Online-Aprilscherze Jetzt bitte alle mal die DSL-Kabel durchpusten

Nur für den Fall, dass Sie es nicht mitbekommen haben: Heute ist der 1. April. Etliche Firmen nehmen das Datum zum Anlass, absurde, abwegige und manchmal sogar lustige Aprilscherze zu verbreiten. Wir haben für Sie gesammelt.

Microsoft Braces: Wearables für die Zähne?
Microsoft

Microsoft Braces: Wearables für die Zähne?


Verstopfte Internetkabel freiblasen

Ihr Internet wird gefühlt immer langsamer? Dann liegt es wohl am "Skin-Effekt", der dafür verantwortlich sein soll, dass die Übertragungsrate in Kupferkabeln abnimmt. Mit gewohnt herzlicher Trockenheit berichten die Kollegen von "Heise Online", dass die Telekom ihren Kunden jetzt empfehle, von Zeit zu Zeit den "Reinigungsmodus" ihres Modems zu aktivieren, um die Kabel "durchzublasen". Früher habe man das manuell machen müssen, indem man aufwendig die Kupferkabel aus der Erde zog, um sie zu drehen. Bitte legen Sie jetzt das Handbuch Ihres Routers wieder weg.

Microsoft setzt auf In-Mouth-Computing

"Wir haben zähneknirschend akzeptiert, dass wir auf dem Markt der Wearables noch nicht angekommen sind", zitiert eine auf den 1. April datierte Pressemitteilung den Microsoft-Pressechef Thomas Mickeleit. Das soll anders werden: Die digitale Zahnspange "Microsoft Braces" ziele auf die Zielgruppe der 8- bis 18-jährigen Zahnspangenträger. Die erste Version der Spange habe außer Bluetooth eine 32-Megapixel-Kamera und tauge natürlich auch zum Telefonieren - über den Spangenbügel. Außerdem eingebaut: Vibrationsalarm, der Simultanübersetzer "Bing Translator for Braces", ein eingebauter Beamer sowie GPS. Ob die Spange Eltern, Geheimdienste und Krankenkassen automatisch über im Mund des Trägers vorgefundene illegale Substanzen informiert, verschweigt Microsoft leider.

Gefährliche Jagd auf Pokemon

Google begnügt sich nicht mit einem Aprilscherz, sondern hat traditionell mehrere in petto. Der vielleicht netteste ist die Pokemon Challenge bei Google Maps: Auf dem weltweiten Kartendienst sind 150 Figuren der Spielserie aus den Neunzigern versteckt. Wer sie findet, kann sie einfangen und in seinem Pokedex sammeln - wie damals beim Originalspiel. Das funktioniert wirklich und ist mit Hilfe von Positionslisten, die im Internet kursieren, auch machbar. Die riskante Virtual-Reality-Anwendung aus diesem YouTube-Video ist allerdings wirklich ein Scherz.

Angebliche Ehrung für Ex-NSA-Chef

Apropos Geheimdienste: Der Alexander-Platz wird umbenannt, und zwar in Keith-Alexander-Platz, oder kurz: Alexander-Platz. Der am 28. März aus dem aktiven Dienst ausgeschiedene ehemalige NSA-Chef Keith Brian Alexander solle damit für seine "Verdienste um die öffentliche Bewusstseinsschärfung für IT-Sicherheit" geehrt werden, meldet der Bundesverband IT-Sicherheit eV TeleTrusT. Und baut noch eine zweite Pointe ein: Die notorisch klamme Stadt Berlin hätte noch nicht einmal Kosten. Schließlich müsse man ja keine neuen Straßenschilder drucken.

Jetzt kommt der Miauser

Katzen und das Internet - mancher wird diese enge Beziehung vielleicht nie kapieren. Die norwegischen Browser-Entwickler von Opera haben sie verstanden. In ihrer Aprilscherzmeldung kündigen Sie "Cats" an, den ersten Browser für unsere felligen Freunde. Die erste Betaversion des Browsers sei für Touch-Bildschirme optimiert und lasse sich zum Beispiel per Zungenstrich navigieren. Sogar einen kleinen Film haben die Norweger gedreht.

Hu-ha-Security!

Netzwerk-Kameras waren gestern, Roboter sind in. Das dachte sich wohl der Gadget-Shop Radbag. Und stellt - fast ein bisschen verschenkt - ohne große Ankündigung den Guardian Kung Fu Monkey in sein Warensortiment. Der knapp 300 Euro teure, mannshohe Robo-Kong soll alle Kampfsportarten beherrschen, Herrchen am Geruch erkennen und per Smartphone programmierbar sein. Habenwollen? Wer auf den Warenkorb-Button klickt, wird aufgeklärt.

Spacerock

Immerhin einen halben Aprilscherz erlaubt sich der Red-Hot-Chilli-Peppers-Gitarrist John Frusciante: Der hat sein neues Soloalbum "Enclosure" angeblich in einem Satelliten in den Orbit geschossen und sendet es von dort per Stream. Den können Nutzer über die entsprechende App "Sat-JF14" (gratis) alle paar Stunden anhören - nämlich immer dann, wenn der Satellit ihre Region überfliegt. Das ist natürlich Quatsch, aber eine originelle Werbeaktion für das Album - das es ja wirklich gibt -, ist es allemal.

abr

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insgesamt 13 Beiträge
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Seite 1
Bernt 01.04.2014
1. Skin Effekt gibt's wirklich
Also, den Skin Effekt gibt's wirklich und der hat auch etwas mit der Signalfrequenz zu tun.
hador2 01.04.2014
2. Aprilscherz?
Eine Kundendienstmitarbeiterin der Telekom hat mir bei einer Störung (NICHT am 1. April) tatsächlich einmal folgendes erklärt: "Wir haben in ihrem Bereich aktuell einen Datenstau, das müssen sie sich vorstellen wie eine Verstopfung beim Abfluß. Aber unsere Techniker sind gerade dabei die Leitung einmal kräftig durchzuspülen..."
kwik-e-mart 01.04.2014
3. Spon hat auch einen
super Gag gezündet: Griechenland bekommt gegen "strenge Auflagen" mal wieder Geld. Der ist echt nicht schlecht...
cptlars 01.04.2014
4. aufgepasst. ..
heute ist er wieder aktiv. .. der 1.April-Wurm wer heute einen infizierten Rechner Tablet etc. startet und mit diesem Wurm infiziert ist sollte genau aufpassen. dieser formatiert ohne Nachfrage das komplette System.
JackySammie 01.04.2014
5. Finde den Fehler ...
[Immerhin einen halben Aprilscherz erlaubt sich der Red-Hot-Chilli-Peppers-Gitarrist John Frusciante: ...] Die Zeiten sind vorbei.
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