz im Smartphone-Markt zu begegnen.
Tatsächlich sind wenige Dinge so verlässlich wie immer wieder aufkommende Gerüchte um eine angeblich schon in Arbeit befindliche Schmalspur-Version des Apple-Smartphones. Allein 2011 gab es mindestens zwei Gerüchtewellen. Nach dem im Februar des Jahres umraunten Billig-iPhone 4, das letztlich nie kam, machten im August erneut Vermutungen die Runde. Seinerzeit hieß es, Apple arbeite an einem um ein Drittel kleineren Mini-iPhone zum Preis von 200 Dollar. Auch dieses Gerät erblickte bekanntlich nie das Licht der Welt.
Im Grunde wird das iPhone seit seiner Markteinführung von Gerüchten um eine günstige Version begleitet. Schon 2007 hatten Analysten über ein kleineres Low-cost-Modell des iPhones spekuliert und auch eine Verkaufszahl von 30 bis 40 Millionen solcher Geräte prophezeit. Letztlich, so "Cnet", handelt es sich bei der aktuellen Meldung nur um ein weiteres Gerücht.
meu
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