Von Matthias Kremp und Christian Stöcker
Irischstämmige US-Amerikaner sind ein streitbares Völkchen. Die Paddies, wie sie von ihren Landsleuten mal mehr, mal weniger freundlich genannt werden, mögen es gar nicht, wenn man Witze auf ihre Kosten macht - und erst recht nicht, wenn man sich über ihre Kultur lustig macht. Nun meldet die Bürgerrechtsorganisation Féach ar na Féilire (FANF) laut " The Register" Protest gegen Apples in den USA ab Ostersamstag erhältlichen Tablet-Computer iPad an. Der Name des Produktes, das habe ein FANF-Sprecher "The Register" "über einen Übersetzer" mitgeteilt, sei bereits vor elf Jahren für einen mittlerweile abgestellten Online-Beratungsdienst für Gälisch sprechende Immigranten registriert worden.
Pádraig O'Súil sagte "The Register", man habe schon zigmal an Apple geschrieben, aber immer ohne Reaktion. Nun habe man die Anwälte eingeschaltet, um den iPad-Start in letzter Minute zu verhindern. Man habe es hier "mit einem weiteren Beispiel für Apples Arroganz gegenüber der amerikanisch-irisch-sprechenden Gemeinde" zu tun, "sowohl was die USA, als auch was Irland angeht". So gebe es bis heute keine Lokalisierungen für Apple-Menüs in Gälisch. Gleichzeitig stehle der Konzern "ständig" irische Vokabeln als Produktnamen. O'Súil konnte auf Nachfrage außer "Mac" auf Anhieb allerdings keine weiteren Beispiele nennen.
Ein Apple-Sprecher kommentierte die Kritik gegenüber "The Register" mit den Worten: "Saoire le do thoil teachtaireacht tar éis an ton."
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