Großprojekt: Apple-Zentrale wird teurer als das neue World Trade Center
Apple plant einen futuristischen Bau mit unterirdischen Straßen als neue Firmenzentrale. An dem Gebäude, das aussehen soll wie ein Raumschiff, ist vor allem eines astronomisch: der Preis. Der ist gerade noch mal gestiegen.
Bei seinem neuen Hauptsitz lässt Apple sich nicht lumpen. Der kalifornische Elektronikkonzern plant ein ringförmiges Gebäude mit geschwungen meterhohen Glasfenstern. "Ein kleines Raumschiff", nannte der inzwischen verstorbene Firmengründer Steve Jobs den neuen Firmensitz.
Außerirdisch mutet auch der Preis an. Das neue Hauptquartier soll knapp unter fünf Milliarden Dollar kosten, berichtet die Wirtschaftszeitschrift "Businessweek". Das sind gut 3,9 Milliarden Euro. Das hätten fünf eingeweihte Personen übereinstimmend gesagt, die sich zu den Kosten nicht namentlich äußern dürften.
Damit wäre Apples neuer Firmensitz teurer als der Neubau des World Trade Center-Komplexes in New York, der durch die Anschläge vom 11. September 2001 zerstört wurde. Dort sind seitdem nicht nur eine Gedenkstätte für die Opfer entstanden, sondern auch mehrere Bürotürme. Auf die Bürofläche umgerechnet, sei das neue Apple-Gebäude dreimal so teuer wie vergleichbare Büroräume in Top-Lagen, rechnet "Businessweek" vor.
Das liegt unter anderem an den hohen Ansprüchen von Jobs. "Ich denke, dass Architekturstudenten herkommen werden, um sich das Gebäude anzusehen", erklärte er dem Stadtrat von Cupertino im Sommer 2011, als er die Pläne vorlegte. Unter anderem sollen Straßen und Parkplätze teilweise unterirdisch verlaufen, Tausende Bäume sollen gepflanzt werden.
Mehr als 12.000 Mitarbeiter sollen den Plänen zufolge dort Platz finden. Doch bis dahin dauert es noch: Der Baubeginn wurde auf den Sommer diesen Jahres verschoben, mit einem Einzug rechnet Apple inzwischen im Jahr 2016.
Dennoch sollte der neue Campus eigentlich deutlich weniger kosten: Weniger als drei Milliarden Dollar seien ursprünglich eingeplant gewesen. Apple wird den Kostenanstieg verschmerzen: Allein zwischen Oktober und Dezember 2012 erwirtschaftete das Unternehmen einen Gewinn von mehr als einer Milliarde Dollar pro Woche.
jnb
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