Das Schmücken eines Weihnachtsbaums ist eine Wissenschaft für sich - und für manche fast schon eine Glaubensfrage: Glitzerkitsch oder rotkarierte Baumwollschleifen? Echte Kerzen oder Lichterkette? Rot oder silber, Lametta oder Selbstgebasteltes? Und wie viel von allem?
Zum Glück gibt es Akademiker, die auch diese großen Fragen der Menschheit klären: Die britische Universität Sheffield hat einen Weihnachtsbaumschmuckrechner ins Netz gestellt, mit dessen Hilfe sich die perfekte Zahl von Christbaumkugeln und die ideale Länge von Lametta wie Lichtgirlanden errechnen lassen.
Auch die Höhe des Schmucks an der Spitze wird bestimmt - alles, was man tun muss ist, die Höhe des Weihnachtsbaums einzutragen. Den Rest erledigt der Rechner auf Grundlage mathematischer Formeln.
Eine mannshohe Fichte braucht 9,19 Meter Lametta
Ein 1,80 Meter hoher Weihnachtsbaum etwa benötigt, um weder überladen noch geizig geschmückt zu wirken, 37 Kugeln, 9,19 Meter Lametta, 5,65 Meter Lichtgirlanden und einen 18 Zentimeter hohen Weihnachtsstern oder Engel. Und damit hätte sich auch schon die Frage nach der Art des Schmucks erledigt, denn mehr Auswahl gibt es nicht.
Entworfen haben die Formeln die beiden 20 Jahre alten Mathematikstudenten der Universität Sheffield Nicole Wrightham und Alex Craig. Eine britische Kaufhauskette hatte sie auf der Suche nach dem perfekt geschmückten Weihnachtsbaum damit beauftragt.
"Wir haben etwa zwei Stunden für die Formeln gebraucht", schreibt Nicole Wrightham auf der Internetseite. "Wir hoffen, die Formeln tragen dazu bei, dass Weihnachten für jeden etwas einfacher wird." Schiefgehen kann aber immer noch einiges: Wie, wo und in welchem Abstand der Schmuck angebracht werden soll, sagt der Rechner nämlich nicht - dabei führt das wahrscheinlich viel eher zu Zwist beim Schmücken als die Gesamtlänge des Lamettas.
juh/afp
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