Von Felix Knoke
Wie erbeuten Internet-Gauner eigentlich die Web-Adressen großer Firmen, sogar Banken? Ein (mittlerweile veralteter) Trick setzt auf Social Engineering: Mit massenhaften Mail-Anfragen, die scheinbar vom Domain-Registrator stammen, wird der Seitenverwalter überfordert - und in die versehentliche Annahme einer Domain-Änderung getrieben. Das funktioniert so: Der Betrüger beantragt eine Domain-Umleitung beim Domain-Registrator, der daraufhin eine E-Mail an den Seitenbesitzer schickt: Wollen Sie das wirklich? Zeitgleich schickt der Betrüger Dutzende ähnliche Mails, die der offiziellen E-Mail zum Verwechseln ähnlich sehen. Im Postfach des Opfers erscheinen nun 20, 30 identische E-Mails - offensichtlich Spam Das Opfer löscht aus Faulheit und Misstrauen alle E-Mails und ignoriert damit auch die legitime Warnung. Mit etwas Glück gehört die Banken-Domain nun dem Betrüger, der etwas Online-Banking-Kunden auf seine eigene Betrugsseite umleiten und ihre TAN-Nummern stehlen kann.
Gegenmaßnahme: Seien Sie besonders sorgfältig mit wichtigen E-Mails, rufen Sie bei ihrer Bank, ihrem Internet-Dienstleister an und überprüfen die Legitimität von deren Nachrichten - so wie man sich auch immer den Dienstausweis eines Polizeibeamten zeigen lassen sollte, wenn der an der Tür klopft. Achten Sie auf die Bearbeitungs- oder Registrierungsnummer, korrekte Rechtschreibung, ungewöhnliche Absendezeiten.
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