Beschlagnahmtes Digitalgeld US-Regierung will Silk-Road-Bitcoin versteigern

Der US Marshals Service kann auf ein Zubrot hoffen: Die US-Behörde bietet online 50.000 Bitcoin zum Kauf an, die auf Computern der Drogenhandelsplattforn Silk Road sichergestellt wurden. Der Erlös dürfte in die Millionen gehen.

Bitcoin-Münzen und -Scheine: Beschlagnahmte Millionenwerte im Staatsbesitz
REUTERS

Bitcoin-Münzen und -Scheine: Beschlagnahmte Millionenwerte im Staatsbesitz


New York - Die US-Regierung greift erneut zu einer kreativen Methode der Staatsfinanzierung: Am 4. Dezember wird die zum Justizministerium gehörende Behörde US Marshals Service 50.000 Bitcoin im aktuellen Wert von ungefähr 19 Millionen Dollar versteigern, wie sie am Montag mitteilte. Das Digitalgeld war im vergangenen Jahr bei Silk Road beschlagnahmt worden, einer als "Ebay für Drogen" bekannt gewordenen Online-Handelsplattform.

Bereits im Juli hatte es eine solche Versteigerung gegeben. Damals wurden zwar nur 30.000 Bitcoin angeboten, allerdings war die virtuelle Währung noch deutlich mehr wert. Der Wagniskapitalist Tim Draper hatte für etwa 19 Millionen Dollar den Zuschlag erhalten - der Preis könnte diesmal in einer ähnlichen Größenordnung liegen. Zuletzt stand der Bitcoin-Kurs bei knapp 400 Dollar - etwa 200 Dollar niedriger als im Sommer.

Garagenverkauf bei den US Marshals: Bitcoin im Angebot

Garagenverkauf bei den US Marshals: Bitcoin im Angebot

Die US-Regierung hat noch jede Menge Bitcoin, die sie verkaufen könnte - insgesamt wurden bei Silk Road 144.342 Einheiten der digitalen Währung sichergestellt. Den Bitcoin gibt es seit 2009, er wird vor allem bei Geschäften im Internet als Zahlungsmittel eingesetzt und kann auf Tauschplattformen mit etablierten Devisen wie Euro oder Dollar gekauft werden. Die Cryptowährung soll seine Nutzer von Zentral- und Geschäftsbanken unabhängig machen. Dafür sind Nutzer großen Wechselkursschwankungen ausgesetzt, und Plattformen haben mit Hackerangriffen zu kämpfen.

mak/dpa

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