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Bildbearbeitung: Wie Gratis-Software Porträts aufbrezelt

Von Bettina K. Lechner

Haut soften, Make-up auftragen, Lippen schminken - bei der Porträt-Retusche mit dem freien Kostenlos-Bildbearbeiter Gimp ist das alles möglich. Das Fachmagazin c't erklärt, wie sanfte Farben weiche Bilder schaffen und härtere Kontraste markante Profile schärfen.

Schritt für Schritt: Beauty-Retusche mit Gimp Fotos
c't/ Bettina Lechner

Wie bei fast jedem Bild, das aus der Digitalkamera kommt, betrachten wir zuerst das Histogramm (es zeigt die Helligkeitsstufen Ihrer Aufnahme) und erhöhen gegebenenfalls die Kontraste.

Das geht so: Duplizieren Sie zunächst die Hintergrund-Ebene (Menü Ebene > Ebene duplizieren, Shift+Strg+D), dadurch arbeiten Sie mit einer Kopie und können vergleichen und notfalls wieder auf das Original zurückgreifen.

Öffnen Sie über Menü "Farben > Werte" das Histogramm und prüfen Sie, ob es an den Enden abgeflacht ist. Ist dies der Fall, können Sie versuchen, eine Neuverteilung der Tonwerte herbeizuführen, indem Sie die Pfeilchen an den Enden vorsichtig hineinziehen. Betrachten Sie dabei stets im Hintergrund das Bild, bei aktivierter Vorschau sehen Sie dort sofort das Ergebnis.

Klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche "diese Einstellungen als Kurven bearbeiten" - so gelangen Sie umgehend in den Kurven-Dialog (normalerweise über "Farben > Kurven" erreichbar). Für eine Kontrastverstärkung ziehen Sie die Höhen im oberen Bereich der Kurve leicht nach oben und die Tiefen im unteren Bereich leicht nach unten (S-Kurve).

Eines der wichtigen und gleichzeitig heikelsten Bereiche bei der Porträt-Retusche ist die Haut. Wir werden die Glanzstellen wegpudern, die Fältchen glätten und der Haut einen seidigen Glanz geben, und Farbunterschiede gleichen wir mit einem digitalen Make-up aus.

Feinste Strukturen erhalten, die Haut trotzdem glätten - so gelingt anspruchsvolle Porträt-Bearbeitung mit dem Gratis Bildbearbeiter-Gimp.

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Pinsel selbst gemacht
c't/ Bettina Lechner
Ich bin mit den Standard-Werkzeugspitzen von GIMP nicht ganz glücklich, entweder sie sind zu scharfkantig oder haben einen zu breiten Bereich, der weichzeichnet. Zum Anlegen einer eigenen Pinselspitze wechseln Sie in den Pinsel-Dialog – standardmäßig zu finden in der unteren Hälfte des rechten Docks, oder Sie öffnen den Dialog über „Fenster > Andockbare Dialoge > Pinsel“. Klicken Sie dort auf das Symbol mit dem weißen Blatt („neuer Pinsel“), der Pinseleditor öffnet sich. Vergeben Sie einen Namen für den Pinsel und stellen Sie Radius (z. B. 110) und Härtegrad (z. B. 0.87) nach Ihren Wünschen ein. Der Pinsel steht ab sofort für alle Malwerkzeuge zur Verfügung.

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