Digitales Zahlungsmittel Bank of America orakelt über große Bitcoin-Zukunft

Analysten einer US-Bank nennen Bitcoin eines "der wichtigsten Zahlungsmittel der Zukunft". Doch während sich ein optimistischer US-Polizeichef bereits sein Gehalt in Bitcoins bezahlen lässt, schwanken die Bitcoin-Wechselkurse stark.

Bitcoin-Visualisierung: Die Preise der digitalen Währung explodieren
AP/dpa

Bitcoin-Visualisierung: Die Preise der digitalen Währung explodieren


Währungsexperten sehen großes Potential in der virtuellen Internetwährung Bitcoin. Analysten der Bank of America Meryll Lynch trauen der Währung zu, eines "der wichtigsten Zahlungsmittel im Online-Handel und ein ernsthafter Herausforderer traditioneller Anbieter zu werden" (hier der Bericht). Die Experten geben als Kursziel für Bitcoins 1300 Dollar an (umgerechnet etwa 950 Euro). Derzeit liegt der Preis je nach Marktplatz um die 1000 Dollar je Bitcoin, Anfang 2013 lag er noch bei 13 Dollar.

Die Preise des digitalen Zahlungsmittels haben eine wilde Achterbahnfahrt absolviert. Diesen Schlingerkurs sehen Analysten als ein Risiko. Die durch Spekulationshandel erzeugten großen Schwankungen würden verhindern, dass die Währung "überall als Zahlungsmittel für Online-Geschäfte akzeptiert wird", heißt es in dem Bericht. Branchenkenner gehen jedoch davon aus, dass die Preise sich an den Handelsplätzen künftig angleichen werden und somit die Schwankungen nachlassen.

Während die Liste der Händler in Deutschland, die Bitcoin akzeptieren, nur langsam wächst, ist die Währung in den USA bereits im Arbeitsalltag angekommen. In der Stadt Vicco im US-Bundesstaat Kentucky können Angestellte künftig ihr Gehalt in Bitcoins ausbezahlt bekommen, das berichtet die Lokalzeitung "Hazard Herald". Anfang dieser Woche haben die Behörden dem Antrag des örtlichen Polizeichefs zugestimmt, der im vergangenen Monat darum gebeten hatte, mit Bitcoins statt mit Dollar bezahlt zu werden.

Der Wert des Hackergelds hat sich in den vergangenen Jahren vervielfacht. Wer zur richtigen Zeit eingestiegen ist, hat mit Bitcoins ein Vermögen verdient. Und dass die Währung nicht nur im Netz ihren Wert hat, zeigt ein Fall aus dem US-Bundesstaat Kalifornien. Dort hat ein Kunde in einem Autohaus einen Lamborghini gekauft - und den Sportwagen mit Bitcoins bezahlt. "Wir sind begeistert, dass wir unsere Tür für diese neue Währung öffnen", heißt es in einem Blogbeitrag der Filiale, die fleißig mit dem Bitcoin-Deal wirbt.

jbr

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insgesamt 25 Beiträge
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Seite 1
middleline 06.12.2013
1. optinal
Können wir jetzt alle mal wieder aufhören den Bitcoin hochzuschreiben. Der Bitcoin ist die Quintessenz der Dummheit des Kaptalismus. Wir verbrennen fosile Rohstoffe um mit dem gewonnen Strom virtuelles Geld zu "errechnen". Bisher wurden Rohstoffe verbraucht um um etwas herzustellen, dass mit etwas Glück tatsächlich nützlich war.
Larry 06.12.2013
2. In den USA, wo sonst
alles mühsam mit Schecks bezahlt wird, weil Lastschrifteinzüge unbekannt sind, hat Bitcoin wirklich eine rosige Zukunft.
Steuerzahler0815 06.12.2013
3.
Bitcoins machen Drogenhändler und andere Kriminelle reich
Brown_Jenkin 06.12.2013
4. Optional
Zitat von middlelineKönnen wir jetzt alle mal wieder aufhören den Bitcoin hochzuschreiben. Der Bitcoin ist die Quintessenz der Dummheit des Kaptalismus. Wir verbrennen fosile Rohstoffe um mit dem gewonnen Strom virtuelles Geld zu "errechnen". Bisher wurden Rohstoffe verbraucht um um etwas herzustellen, dass mit etwas Glück tatsächlich nützlich war.
Noe! Ist schon richtig so. Also ich heize meine Wohnung mit der Berechnung von Litecoins. Jeder berechnete Block ist eine potentielle Werttransaktion. Besser als Oel zu verbrennen um Wasser zu erhitzen
tomdabassman 06.12.2013
5. Jahre später...
werden die Gazetten voll sein von Berichten über den dramatischen Kurssturz, die permanenten Hackerangriffe und das weltweit vernichtete Vermögen inklusive dem dazugehörenden individuellen Elend. Und ALLE werden es schon vorher gewusst haben...
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