Betrug im Internet: Neun Tipps gegen die Tricks der Datendiebe
3. Teil: Plumpe Masche mit Zwangsouting
Zugegeben, die Masche ist platt, die Geschichte alt: Aber was Störenfried Jason Fortuny im Sommer 2007 auf der US-Kleinanzeigenseite Craigslist anrichtete, sollte noch heute ein mahnendes Zeichen für alle sein, die im Schutz vermeintlicher Privatsphäre allzu leicht ihr Vertrauen ausnutzen lassen. Unter dem Namen "Fortuny" stellte er eine reichlich derbe Sex-Kontaktanzeige als angeblich nymphoman-devote Frau bei Craigslist online und sammelte innerhalb von 24 Stunden knapp 200 Antworten - die er dann mit allen Details, Fotos, E-Mail-Adressen und Telefonnummern in einem Wiki veröffentlichte, also der Welt zum Fraß vorwarf.
Schutzmaßnahme: Misstrauen. Offenbaren Sie Internet-Fremden keine Details, die nicht auch öffentlich sein dürften. Telefon-Check, Kennenlernen, anonymisierte Bilder. Professionelle Dating-Seiten fordern einen Identitäts-Check für ihre Mitglieder, um so etwas zu verhindern.
- 1. Teil: Neun Tipps gegen die Tricks der Datendiebe
- 2. Teil: DDos-Angriff auf den Traumpartner
- 3. Teil: Plumpe Masche mit Zwangsouting
- 4. Teil: Blogger gibt sich als Google-Chef aus
- 5. Teil: Der Fall Stuxnet - Sicherheitslücke USB-Stick?
- 6. Teil: Sicheres Online-Banking? Social Engineering knackt jede TAN
- 7. Teil: Ich weiß, wer du bist - also vertrau mir, bitteschön!
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- 9. Teil: Der überforderte Admin - Deine Domain gehört jetzt mir
- 10. Teil: So clever missbrauchen Online-Gangster Facebook
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- Montag, 10.01.2011 – 16:22 Uhr
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Die Unersättlichen
Milliarden-Geschäfte mit privaten Daten
1. Seien sie misstrauisch bei unangeforderten Telefonanrufen, Besuchen oder E-Mails von Personen, die Informationen über Kollegen oder interne Informationen anfordern. Wenn ein Unbekannter im Namen einer Firma Informationen anfordert, überprüfen sie dessen Identität direkt bei der Firma.
2. Geben Sie keine persönlichen oder Firmen-Details preis, inklusive Netzwerk-Struktur, solange Sie sich nicht sicher sind, dass die Person dafür autorisiert ist.
3. Geben Sie keine persönlichen oder finanziellen Details in E-Mails preis und antworten Sie auf keine E-Mails, die diese Informationen anfordern. Klicken Sie keine Links in entsprechenden Mails an.
4. Senden sie keine heiklen Informationen übers Internet, ohne die Sicherheits-Merkmale einer Website überprüft zu haben.
5. Achten sie auf die URL einer Website: Bösartige Websites mögen aussehen wie legitime, aber ihre URL könnte Tippfehler und andere Top-Level-Domains beinhalten (.net statt .de)
6. Wenn Sie nicht sicher sind, ob eine E-Mail legitim ist, melden sie sich direkt bei der entsprechenden Firma. Verwenden Sie dazu aber nicht die Kontakt-Informationen, die in der fragwürdigen Mail erwähnt werden.
7. Installieren sie eine Antivirus-Software, Firewalls und E-Mail-Filter und halten sie diese aktuell, um zumindest einen Teil der gefährlichen Internet-Daten herauszufiltern.
8. Nutzen Sie die Anti-Phishing-Features ihres E-Mail-Programms und Web-Browsers.
Paragraf 28 lässt das "Erheben, Speichern, Verändern oder Übermitteln personenbezogener Daten oder ihre Nutzung als Mittel für die Erfüllung eigener Geschäftszwecke" zu, schreibt aber eine klare Zweckbestimmung vor. Grundlegende Bedeutung für den Schutz persönlicher Daten hat auch das wegweisende Volkszählungsurteil des Bundesverfassungsgericht. 1983 hat Karlsruhe mit dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung quasi ein neues Grundrecht geschaffen.
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