Betrug im Internet Neun Tipps gegen die Tricks der Datendiebe

Von

DPA

9. Teil: Der überforderte Admin - Deine Domain gehört jetzt mir


Wie erbeuten Internet-Gauner eigentlich die Web-Adressen großer Firmen, sogar Banken? Ein (mittlerweile veralteter) Trick setzt auf Social Engineering: Mit massenhaften Mail-Anfragen, die scheinbar vom Domain-Registrator stammen, wird der Seitenverwalter überfordert - und in die versehentliche Annahme einer Domain-Änderung getrieben. Das funktioniert so: Der Betrüger beantragt eine Domain-Umleitung beim Domain-Registrator, der daraufhin eine E-Mail an den Seitenbesitzer schickt: Wollen Sie das wirklich? Zeitgleich schickt der Betrüger Dutzende ähnliche Mails, die der offiziellen E-Mail zum Verwechseln ähnlich sehen. Im Postfach des Opfers erscheinen nun 20, 30 identische E-Mails - offensichtlich Spam … Das Opfer löscht aus Faulheit und Misstrauen alle E-Mails und ignoriert damit auch die legitime Warnung. Mit etwas Glück gehört die Banken-Domain nun dem Betrüger, der etwas Online-Banking-Kunden auf seine eigene Betrugsseite umleiten und ihre TAN-Nummern stehlen kann.

Gegenmaßnahme: Seien Sie besonders sorgfältig mit wichtigen E-Mails, rufen Sie bei ihrer Bank, ihrem Internet-Dienstleister an und überprüfen die Legitimität von deren Nachrichten - so wie man sich auch immer den Dienstausweis eines Polizeibeamten zeigen lassen sollte, wenn der an der Tür klopft. Achten Sie auf die Bearbeitungs- oder Registrierungsnummer, korrekte Rechtschreibung, ungewöhnliche Absendezeiten.

