Shooter "Black Ops 2": Kopfschüsse als Live-Übertragung

Auf Konsolen war es bisher besonders aufwendig, andere bei Online-Feuergefechten zuschauen zu lassen. Eine direkt ins Spiel integrierte Lösung bietet jetzt der Shooter "Call of Duty: Black Ops 2": Wer will, kann seine Partien per YouTube ins Netz stellen.

Kriegsspiel "Call of Duty: Black Ops II": Spielpartien via YouTube ins Netz stellen Zur Großansicht
AP/ Activision

Kriegsspiel "Call of Duty: Black Ops II": Spielpartien via YouTube ins Netz stellen

Was genau Menschen motiviert, die Menschheit an ihren Multiplayer-Duellen teilhaben zu lassen, ist weitgehend ungeklärt. Es mag der Glaube an die Ästhetik der eigenen Kopfschüsse sein oder einfach nur ein gewisses Sendungsbedürfnis. Fakt ist: Der am Dienstag erschienene Shooter "Call of Duty: Black Ops 2" könnte zahlreiche Spieler auf die Idee bringen, ihre Ballereien anderen zugänglich zu machen. Nach Angaben des Publishers Activision ermöglicht es "Black Ops 2", Spielszenen, aber auch Webcam-Aufnahmen und Kommentare direkt auf YouTube zu übertragen.

Wer online bei den Feuergefechten zuguckt, soll nebenbei Infos über den Spieler abrufen können, etwa seine Spielstatistik. "'Call of Duty' ist nicht nur spaßig und aufregend, wenn man es selbst spielt", meint Entwickler Mark Lamia. "Wir glauben, dass es auch für den Zuschauer ähnlich spannend ist." Laut des Magazins "Gamestar" ist die Streaming-Funktion zunächst nur für Spieler auf Xbox 360 und Playstation 3 verfügbar. Bisher waren Live-Streams per Spielekonsole sehr aufwendig, in der Regel erforderten sie zusätzliche Hardware.

Interessanterweise scheint es viele Menschen zu geben, die Videospiele auch gern passiv erleben. "Let's Play"-Videos nennen sich YouTube-Clips, in denen alte, neue oder einfach besonders ungewöhnliche Spiele durchgespielt werden. Die erfolgreichsten Videos, zum Beispiel die der Kommentatoren Gronkh und Sarazar, werden hunderttausendfach angesehen. Manche Kneipen experimentieren bereits mit sogenannten Barcrafts: Das sind Abende, an denen die Kneipen Partien des Strategiespiels "Starcraft 2" auf einer Großleinwand übertragen - im Stil eines Fußball-Public-Viewings.

Wer seine Gamepad-Akrobatik aus "Black Ops 2" ins Netz stellen will, muss Activisions Ankündigung zufolge einen verifizierten YouTube-Account haben. Ein Posting im "Call of Duty"-Forum informiert, welche Regeln für das Streaming gelten. Anschauen kann man sich Übertragungen über "Call of Duty: Elite" oder über individuelle YouTube-Streams.

mbö

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 29 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1.
BlakesWort 13.11.2012
Auch wenn ich sehr selten Youtube-Videos von Spielen anschaue, so finde ich die abwertende Schreibe des Authors einfach nur unangebracht. Sie zeugt schlicht von einem Unverständnis für etwas, was seit mehr als fünfzehn (15!) Jahren Gang und Gäbe ist. "Fragvideos" sind seit Quake und Counter-Strike ein fester Bestandteil der "Egoshooter-Szene" und es geht mitnichten um das Ausschalten eines Gegners, sondern um den "Skill", also die erworbene Fähigkeit, so einen Treffer zu landen. Dabei geht es nicht um das Töten, sondern allein um die Tatsache, dass ein Kopfschuss den meisten Schaden verursacht und zum Ableben des gegnerischen Avatars führt. Die Doppelmoral ist erstaunlich. Schickt ein Klischko einen Gegner per Kinn- oder Leberhaken zu Boden, wird darüber gejubelt. Das sind die Regeln des Kampfes. Beide Schläge sind extrem gefährlich un spielentscheidend. So ist es mit "Headshots" in Egoshootern. Ob die nun bei Youtube laufen, ist völlig irrelevant.
2. Super
sidofan 13.11.2012
Call of Duty ist voll cool
3.
Gnossos 13.11.2012
Dem autor ist es offenbar unklar, warum man sich ein Computerspiel eines anderen ansehen sollte. Zum Beispiel könnte man dies tun, um von diesem anderen zu lernen, alternative Spieltaktiken kennenzulernen oder einfach nur, weil es mitunter sehr unterhaltsam ist. Der negative Grundton des Artikels ist unangebracht.
4. Geht so
cor 13.11.2012
Zitat von sidofanCall of Duty ist voll cool
Die Cash Cow ist nun endgültig leer gemolken. Zum Artikel: Wow, ein riesen Feature, Videos direkt auf youtube laden. Mich reisst's vom Hocker.
5.
mitchomitch 13.11.2012
Schon seit geraumer Zeit erfreuen sich kommentierte E-Sport-Events und 'Lets Play' Videos auf Youtube wachsender Beliebtheit. Sie werden inzwischen von einem Millionenpublikum gesehen. Diese Entwicklung ist an dem Autor des Artikels offenbar völlig vorbeigegangen. Vielleicht wäre hier ein wenig Recherche sinnvoll gewesen, bevor man so einen abstrusen Artikel in die Welt, Verzeihung auf SPON, setzt.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Netzwelt
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Web
RSS
alles zum Thema Games
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 29 Kommentare
Zum Autor
  • Natalie Stosiek
    Markus Böhm schreibt von München aus am liebsten über Medien und die Menschen dahinter. Als "Kioskforscher" setzt er sich voller ungesunder Begeisterung bloggend mit Zeitschriften auseinander.
Netzwelt auf Twitter

Über diesen Account erreichen Sie das Ressort und verpassen keinen Artikel.



Anzeige
  • Christian Stöcker:
    Spielmacher

    Gespräche mit Pionieren der Gamesbranche.

    Mit Dan Houser ("Grand Theft Auto"), Ken Levine ("Bioshock"), Sid Meier ("Civilization"), Hideo Kojima ("Metal Gear Solid") u.v.a.

    SPIEGEL E-Book; 2,69 Euro.

  • Einfach und bequem: Direkt bei Amazon kaufen.