Mehr zum Thema


Forum - Internet - Schutz vor der Datengier der Konzerne?
insgesamt 144 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
toskana2 08.01.2011
1. falsche Anklage
Zitat von sysopGrenzenlose, schnelle Internet-Kommunikation und soziale Netzwerke haben das virtuelle Miteinander komfortabler gemacht. Doch die Betreiber von Facebook, Google und Co. wollen mehr: Harte Nutzer-Daten sind heißbegehrt! Wie kann, wie soll der User mit der Datengier der Konzerte umgehen?
"Die Unersättlichen Milliarden-Geschäfte mit privaten Daten", so der Titel des neuesten SPIEGEL-Heftes. Damit aber stellt der SPIEGEL die Falschen auf die Anklagebank! Nicht "die Unersättlichen" tragen Schuld an dieser gigantischen Datenflut, die sich auf jeden Fall als Bumerang erweisen wird, sondern die Unbekümmerten und Dümmlichen, die ihre Daten frei Haus liefern! Zur Gier gehören immer zwei: der Gierige und der "Fütternde"! Was die bemühte "Kommunikation" angeht: die gab es auch früher, allerdings nicht ... auf der Weltbühne! Exhibitionismus wäre hier der passendere Begriff.
Hans aus Jena 08.01.2011
2. Richtig
Zitat von toskana2"Die Unersättlichen Milliarden-Geschäfte mit privaten Daten", so der Titel des neuesten SPIEGEL-Heftes. Damit aber stellt der SPIEGEL die Falschen auf die Anklagebank! Nicht "die Unersättlichen" tragen Schuld an dieser gigantischen Datenflut, die sich auf jeden Fall als Bumerang erweisen wird, sondern die Unbekümmerten und Dümmlichen, die ihre Daten frei Haus liefern! Zur Gier gehören immer zwei: der Gierige und der "Fütternde"! Was die bemühte "Kommunikation" angeht: die gab es auch früher, allerdings nicht ... auf der Weltbühne! Exhibitionismus wäre hier der passendere Begriff.
Ich muss Ihnen recht geben. Zuerst seine Unterhosengröße per Paybackkarte weitergeben, später seine Bilder der letzten Fete auf Facebook hochladen und dann auf die Datenkraken (und den bösen Staat, der einen nicht davor schützt) schimpfen und sein Haus verpixeln lassen... So ist der deutsche Michel.
notty 08.01.2011
3. US-Kilroy ist immer dabei.....
Zitat von sysopGrenzenlose, schnelle Internet-Kommunikation und soziale Netzwerke haben das virtuelle Miteinander komfortabler gemacht. Doch die Betreiber von Facebook, Google und Co. wollen mehr: Harte Nutzer-Daten sind heißbegehrt! Wie kann, wie soll der User mit der Datengier der Konzerte umgehen?
Leute, ich hoffe, jeder hat diesen bemerkenswerten Bericht im heutigen "Spiegel Online" gelesen, wonach ein US-Gericht verfuegt hat, dass alle Twitter-Daten, hier im Zusammenhang mit WIKILEAKS, auszuliefern sind. Die Aktion war verdeckt und nur Twitter ist es zu verdanken, dass es herauskam.... Dies kann meines Erachtens jederzeit mit ALLEN US-Applications passieren, Apple eingeschlossen, die sich auch als Info-Abzocker hervorgetan haben. In den USA liest Kilroy wohl systematisch mit... Passt besonders auf Facebook auf, grosszuegige Datengabe kann sich negativ auswirken.
Michael_Wiesbaden 08.01.2011
4. Öffentliche und private Daten
Facebook ist kein gemeinnütziges Unternehmen, sondern möchte Gewinne machen. Das sollte man wissen, wenn sich dort anmeldet. Hat schon jemand für die Mitgliedschaft dort bezahlt? Ich glaube es nicht. Ist jemand gezwungen worden, dort Mitglied zu werden? Ich hoffe es nicht. Wo also ist das Problem? Wer Daten und Informationen über sich preis gibt, sollte das nur tun, wenn er auch keine Probleme damit hätte, darüber morgen in SPIEGEL oder BILD zu lesen. Welche Probleme gibt es sonst noch? Personalisierte Werbung? Ist mir ehrlich gesagt lieber als SPAM und Popups. Und noch mal: Wer Daten von sich preis gibt, muss in der vernetzten Welt damit rechnen, dass sie öffentlich werden. Punkt.
Skade, 08.01.2011
5. oberflächliche Freunde
ich hatte mich auch mal angemeldet, zwangsweise um das Fotoalbum eines Freundes zu sehen. War überrascht wie schnell man plötzlich Kontakte zu verschollenen Freunde hat bzw. wie gesprächig dort der Arbeitskollege ist, mit dem man sonst keinen Kontakt pflegt. Nach dem der Freund, nach meinem Anraten seine Fotos auf Picasa stellte, meldete ich mich ab, was vor über 6 Monaten gar nicht so leicht war. Um die "verschollenen" Freunde tuts mir nicht leid, wenn jemand Kontakt mit mir pflegen will dann kann er das per Mail tun, wenn er das nur über Facebook tun kann, dann ist es wohl nur Spielerei und kein Pflegen der Freundschaft. Wie "Hans aus Jena" schon geschrieben hat, oftmals sind es die Leute die laut nach Privatspähre und gegen den Überwachungsstaat rufen, aber wirklich jeden Furz in Facebook veröffentlichen. Auch schade ist es, das das Facebook eine Art zweites Internet wird. Ich habe schon oft interessante Links/Angebote/Informationen gesehen, die man nur über Facebook anschauen konnte. Manche Firmen pflegen auch keine Webseite sondern verweisen nur auf einen Facebooklink. Wahrscheinlich ist es so einfacher die Kunden zu identifizieren. Klicke ich nur auf eine Webseite, weiß man nur welche IP sich Informationen von der Webseite holte. Klicke ich auf den Facebooklink, weiß man genau das jetzt "Hans Mustermann" sich für das Produkt interessiert hat.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.